• Gonarthrose
    Mar 26 2026

    🎙️ Thema der Folge

    Knieschmerzen in Hausarztpraxis, Notfallversorgung und Bereitschaftsdienst: initiales Vorgehen, Differenzialdiagnosen, Red Flags, Diagnostik; Schwerpunkt Gonarthrose (Kniearthrose) mit Therapie und OP-Pfad.


    🧭 Initiales Vorgehen: schneller Entscheidungsbaum

    1) Trauma ja/nein?

    - Nach Trauma: Band-/Meniskusverletzung, Fraktur, Hämarthros, Gefäß-/Nervenläsion

    - Ohne Trauma: degenerativ (aktivierte Gonarthrose), Überlastung/Tendinopathie, entzündlich/infektiös, Borreliose, Plica-Syndrom


    2) Verlauf & Schmerzcharakter

    - Belastungsschmerz → eher mechanisch/degenerativ

    - Anlaufschmerz → typisch bei Arthrose

    - Ruheschmerz/Nachtschmerz, Fieber, Krankheitsgefühl → entzündlich/infektiös abklären


    3) Systematik

    - Mono- vs. Polyarthritis, Morgensteifigkeit (Dauer!), andere Gelenke → rheumatologisch/systemisch mitdenken

    - Sport/Belastung: Läuferknie (ITB-Syndrom), Patellaspitzensyndrom, berufliches Knien/Treppen/Lasten

    - Vor-OPs, Arthroskopie, Punktion, intraartikuläre Injektionen (Infektionsrisiko!)

    - Zeckenexposition/Wanderröte → Lyme-Borreliose (Monoarthritis, oft Knie)


    🩺 Klinische Untersuchung (strukturiert)

    - Inspektion: Rötung, Schwellung, Überwärmung, Achse, Hämatom, Atrophie, Gangbild/Schonhinken

    - Palpation: Gelenkspalt, Patella/Sehnen, Pes anserinus, Tractus iliotibialis

    - Ergusszeichen: „tanzende Patella“; großer Erguss = immer einzuordnen

    - ROM: Flex/Ext, Streck-/Beugehemmung; echte Blockierung = Warnsignal

    - Stabilität: z.B. Lachman (VKB), Meniskuszeichen (Gelenkspaltschmerz/Rotationstests als Hinweis)

    - Bei Trauma zwingend: pDMS (Pulse, Motorik, Sensibilität)


    🚩 Red Flags (niedrige Schwelle zur Akut-Abklärung)

    - Rasch aufgetretener/massiver Erguss

    - Fieber, reduzierter Allgemeinzustand (septische Arthritis mitdenken)

    - Mechanische Blockierung

    - pDMS-Störung: fehlende Pulse, neurologische Defizite, Blässe (zeitkritisch)

    - Merke: Nach Trauma pDMS immer dokumentieren


    🧪 Diagnostik: gezielt statt „alles“

    - Frakturverdacht: Röntgen, ggf. CT bei komplex/unklar

    - Meniskus/Kreuzband (intraartikulär): MRT

    - Erguss/Baker-Zyste: Sonografie

    - Gonarthrose: Röntgen v.a. bei unklarer Diagnose, fortgeschrittenen Beschwerden oder OP-Diskussion

    - Labor nur bei Verdacht:

    - CRP, BSG (entzündlich/infektiös)

    - RF, ACPA (rheumatologisch), ggf. Harnsäure

    - Borrelien-Serologie nur bei klinischem Verdacht (kein Screening)


    🧰 Häufige Ursachen (Merkliste)

    - Traumatisch: Meniskusruptur, Bandläsion, Fraktur, Hämarthros

    - Atraumatisch: aktivierte Gonarthrose, degenerative Meniskusläsion

    - Funktionell/Überlastung: Patellaspitzensyndrom, ITB-Syndrom (Läuferknie), Pes-anserinus-Syndrom, Plica-Syndrom

    - Entzündlich/infektiös: bakterielle Arthritis, Borreliose


    💊 Initiale konservative Therapie (v.a. funktionell/degenerativ)

    - Bandage, Kühlung, topische NSAR

    - Orale NSAR kurzzeitig (Kontraindikationen beachten):

    - Ibuprofen 400–600 mg bis 3x/d oder Naproxen 250–500 mg 2x/d

    - GI-Schutz bei Risiko: Pantoprazol 20–40 mg 1x/d

    - Physio, Dehnung, Belastungsanpassung; bei Persistenz orthopädisch weiter abklären


    🦵 Schwerpunkt: Gonarthrose (Definition & Klinik)

    - Degenerative Erkrankung des gesamten „Gelenkorgans“ (Knorpel, Synovia, Kapsel, Bänder, Knochen, Muskulatur)

    - Typisch: belastungsabhängiger Schmerz, Anlaufschmerz; später ggf. Dauer-/Nachtschmerz

    - Funktion: Treppen, Aufstehen, Gehen; Krepitation, Erguss/Überwärmung bei aktivierter Arthrose, Achsabweichung, Instabilitätsgefühl


    🧠 Take-home-Messages

    - Erst Trauma klären, dann Red Flags (Erguss, Fieber, Blockierung, pDMS).

    - Diagnostik zielgerichtet: Röntgen bei Fraktur/Arthrose-OP-Frage, MRT bei Binnenschaden, Sono bei Erguss.

    - Gonarthrose: multimodal behandeln; Bewegung und Gewichtsreduktion sind Kerntherapien.

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    29 mins
  • Koxarthrose
    Mar 25 2026

    🦴 Thema: Koxarthrose (Hüftarthrose)

    Chronisch progrediente Erkrankung des gesamten Hüftgelenks (Knorpel, Kapsel, Synovialis, Bänder, Muskulatur). Radiologie und Beschwerden korrelieren nicht zwingend: Behandle den Menschen, nicht nur das Röntgen.


    📊 Epidemiologie & Relevanz

    - Häufig ab ca. 50 Jahren, Frauen etwas häufiger

    - Hüft-TEP zählt zu den häufigsten Routineoperationen

    - Klinisch wichtig: konservative Therapie, OP-Indikation, Nachbehandlung


    🧩 Ursachen: primär vs. sekundär

    Primär (idiopathisch):

    - Alter, weibliches Geschlecht, Adipositas, genetische Faktoren


    Sekundär (mit Ursache):

    - Posttraumatisch (Frakturen/Verletzungen)

    - Entzündlich (z.B. rheumatoide Arthritis)

    - Metabolisch (z.B. Diabetes, Hyperurikämie, Hämochromatose, Hypercholesterinämie)

    - Fehlformen/strukturelle Ursachen: Hüftdysplasie, (frühere) Luxation, Morbus Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris, femoroazetabuläres Impingement

    - Überlastung z.B. bei ipsilateraler Knieversteifung

    Merke: Bei jüngeren Patient:innen gezielt nach strukturellen Ursachen suchen.


    🚶 Klinik: typische Beschwerden

    - Früh: Anlaufschmerz, Belastungsschmerz (Gehen, Treppen, Stehen)

    - Spät: Ruhe- und Nachtschmerz (Hinweis auf fortgeschrittene Erkrankung)

    - Schmerzlokalisation:

    - typisch: Leiste

    - möglich: Oberschenkel, Gesäß, Projektion ins Knie (bei Knieschmerz ohne Kniebefund immer Hüfte untersuchen)

    - Funktion: früh oft Innenrotation eingeschränkt, später auch Abduktion/Flexion

    - Hinken, Schonhaltung, ggf. (scheinbare/echte) Beinverkürzung

    - Alltagsmarker: Schuhe/Socken anziehen, Auto einsteigen


    🩺 Untersuchung: was zählt

    - Gangbild: Hinken, verkürzte Standphase

    - ROM aktiv/passiv: Fokus Innenrotation (schmerzhaft + eingeschränkt = hochverdächtig)

    - DD mitdenken:

    - Trochanterlateraler Schmerz → eher trochantäres Schmerzsyndrom

    - Radikulär/neurologisch → LWS abklären

    Diagnose bleibt klinisch-radiologisch (Symptome + Funktion + Bildgebung).


    🩻 Diagnostik

    Röntgen Standard:

    - Becken a.p. + axiale Hüftaufnahme

    - Zeichen: Gelenkspaltverschmälerung, subchondrale Sklerose, Geröllzysten, Osteophyten, Deformierungen

    MRT: nur bei DD (Femurkopfnekrose, Tumor, Stressfraktur, Entzündung).

    Labor: kein Arthrosemarker; wichtig bei Verdacht auf sekundäre/entzündliche/infektiöse/metabolische Ursachen.


    🧠 Therapieprinzip

    Indikation richtet sich nach Symptomen, Funktion, Leidensdruck (nicht nach „Röntgengrad“ allein).


    🏃 Konservativ: Basismaßnahmen

    - Gewichtsreduktion (wenige kg können relevant sein)

    - Dosierte Aktivität statt Schonung: Radfahren, Schwimmen/Aquajogging, Muskeltraining

    - Physio/Bewegungstherapie; Wärme bei Verspannung, Kälte bei Reizung

    - Hilfsmittel: Gehstock kontralateral (entlastet deutlich)


    🧾 Take-home

    - Leistenschmerz + eingeschränkte Innenrotation → an Hüfte denken

    - Beschwerden ≠ Röntgenbefund: klinisch führen

    - Konservativ heißt: Bewegung, Gewichtsreduktion, Physio, Hilfsmittel + rationale Analgesie

    - NSAR nur mit Risiko-Check (GI/Niere/KV/Medikation)

    - Nach Hüft-TEP: Frühmobilisation, Thrombose- und Luxationsprophylaxe sind Schlüsselpunkte

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    31 mins
  • Arthrose
    Mar 24 2026

    🎯 Kernbotschaft

    - Arthrose = aktive, multifaktorielle Erkrankung des „Gelenkorgans“

    - Therapie richtet sich nach Symptomen/Funktion – nicht nach dem Röntgenbild

    - Früh, individualisiert, konservativ beginnen: Aufklärung, Bewegung, Gewichtsreduktion


    🧠 Definition & Pathophysiologie

    - Fehlregulierte Reparatur + proinflammatorische Signalwege → Chondrozyten-Stress, Matrixabbau

    - Betroffen: Knorpel, subchondraler Knochen, Synovia, Kapsel, Bänder, Muskulatur

    - Klinik korreliert oft schlecht mit Radiologie


    ⚠️ Risikofaktoren

    - Alter, weiblich/postmenopausal, Genetik

    - BMI↑/metabolisches Syndrom, Malalignment (Varus/Valgus), Trauma/intraartikuläre Schäden

    - Muskelschwäche, präarthrotische Deformitäten (FAI, Dysplasie, Genu varum/valgum, Handwurzelkollaps)

    - Möglicher Einfluss: Vitamin‑D‑Mangel


    📊 Epidemiologie

    - Häufigste Gelenkerkrankung; hohe Krankheitslast und -kosten → Prävention/Frühtherapie zentral


    🧩 Schmerzmechanismen

    - Überwiegend nozizeptiv; oft neuropathische Anteile/Zentralisierung

    - Konsequenz: multimodale Analgesie bei Mischschmerz


    🩺 Klinik

    - Belastungs- und Anlaufschmerz, später Ruhe-/Nachtschmerz

    - Steifigkeit nach Inaktivität, Schwellung, Krepitation, Instabilität

    - Aktivierte Arthrose = lokaler entzündlicher Schub


    🔎 Diagnostik

    - Anamnese: Belastungen, Verletzungen, Familie, Komorbiditäten, Medikation

    - Untersuchung: Palpation, ROM aktiv/passiv, Achse, Instabilität, Muskelfunktion

    - Labor i. d. R. unauffällig; CRP/BSG moderat↑ bei Aktivierung

    - Red Flags: heißes, stark schmerzhaftes Gelenk ± Fieber → sofortige Punktion (Infekt/Kristalle ausschließen)


    🖼️ Bildgebung

    - Röntgen (Knie im Stand): Spaltverschmälerung, subchondrale Sklerose, Osteophyten (Kellgren‑Lawrence)

    - MRT bei unklarem Röntgen/Differenzialdiagnosen; Sono für Erguss/Synovitis und Injektionen; CT präop/knöchern


    🧮 Monitoring

    - WOMAC (Schmerz, Steifigkeit, Funktion); NRS für Schmerz; funktionelle Ziele definieren


    🏃‍♀️ Basistherapie

    - Aufklärung: Bewegung ist antientzündlich, verbessert Knorpelmilieu

    - Training: Kraft (Quadrizeps, Gluteus, Hüftabduktoren), neuromuskulär; Ausdauer (Rad, Schwimmen, zügiges Gehen)

    - Gewichtsreduktion: Ziel 5–10 % → Schmerz↓, Funktion↑


    🛠️ Hilfsmittel & Alltag

    - Gehstock kontralateral; lateraler Keil (Varusgonarthrose), entlastende Orthesen selektiv

    - Hallux rigidus: rigide Sohle/Abrollhilfe; Rhizarthrose: Daumenorthese


    💊 Pharmakotherapie

    - Topisch 1. Wahl (Knie/Hand): Diclofenac‑Gel 1 % 2–4 g 3–4×/d; Ibuprofen/Ketoprofen topisch ähnlich

    - Capsaicin 0,075 % 3–4×/d (wirkt nach 2–4 Wo.)

    - Oral bei Bedarf/tiefen Gelenken:

    - Ibuprofen 400–800 mg alle 8 h (max. 2.400 mg/d)

    - Naproxen 250–500 mg 2×/d (kardiovaskulär neutraler)

    - Etoricoxib 60–90 mg 1×/d (Vorsicht CV-Risiko)

    - GI‑Schutz: PPI z. B. Omeprazol 20 mg 1×/d

    - Paracetamol: 500–1.000 mg bis 3×/d (max. 3 g; begrenzte Wirksamkeit)

    - Neuropathische Komponente: Duloxetin 30→60 mg/d

    - Opioide (z. B. Tramadol) nur kurzzeitig überbrückend; Absetzplan, Sturz-/GI‑Risiken beachten


    💉 Injektionen

    - Kortikosteroid (aktivierte Arthrose, v. a. Knie): Triamcinolon 20–40 mg IA; strikt aseptisch; ≤3–4/Jahr/Gelenk

    - Hüfte bildgestützt (Sono/Fluoro)

    - Hyaluronsäure: Wirkung inkonsistent; klare Zielsetzung/Reevaluation

    - PRP: heterogene Evidenz; Supplemente (Glukosamin/Chondroitin) höchstens kleine Effekte → Probezeit definieren


    🎯 Verlaufsziele

    - Konkrete Targets: Treppen, Gehminuten, ROM

    - Regelmäßige Reevaluation (WOMAC/NRS); Maßnahmen an Phase anpassen (nicht aktiviert/aktiviert/dekompensiert)


    ✅ Take‑Home

    - Behandle die Beschwerden, nicht das Röntgenbild.

    - Bewegung, Muskelaufbau, Gewichtsreduktion sind die Basis.

    - Topische NSAR zuerst; systemisch dosiert und befristet; Injektionen als Brücke.

    - Denke an nozizeptiven UND neuropathischen Schmerz – multimodal planen.

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    22 mins
  • Tuberkulose
    Mar 23 2026

    Tuberkulose

    Inhalte der Folge:

    • Mycobacterium tuberculosis als säurefestes, langsam wachsendes Stäbchen mit intrazellulärem Überleben in Makrophagen

    • Granulombildung mit verkäsender Nekrose als Ausdruck der zellvermittelten Immunantwort

    • Primär- und Reaktivierungstuberkulose mit typischen Begriffen wie Ghon-Herd, Ranke-Komplex und Assmann-Frühinfiltrat

    • Leitsymptome: Husten, B-Symptomatik, Hämoptysen und typische Oberlappenmanifestation bei Reaktivierung

    • Wichtige extrapulmonale Formen, z. B. Meningitis, Spondylitis, Perikarditis und Urogenital-TB

    • Diagnostik immer zweigleisig: Bildgebung plus direkter Erregernachweis

    • Bedeutung von 3 Morgen-Sputen, Mikroskopie, Kultur und PCR

    • IGRA/THT nur für Immunnachweis, nicht zum Beweis aktiver TB

    • Sofortige Isolation bei Verdacht auf offene Lungentuberkulose

    • Standardtherapie der sensiblen TB: 2 Monate HRZE, gefolgt von 4 Monaten HR

    • Relevante Nebenwirkungen und Interaktionen, vor allem unter Rifampicin

    • Besonderheiten bei latenter TB und MDR/RR-TB



    Take-home-Messages:


    • Aktive TB wird nicht durch IGRA bewiesen, sondern durch direkten Erregernachweis.

    • Gute Probengewinnung ist entscheidend.

    • Rifampicin-Interaktionen muss man aktiv mitdenken.

    • MDR- oder Rifampicin-resistente TB gehört ins Spezialzentrum.


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    25 mins
  • IgA-Vaskulitis
    Mar 19 2026

    🎙️ Episode: IgA‑Vaskulitis (Purpura Schönlein‑Henoch)

    Kurz, praxisnah: Häufigste Vaskulitis im Kindesalter. Leitsymptom tastbare Purpura, Management entscheidet sich an Bauch und Nieren.


    🧠 Kernaussagen

    • Tastbare Purpura/Petechien an Unterschenkeln und Gesäß sind obligat.

    • Diagnose klinisch; Urinstatus und Blutdruck immer initial und im Verlauf.

    • Bauchschmerzen/Hämatochezie → Invagination ausschließen (SOFORT-Sono).

    • Nierenbeteiligung bestimmt Prognose und Therapieintensität.

    • Meist selbstlimitierend; Steroide gezielt bei starker GI‑, Skrotal‑ oder Nierenbeteiligung.


    🔬 Pathophysiologie

    • IgA‑Immunkomplexe → leukozytoklastische Vaskulitis kleiner Gefäße, Komplementaktivierung.

    • Trigger meist Infekt der oberen Atemwege; seltener Medikamente; genetische Faktoren.


    📊 Epidemiologie

    • Kinder 2–10 J., Jungen > Mädchen; häufigste Vaskulitis dieser Altersgruppe.

    • Beginn Tage/Wochen nach Infekt.


    🩺 Klinik

    • Haut: tastbare Purpura/Petechien (Streckseiten Beine, Gesäß); selten bullös, Kokarden, Nekrosen.

    • Gelenke: arthralgiforme/arthritisähnliche Beschwerden (Sprung‑, Knie), nicht destruierend.

    • GI: kolikartige Schmerzen, ÜE/Erbr., Hämatochezie; Invagination denken!

    • Niere: Mikro-/Makrohämaturie, Proteinurie, Ödeme, Hypertonie; ggf. RPGN.

    • Selten: Skrotalödem/Orchitis/Hodentorsion (DD!), pulmonale Hämorrhagie, ZNS‑Vaskulitis, Perikarditis.


    🧪 Diagnostik

    • Klinische Diagnose: Purpura + (Bauchschmerz ODER akute Arthralgie/Arthritis ODER renale Beteiligung ODER typische Biopsie).

    • Basis: körperlich, Haut/Gelenke, BB, CRP/BSG; Urinstatus (Mikro-/Proteinurie), Blutdruck.

    • Renal erweitert: Kreatinin/Cystatin C, Albumin/Elektrolyte, eGFR; Protein‑/Albumin‑Kreatinin‑Quotient.

    • Bildgebung symptomorientiert: Abdomen‑Sono (Invagination), Hoden‑Sono (Torsion), Thorax‑Röntgen/CT, EEG/MRT bei Neuro.

    • ANA/ANCA bei atypischem Verlauf; Biopsie bei atypischer Haut, unklarer Dynamik oder signifikanter Nephritis.


    🧯 Differenzialdiagnosen

    • ITP, vWS, Sepsis/DIC, HUS, ANCA‑assoziierte Vaskulitiden.

    • Bei Kokarden: EEM, urtikarielle Vaskulitis, akutes hämorrhagisches Ödem (Säuglinge).

    • Gerinnungsscreen (PT/INR, aPTT).


    ⚠️ Red Flags

    • Purpura + kolikartige Bauchschmerzen/Hämatochezie → Abdomen‑Sono sofort.

    • Purpura + Makrohämaturie/Proteinurie/Hypertonie → heute Urin quantifizieren, RR messen, Verlauf planen.

    • Akute testikuläre Schmerzen → Torsion ausschließen.

    • Dyspnoe/Hämoptoe, Neuro‑Ausfälle → zeitnahe Abklärung.


    📈 Follow‑up

    • Urinstatus + Blutdruck monatlich für 6 Monate.

    • ~1/3 Rezidive (meist mild); jede Episode → erneut Urin/RR.

    • Nephro‑Mitbetreuung: persistierende Proteinurie, wiederholte Makrohämaturie, steigender RR, eGFR‑Abfall.

    • Familienwarnzeichen: zunehmende Bauchschmerzen, blutiger Stuhl, dunkler Urin, Gesichtsödem, Kopfschmerzen/Sehstörungen.


    🛠️ Praxis‑Tipps

    • NSAR nur bei guter Hydrierung und ohne Nieren/GI‑Beteiligung.

    • Unter ACE‑Hemmer/ARB: Kalium/Kreatinin kontrollieren, RR dokumentieren.

    • Steroid‑Aufklärung: Appetit, Stimmung, Schlaf; Magenschutz erwägen.

    • Klare Rückkehrkriterien und Terminplan mitgeben.

    • Dosierungen lokal prüfen/gewichts‑ und altersgerecht anpassen.

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    20 mins
  • Thrombozytopenien
    Mar 18 2026

    🎙️ Thema

    Thrombozytopenie: praxisnahe Einschätzung, Diagnostik und Therapie – inkl. Dosierungen.


    📉 Schwellenwerte & Blutungsrisiko

    - ≥100.000/µl: meist unproblematisch

    - 50–100.000/µl: Blutung bei Trauma/Eingriffen möglich

    - 30–50.000/µl: petechiale/Schleimhautblutungen häufiger

    - <30.000/µl: spontane Schleimhautblutungen

    - Vital bedrohend: lebensgefährliche Lokalisation (z. B. ZNS, Lunge, große Muskelkompartimente) – sofort handeln

    - <10–20.000/µl: hohes Spontanblutungsrisiko


    🧪 Diagnostik-Checkliste

    - EDTA-Pseudothrombozytopenie ausschließen: Citrat/Heparin-Röhrchen + Blutausstrich (Aggregatprüfung)

    - Ausstrich: Fragmentozyten → TMA (TTP/HUS) denken

    - Ursachen: Infektionen (inkl. HIV), Medikamente, Alkohol, Leber/Hypersplenismus, hämatol. Neoplasien, DIC, HIT Typ II

    - HIT: Heparin sofort stoppen, alternativer Antikoagulans (z. B. Argatroban, Fondaparinux)


    🩸 Akutmanagement Blutung

    - Lokal: Druck, Tamponade, Adrenalin-Tupfer (Epistaxis), Zahnarzt bei Gingiva

    - Tranexamsäure: p.o. 500–1.000 mg 3–4×/d; i.v. 1 g, dann 1 g alle 8–12 h; Menorrhagie: 1.000 mg 3–4×/d während Mens; Mundspülung 5 % mehrfach täglich (ausspucken)


    🧬 ITP – Basis

    - Kinder: meist gutartig, häufig Spontanremission (≈90 % in 12 Monaten); Therapie zurückhaltend, symptomorientiert

    - Indikationen zur Therapie: relevante Schleimhautblutung, deutliche Einschränkung


    💊 ITP – Erstlinie (Dosierungen)

    - Prednison/Prednisolon: 1–2 mg/kg/d für 5–7 Tage, dann zügiges Ausschleichen in 1–2 Wochen

    - Dexamethason (Erw./Jugendliche): 40 mg 1×/d für 4 Tage (pulsweise, repetierbar)

    - Schwerblutung: Methylprednisolon 1 g i.v. täglich ×3

    - IVIG: 1 g/kg einmalig (ggf. Wiederholung am Folgetag) ODER 0,4 g/kg über 3–5 Tage (Wirkbeginn meist 24–48 h)


    🧯 Thrombozytentransfusionen & Eingriffe

    - Prophylaxe bei stabilen, nicht blutenden Pat.: meist erst <10.000/µl

    - Kleine Eingriffe: oft ≥50.000/µl ausreichend

    - Neuro-/okuläre Hochrisiko-Eingriffe: eher nahe 100.000/µl

    - ITP mit lebensbedrohlicher Blutung: sofort Steroide + IVIG; Thrombozytenkonzentrat nach Start der Therapie geben, klinische Wirkung zählt

    - SOPs prüfen, Hämatologie einbinden


    💊 Medikation & Prozeduren

    - Gerinnungsaktive Medis prüfen/anpassen: Antikoagulanzien, Thrombozytenhemmer, NSAR (Ibuprofen, Diclofenac) meiden

    - Schmerz: Paracetamol bevorzugen

    - Keine i.m.-Injektionen bei niedrigen Plättchen; s.c./i.v. wählen


    🚨 Nicht verpassen

    - TTP: Thrombozytopenie + Hämolyse ± Neuro, Fieber, Niere → sofort Plasmaseparation/Plasmapherese; ADAMTS13 abnehmen, nicht abwarten

    - HUS: supportive Therapie; atypisches HUS ggf. Eculizumab

    - DIC: Ursache behandeln, Gerinnung nach Labor/Klinik stabilisieren (oft ICU)

    - HIT Typ II: Heparin sofort stoppen, Alternativantikoagulation


    🤰 Schwangerschaft

    - Gestationsassoziierte Thrombozytopenie: häufig, mild, meist ≥100.000/µl, benign, postpartal rasche Normalisierung

    - Warnzeichen: Blutdruck↑, Proteinurie, Oberbauch-/Kopfschmerzen, Neuro, Hämolyse, Leberenzyme↑ → Präeklampsie/HELLP/TTP ausschließen, interdisziplinär

    - Neuraxiale Anästhesie: oft Ziel ≥70–80.000/µl (lokal variabel)

    - ITP: vorsichtige Steroide/IVIG zur Blutungskontrolle und Eingriffsplanung


    🛠 Unklare Ursache – Vorgehen

    - Blutung kontrollieren, Risiken minimieren (Medis prüfen/absetzen, lokale Hämostase, Tranexamsäure)

    - Bei schwerer Blutung: Druck, Stabilisierung, Volumen, Tranexamsäure, ggf. Fibrinogen/Gerinnungsfaktoren nach Labor, bei vitaler Bedrohung Thrombozytentransfusion + ursachenspezifische Therapie


    ✅ Kernaussagen

    - Schwellen merken: 100k unkritisch; 50k Vorsicht; <30k Schleimhautblutung; lebensbedrohliche Blutung = Notfall

    - EDTA-Pseudothrombozytopenie ausschließen; Ausstrich ansehen

    - TTP/HELLP/HIT nicht verpassen

    - ITP: symptomorientiert; Steroide/IVIG Erstlinie; Tranexamsäure für Schleimhautblutungen

    - Transfusionen restriktiv, Eingriffe individuell planen, SOPs beachten

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    18 mins
  • Sklerosierende Mesenteritis
    Mar 17 2026

    Sklerosierende Mesenteritis (mesenteriale Pannikulitis) – kompakt


    🎯 Kernbotschaften

    - Selten, oft Zufallsbefund; meist selbstlimitierend innerhalb ~2 Jahren

    - Diagnose primär radiologisch (CT-Muster), Malignität aktiv ausschließen

    - Asymptomatisch: keine Therapie, nur Verlauf

    - Symptomatisch: Off-Label-Immunsuppression (Tamoxifen/Colchicin ± Steroid)

    - Niedrige Schwelle zur Biopsie bei Red Flags


    🧬 Definition & Pathophysiologie

    - Idiopathische Autoimmunerkrankung des mesenterialen Fetts

    - Chronische Entzündung, Fettnekrose, Fibrose → verdrängende, teils derbe Fettgewebsmasse


    📈 Epidemiologie & Assoziationen

    - CT-Prävalenz ~0,6–>1%; mittleres Alter ~55 J.; Männer leicht häufiger

    - Assoziationen: metabolisches Syndrom/Adipositas, KHK, Urolithiasis, IgG4-Erkrankung

    - Trigger: Immuncheckpoint-Inhibitoren


    🩺 Klinik

    - Bis zu 60% asymptomatisch

    - Leitsymptom: abdomineller Schmerz (~75% der Symptomatischen)

    - Weitere: Meteorismus, Diarrhö/Obstipation, Übelkeit/Erbrechen, Gewichtsverlust; selten tastbare Resistenz

    - Radiologisches Ausmaß korreliert nicht zwingend mit Symptomen


    🖥️ Bildgebung (CT) – typische Zeichen

    - Unscharf begrenzte, fettreiche, leicht hyperdense Masse im Mesenterium mit Darmschlingenverdrängung

    - Halo-/Fettring-Zeichen um Gefäße/kleine LKs

    - Dünne fibrotische Pseudokapsel

    - Intralesionale LKs <1 cm


    🚩 Malignitäts-Red Flags & DD

    - Spikulierung/Nekrose, invasives Wachstum, grobe Verkalkungen, Retraktion von Darmschlingen

    - LKs >1 cm oder atypische Stationen; PET-SUV ≥~3

    - DD: Lymphom, Peritonealkarzinose, Karzinoid, mesenteriale Fibromatose, enkapsulierende Peritonealsklerose, retroperitoneale Fibrose, Pseudomyxoma peritonei

    - Bei Red Flags: großzügige Biopsie-Indikation


    🧪 Labor & weitere Diagnostik

    - CRP/BSG oft normal, in Aktivität erhöht

    - IgG4 serologisch nur in ~50% erhöht; Organscreening bei Verdacht

    - Interdisziplinär mit Radiologie/Gastro/Onko/Chirurgie abklären


    🧭 Management-Algorithmus

    - Asymptomatisch: keine Therapie; Bildgebung jährlich ×2 Jahre (CT, ggf. MRT bei Jüngeren)

    - Symptomatisch: Off-Label-Immunsuppression zur Symptomkontrolle


    🛡️ Supportiv

    - Analgesie: Paracetamol bis 3 g/d; bei Spasmen Butylscopolamin

    - Unter Steroiden: PPI bei GI-Risiko; Ca/Vit-D, Blutzucker-Kontrollen, Osteoporoseprophylaxe nach Risiko


    🔪 Chirurgie

    - Nur bei persistierender/rezidivierender mechanischer Obstruktion (Subileus/Ileus) trotz konservativer Therapie

    - Ziel: Engstellenlösung, nicht Komplettresektion des Mesenteriums


    ⚠️ Komplikationen

    - Subileus/Ileus, Mesenterialischämie, venöse Thrombosen/Lungenembolie

    - Exsudative Enteropathie (Proteinverlust), Nierenfunktionsverschlechterung

    - Infektionen bis Sepsis (bei starker Aktivität/Immunsuppression)


    🔍 Follow-up

    - Asymptomatisch: jährliches Bild (CT/MRT) ×2 Jahre

    - Symptomatisch: klinisch/Labor alle 4–8 Wo. zu Beginn; CT nach 3–6 Mon.; bei Stabilität danach jährlich bis 2 Jahre

    - Warnzeichen für Re-Abklärung/Biopsie: Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Fieber, progrediente Schmerzen, anhaltende Diarrhö, Blutungen, neue Lymphadenopathie, auffällige PET


    🔮 Prognose

    - Meist Stabilisierung innerhalb ~2 Jahren; insgesamt gute Aussichten

    - Etwas erhöhtes Lymphomrisiko beachten → saubere Erstdiagnose und niedrige Schwelle zur erneuten Abklärung bei Klinikwechsel

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    17 mins
  • Zöliakie
    Mar 16 2026

    🎯 Kernbotschaften

    - Diagnostik nur unter glutenhaltiger Ernährung

    - Gesamt-IgA immer mitbestimmen (IgA-Mangel = Fallstrick)

    - Lebenslange, strikt glutenfreie Diät → beste Therapie, normalisiert auch EATL-Risiko


    🧬 Genetik & Pathophysiologie

    - HLA-DQ2/DQ8 fast immer vorhanden (DQ2 >90 %, DQ8 5–10 %)

    - tTG deamidiert Gliadin → Präsentation über HLA-DQ2/8 → T‑Zell-Aktivierung, Autoantikörper (Anti‑tTG, Anti‑EmA, Anti‑dGP)

    - Histologie: Zottenatrophie, Kryptenhyperplasie, Bürstensaum-Verlust

    - ATIs (Amylase‑Trypsin‑Inhibitoren) verstärken angeborene Immunantwort


    🩺 Klinik

    - Gastrointestinale Symptome: Diarrhö/Steatorrhö, auch Obstipation, Übelkeit, Meteorismus

    - Malabsorption: Eisenmangel, Folsäure-/Vitamin‑B12‑Mangel, Vit‑D/Calcium‑Mangel, Osteoporose

    - Extraintestinal: erhöhte Transaminasen, Neuropathie/Ataxie, kognitive/psychische Symptome

    - Dermatologisch: Dermatitis herpetiformis Duhring

    - Assoziationen: DM1, Autoimmunthyreoiditis, Autoimmunhepatitis, Trisomie 21, Ullrich‑Turner, mikroskopische Kolitis

    - Kinder: Gedeihstörung, Wachstumsretardierung, voluminöse übelriechende Stühle


    🧪 Diagnostik (unter Gluten!)

    - Serologie: Anti‑tTG‑IgA + Gesamt‑IgA

    - Bei IgA‑Mangel: Anti‑tTG‑IgG oder Anti‑dGP‑IgG

    - Bestätigung: Anti‑EmA (v. a. bei hohen Titern/biopsiefreier Pädiatrie)

    - Goldstandard: ÖGD mit multiplen Duodenalbiopsien (≥6, inkl. Bulbus), Marsh‑Klassifikation

    - Kinder biopsiefrei möglich: Anti‑tTG‑IgA ≥10× ULN + positives Anti‑EmA‑IgA in 2. Probe


    🧬 HLA-Testung

    - HLA‑DQ2/DQ8 negativ: Zöliakie sehr unwahrscheinlich (hoher NPV)

    - Positiv: nicht beweisend; nützlich bei Angehörigen/unklarer Anamnese


    🥖 Glutenbelastung (bei vorab glutenfreier Diät)

    - Ziel: 6–18 g Gluten/Tag ≙ ca. 2–4 Scheiben Brot/Tag

    - Dauer: ≥4, besser 8–12 Wochen

    - Antikörper vor Start und unter Belastung; Biopsie bei starken Beschwerden früher möglich


    🧪 Basislabor bei Erstdiagnose

    - Blutbild, Ferritin, Folsäure, Vitamin‑B12, Vit‑D, AP, Leberenzyme, Nüchternblutzucker, Zink, TSH; ggf. Calcium/Parathormon

    - Dokumentation (z. B. Zöliakie‑Pass)


    🔍 Differenzialdiagnosen

    - IgE‑vermittelte Weizenallergie (inkl. WDEIA; Allergen Tri a 19)

    - Nicht‑Zöliakie‑Weizensensitivität (ATIs, FODMAPs/Fruktane)

    - Giardiasis, Morbus Whipple, tropische Sprue

    - Sekundärer Lactasemangel (reversibel unter GFD)


    🍽️ Therapie – strikt glutenfrei, lebenslang

    - Kein Weizen/Roggen/Gerste; Hafer nur zertifiziert glutenfrei

    - Versteckte Quellen: Panaden, Fertigsoßen, Wurst, Bier, Kreuzkontamination (Toaster/Oberflächen)

    - Antikörper fallen i. d. R. in 3–12 Monaten; Symptome bessern oft in Wochen


    📉 Mangelzustände behandeln

    - Eisen: bevorzugt oral; alternativ i. v. bei Bedarf

    - Folsäure, Vitamin‑B12: gezielt substituieren

    - Vitamin‑D + Calcium; Zink bei klinischem Verdacht

    - Temporär laktosearm bei sekundärem Lactasemangel


    📊 Nachsorge

    - 3–12 Monate nach Start GFD: Anti‑tTG, Klinik, Gewicht; dann jährlich

    - Knochendichte: Risikopatienten oder ≥50 J.; ggf. 12–18 Monate nach Diagnose

    - Histologische Heilung dauert länger als Serologie; Routine‑Re‑Biopsie nicht nötig bei gutem Verlauf


    ⚠️ Nichtansprechen & refraktäre Zöliakie

    - Zuerst: Diätfehler/Komorbiditäten (mikroskopische Kolitis, Pankreasinsuffizienz, SIBO, IBS) ausschließen

    - Refraktär: Malabsorption + Zottenatrophie trotz ≥12 Mon. GFD; Typ 1 (benigner), Typ 2 (klonale T‑Zellen, EATL‑Risiko)

    - Therapie: Ernährung (oligopeptidbasiert), Budesonid; Typ 1: Azathioprin/Methotrexat; Typ 2: onkologische Konzepte (z. B. CHOP, ggf. autologe SZT). Zentrumsfall


    💡 Praxis-Tipps

    - Früher Zöliakie‑Check bei unklarer Eisenmangelanämie

    - Aufklärungssatz: „Bitte Ernährung bis Abschluss der Diagnostik nicht umstellen – wir brauchen Gluten für verlässliche Tests.“

    - Erstes Follow‑up nach 3–6 Monaten planen (Anti‑tTG, Mangelparameter, Gewicht; ggf. Knochendichte)

    - Immer Gesamt‑IgA mitbestimmen, IgA‑Mangel bedenken

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    25 mins