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By: Der Podcaster Bandi Koeck
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Deine Geschichte bewegt: Geschichten verbinden uns, berühren unsere Herzen und schaffen unvergessliche Momente. Jeder von uns trägt eine einzigartige Geschichte in sich – vielleicht eine lustige Anekdote, eine bewegende Begegnung oder ein Erlebnis, das das Leben verändert hat. Hast du auch so eine besondere Geschichte, die du mit anderen teilen möchtest? Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, zum Lachen bringt oder einfach nur gut unterhält? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir glauben fest daran, dass geteilte Geschichten doppelte Freude bereiten. Sie schaffen Verbindungen zwischenDer Podcaster Bandi Koeck Social Sciences
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  • Der Macher des Landesspiegels - Gregor Meier
    Feb 17 2026

    Gregor Meier – Der Antreiber hinter dem Landesspiegel

    Gregor Meier gehört zu jenen Persönlichkeiten, die sich in der kleinen Medienlandschaft Liechtensteins schnell einen Namen gemacht haben. Der politisch interessierte Jurist betreibt seit knapp drei Jahren mit landesspiegel.li eine eigenständige Online-Zeitung, die sich als journalistische Alternative und Ergänzung zu den etablierten Medien versteht.

    Sein Einstieg in die Branche war ungewöhnlich: Ohne klassische journalistische Ausbildung nutzte Meier das Ende der traditionsreichen ältesten Tageszeitung des kleinen Fürstentums, dem renommierten „Volksblatt“, als Gelegenheit, eine publizistische Lücke zu schließen. Der Landesspiegel ging genau an jenem Tag online, an dem die letzte Ausgabe erschien – ein symbolischer Moment, der den Anspruch unterstrich, weiterhin kritische Berichterstattung zu bieten.

    Meiers Zugang zum Journalismus ist stark von seinem politischen Interesse geprägt. Inhaltlich dominieren daher innenpolitische Themen, ergänzt durch internationale Beobachtungen, etwa von Konferenzen oder diplomatischen Veranstaltungen. Sein Selbstverständnis zielt auf Hintergrundarbeit, Gespräche mit Entscheidungsträgern und eigene Recherche statt reiner Wiedergabe von Presseaussendungen und Medienmitteilungen.

    Diese Herangehensweise verschafft ihm Sichtbarkeit, aber auch Kritik – insbesondere von klassischen Medien, die seine fehlende formale Journalistenausbildung gelegentlich infrage stellen. Meier selbst betont dagegen die Bedeutung von Fachwissen, etwa juristischer und wirtschaftlicher Zusammenhänge, für fundierte Berichterstattung.

    Ein zentraler Konflikt in seiner bisherigen Laufbahn betrifft die staatliche Medienförderung. Der Landesspiegel erhielt zunächst Unterstützung, fiel nach einer Gesetzesänderung jedoch aus dem Förderregime. Meier kritisiert die Kriterien als unausgewogen und sieht darin ein strukturelles Problem für Medienvielfalt.

    Für ihn steht weniger der persönliche Nachteil im Vordergrund als die grundsätzliche Frage nach fairen Rahmenbedingungen. Seine Position: Entweder gleiche Unterstützung für vergleichbare Angebote oder ein System, das ganz ohne Subventionen auskommt.

    Wer die politische und gesellschaftliche Szene Liechtensteins beobachtet, begegnet Meier häufig. Er gilt als ausgesprochen präsent, besucht Veranstaltungen quer durch Politik, Kultur und Wirtschaft und versucht, überall Informationen aus erster Hand zu sammeln.

    Diese Omnipräsenz spiegelt auch seine Arbeitsweise wider: Der Landesspiegel ist weitgehend ein Ein-Mann-Projekt, das durch effiziente Organisation, digitale Tools wie Künstlicher Intelligenz und persönliche Netzwerke funktioniert. Parallel engagiert sich Meier auch beim einzigen Fernsehsender Liechtensteins, 1FLTV und steht teilweise vor sowie hinter der Kamera.

    Sein Interesse an medienpolitischen Fragen zeigt sich auch institutionell. Vor Kurzem wurde Meier in den Vorstand des Internationaler Liechtensteiner Presseclub (kurz LPC) gewählt, nachdem er bereits zuvor aktives Mitglied war. Dort möchte er nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit innerhalb der Branche stärken und den Austausch zwischen Journalisten fördern.

    Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten verfolgt Meier das Ziel, den Landesspiegel langfristig zu etablieren. Eine Teilanstellung bei 1FLTV sorgt für finanzielle Stabilität, während er gleichzeitig am Ausbau seines Online-Mediums arbeitet.

    Sein Profil vereint Idealismus – den Anspruch auf unabhängige Berichterstattung – mit pragmatischen Lösungen, um ein kleines Medienprojekt am Leben zu halten. Damit verkörpert er einen neuen Typus von Medienmacher im Kleinstaat: flexibel, vernetzt und stark persönlich geprägt.

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    14 mins
  • Die vegane Yogalehrerin - Heike Leuchter
    Feb 11 2026

    Wer die Praxis im Schwarzwidaweg 4 in 6800 Feldkirch-Nofels betritt, spürt sofort eine besondere Atmosphäre. Helle Räume, der Blick hinaus ins Ried, Stille, Weite – und eine Gastgeberin, die mit ruhiger Präsenz empfängt. Heike Leuchter verbindet in ihrer Arbeit psychosoziale Beratung, Supervision, Yoga, Humanenergetik und pädagogische Erfahrung zu einem ganzheitlichen Angebot, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspricht.

    Heike Leuchters beruflicher Weg begann im Schulwesen. Als ausgebildete Mittelschullehrerin unterrichtete sie viele Jahre mit Begeisterung unter anderem Englisch, Biologie und Sport. Bildung bedeutete für sie stets Freiheit – die Möglichkeit, selbstbestimmt zu denken und zu handeln. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war für sie ein wertvolles Lernfeld, geprägt von Begegnungen, Entwicklung und gegenseitiger Inspiration.

    2018 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Entscheidung war kein Bruch, sondern eine Weiterentwicklung. Die pädagogische Grundhaltung – Menschen achtsam zu begleiten, Potenziale zu erkennen und zu fördern – bildet bis heute das Fundament ihrer Arbeit.

    Yoga begleitet Heike seit ihrer Jugend. Mit 18 Jahren, in einer Phase starker innerer Anspannung vor der Matura, suchte sie nach Ruhe und Orientierung. In einem Yogakurs fand sie, was sie suchte: Zentrierung, Rückverbindung zu sich selbst und eine Methode, Spannungen loszulassen.

    Was damals begann, wurde zu einem lebenslangen Weg. 2010 schloss sie ihre Yogalehrerausbildung ab. Für sie ist Yoga weit mehr als körperliche Übung. Die Asanas und Pranayamas – die Körper- und Atemübungen – dienen als Zugang zur inneren Balance. Sie beruhigen Geist und Nerven, vertiefen den Atem, fördern Kreislauf und Stoffwechsel und stärken die Selbstwahrnehmung.

    Im Zentrum steht die Idee der Rückverbindung: Yoga bedeutet, wieder bei sich selbst anzukommen. Prägungen, Konditionierungen und Spannungsmuster dürfen sich lösen, damit der eigene Wesenskern – das „goldene Ei“ der Yogaphilosophie – wieder sichtbar wird.

    Auszeiten führten Heike nach Indien, Nepal und Thailand – Länder, in denen Yoga und spirituelle Traditionen tief verwurzelt sind. In Indien besuchte sie unterschiedlichste Yogastile: von sehr spirituellen, meditativen Formen bis zu dynamischem Ashtanga-Yoga. Diese Erfahrungen stärkten ihr Bewusstsein dafür, dass Yoga überall dort authentisch ist, wo es um innere Entwicklung geht – und nicht um äußere Akrobatik.

    Die Begegnungen mit anderen Kulturen, Landschaften und Lebensweisen vertieften ihr Verständnis für Spiritualität, Achtsamkeit und Einfachheit. Naturerfahrungen – ob im Himalaya oder im heimischen Ried – sind für sie Orte der Rückverbindung.

    In ihrer Praxis kombiniert Heike psychosoziale Beratung mit humanenergetischen Methoden. Klienten kommen mit unterschiedlichsten Anliegen: Stress, innere Unruhe, Entscheidungsfragen, Lebensübergänge oder psychosomatische Beschwerden.

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Regulation des Nervensystems. Atemübungen und körperorientierte Methoden aktivieren den Parasympathikus – den sogenannten Ruhenerv – und unterstützen die Balance des Vagusnervs. Ziel ist es, gespeicherte Spannungen zu lösen, Stress abzubauen und Zugang zu den eigenen Ressourcen zu ermöglichen.

    Heike ist überzeugt: Jeder Mensch trägt großes Potenzial in sich. Manchmal braucht es Raum, Begleitung und geeignete Methoden, um wieder darauf zugreifen zu können.

    Die Natur ist für sie Kraftquelle und Lehrmeisterin. Im Winter findet man sie auf Langlaufskiern, im Sommer auf dem Fahrrad. Mobilität ohne eigenes Auto, bewusste Ernährung und ein achtsamer Lebensstil spiegeln ihre Werte wider.

    Seit ihrem 20. Lebensjahr lebt sie vegetarisch, heute weitgehend vegan – inspiriert vom yogischen Prinzip der Gewaltlosigkeit (Ahimsa). Für sie ist Ernährung Teil einer ethischen und gesundheitlichen Gesamthaltung.

    Im Zentrum ihres Wirkens steht eine klare Vision: Menschen zu mehr Energie, Selbstbestimmung und ganzheitlicher Gesundheit zu führen.

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    23 mins
  • Der Überlebende zweier Konzentrationslager - Ivan Lefkovits
    Jan 28 2026

    Ivan Lefkovits ist fast 90 Jahre alt. Ein Mann mit ruhiger Stimme, klarem Blick und einer Geschichte, die kaum auszuhalten ist – und gerade deshalb erzählt werden muss. Er gehört zu jener immer kleiner werdenden Gruppe von Menschen, die das Unvorstellbare überlebt haben. Nicht als Symbol, sondern als Mensch. Als Kind.

    Geboren 1937 in der damaligen Tschechoslowakei, wurde seine Kindheit jäh beendet, als er 1944 gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder deportiert wurde. Ravensbrück, ein Lager primär für Frauen, ein Ort des Schreckens, folgte. Dort verlor er seinen Bruder und erzählt auf die Frage von Bandi Koeck - und nicht vor Schülern - wie genau sein sechs Jahre älterer Bruder qualvoll aus dem Leben schied. Später folgte der Todesmarsch bis zum Konzentraionslager Bergen-Belsen. Er überlebte diesen nur, weil ihn eine andere Frau auf dem Rücken trug. Hunger, Kälte, Entmenschlichung – und ein Durst, den er bis heute als schlimmer als alles andere beschreibt. Elf Tage lang kein Wasser nach der Befreiung, denn die SS-Wachen ließen alle Wasserleitungen explodieren, als sie vor den heranrückenden Alliierten flohen. Wer das hört, begreift, wie nah Leben und Tod beieinanderlagen.

    Und doch überlebten er und seine Mutter wie durch ein Wunder – als Einzige der gesamten Familie.

    „Meine Mutter hat mich in Ravensbrück sehr geschützt.
    Sie machte Extrakommandos für eine zusätzliche Portion Suppe, die sie mir dann gab. Ich habe Lesen und Schreiben, das ganze Einmaleins unter schlimmsten Umständen gelernt. Meine Mutter hat gesagt:
    ‹Das wirst du in deinem Leben noch brauchen.›
    Das war magisch. Das hiess, du wirst überleben.“

    Ivan Lefkovits

    Was Ivan Lefkovits von vielen unterscheidet, ist nicht nur seine Geschichte, sondern seine Haltung. Hass und Rache sind für ihn kein Thema. Nicht aus Vergessen, sondern aus bewusster Entscheidung. Er spricht nicht anklagend, sondern mahnend. Nicht laut, sondern eindringlich. Seine Mutter lenkte ihn im Lager mit Mathematikaufgaben ab – vielleicht der erste Keim für jenen Weg, den er später einschlagen sollte.

    Nach dem Krieg widmete er sein Leben ganz der Wissenschaft. Er wurde ein international anerkannter Immunologe, gründete in Bern ein weltbekanntes Institut, sprach bei der UNO und forschte an den Grundlagen des Lebens. Er wollte nicht auf seine Opferrolle reduziert werden. Erst spät begann er, über den Holocaust zu sprechen – bewusst getrennt von seiner wissenschaftlichen Arbeit. Heute weiss er: Das Erzählen ist notwendig.

    Wenn er vor Jugendlichen spricht, geschieht etwas Besonderes. Geschichte wird greifbar. Zahlen bekommen Gesichter. Leid bekommt eine Stimme. Und Hoffnung eine Form. Lefkovits appelliert nicht mit erhobenem Zeigefinger. Er fordert Achtsamkeit, Gespräch, Menschlichkeit. Er weiß, wie zerbrechlich Zivilisation ist.

    Sein Leben ist ein Beweis dafür, dass Überleben mehr sein kann als Weiterexistieren. Es kann Verantwortung bedeuten.

    Factbox: Prof. Ivan Lefkovits

    • Geboren: 1937 in Presov, Tschechoslowakei (heutige Slowakei)
    • Holocaust-Überlebender von Ravensbrück, Todesmarsch und Bergen-Belsen
    • Verlust fast der gesamten Familie, Überleben gemeinsam mit der Mutter
    • Renommierter Immunologe, Promotion in Molekularbiologie (arbeitete mit drei späteren Nobelpreisträgern zusammen)
    • Herausgeber des "Immunology Methods Manual", dem Standardwerk für Immunologie
    • Gründer eines international anerkannten Forschungsinstituts in Basel (Basler Institute)
    • Referent bei internationalen Organisationen, unter anderem bei der UNO
    • Setzt sich heute fuer Holocaust-Education und Dialog mit Jugendlichen ein


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    32 mins
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