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Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast

Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast

By: Paul & Hinrich
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Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast Ungefährliches Halbwissen ist der Laberpodcast de luxe, bei dem Abschweifen zur Königsdisziplin erhoben wird. Das Halbwissen der Hosts basiert auf einer Mischung aus Gedächtniskramen und flüchtigen Internetrecherchen – völlig ungefährlich, aber umso unterhaltsamer. Hier gibt es weder einen festen Themenkanon noch ein klares Ziel oder einen stringenten Ablaufplan. Paul und Hinrich, die beiden Hosts, sprechen über alles, was ihnen vor der eigenen Haustür, in Presse, Funk und Fernsehen oder auf Reisen begegnet. Dabei werfen sie sich gegenseitig regelmäßig Themen zu, stets in der bangen Hoffnung, dass das Gegenüber darauf anspringt. An guten Tagen ist das Hören von Ungefährliches Halbwissen wie das Belauschen eines unterhaltsamen, bisweilen anspruchsvollen, fast immer respektvollen und gelegentlich sogar informativen Gesprächs auf einer Party. Die beiden haben zwar versucht, das für sie heikle Thema Fußball zu meiden – scheitern daran aber mit schöner Regelmäßigkeit. Dieser „last missing podcast“ richtet sich an alle, die sich in irgendeiner Zielgruppe zugehörig fühlen. Social Sciences World
Episodes
  • UGHW: Grundformen der Angst
    Jan 7 2026
    Wenn die letzten aufgeweichten Böllerreste durchs Straßenbegleitgrün diffundieren, steht plötzlich Knut vor der Tür. Der Tag, an dem laut IKEA die Weihnachtszeit endet. Seit ein paar Jahren werfen Menschen hierzulande ihre Tannenbäume aus oberen Stockwerken, notfalls aus dafür angemieteten Wohnungen. Haben wir auf TikTok gesehen. Zum Glück wurde die Stille „zwischen den Jahren“ schon vorher mit sinnstiftenden Familienritualen gefüllt. Kaum ist the most wonderful time of the year vorbei, planen wir die schönsten Wochen des Jahres. Das Werbefernsehen hilft: Alles schreit „Hau endlich ab!“. Urlaubsreklame nonstop, dazwischen Ralf Schumacher, der Gebrauchtwagen kauft. Eine Wohltat. 1961 definierte Fritz Riemann in Grundformen der Angst vier Pole der Persönlichkeit. Christoph Thomann machte daraus später ein alltagstaugliches Modell: Distanz, Nähe, Dauer, Wechsel. Ein Koordinatenkreuz für unsere Psyche. Wer Nähe sucht, fürchtet Einsamkeit. Wer Wechsel braucht, hat Bindungsangst. So simpel sind wir gestrickt. Und im Urlaub zeigt sich das alles besonders schön: Wer jedes Jahr in die Vulkaneifel fährt, ist Dauer Nähe Typ. Wer über den Atlantik rudert, Wechsel Distanz Typ. Wer SPARnien frühbucht, tickt anders als jemand, der sein Airbnb erst auf der Anreise bucht. Wir Deutschen verreisen verschieden, aber eines eint uns: Wir lassen uns nicht verarschen. Wenn wir – die Reiseweltmeister – reisen, wollen wir auch so behandelt werden. Wehe, wenn nicht. Dann lernt die Welt das deutsche Reiseverkehrsrecht kennen. Urlaubsort Balearen, Gerichtsstand Düsseldorf. Die heilige Dreifaltigkeit: Mängelanzeige, Dokumentation, Fristen. Baulärm auf Kroatisch heißt građevinska buka, Buffet Frust auf Türkisch Buffet’te yeterince çeşit yoktu. Apropos: Weil Beschweren zum Urlaub gehört, lieben wir Achtung Abzocke. Peter Giesel jagt Rikscha Nepp und gefälschte Balaton Uhren – für uns! Erkenntnisgewinn null, Unterhaltung maximal. Und genau deshalb fahren wir immer wieder hin. Denn mit ADAC, Bild und Reiseverkehrsrecht bleibt die Urlaubsfreude dauerhaft verlängert. Und mit Knut fängt alles an. Dies – und vieles mehr – in Folge 4 von: Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast.
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    1 hr and 13 mins
  • UGHW: Wir striken!
    Dec 17 2025
    „Ein Jahr ist schnell vorüber.“ Da wird ein weises Wort gelassen ausgesprochen. Und es ist ja auch wahr. Sonst hätte es die Münchener Freiheit nicht gesungen. In 45 Folgen haben wir 2025 alles rausgelassen, was uns durch die Köpfe ging. Das war bisher ein wirklich großer Spaß. Wir verabschieden uns in einen kleinen Weihnachtsurlaub. Für dieses Jahr ist alles gesagt. Daher lassen wir andere sprechen. Eventuell nicht über uns, aber wer will da kleinlich sein. Wir hören uns auf der anderen Seite! Neues Jahr, neues Glück. „Wer alles gibt, hat nichts zu bereuen.“ – Philipp Lahm „Wir spielen immer am besten, wenn der Gegner nicht da ist.“ – Otto Rehhagel „Das kann doch wirklich nicht mein Ernst sein.“ – Werner Lorant „Es gibt nur eine Möglichkeit: Vollgas.“ – Jürgen Klinsmann „Wir haben uns vorgenommen, uns nichts vorzunehmen.“ – Lothar Matthäus „Ich habe noch nie jemanden erlebt, der so links war wie er – obwohl er rechts spielt.“ – Berti Vogts „Wir dürfen nicht den Sand ins Getriebe werfen.“ – Karl-Heinz Körbel „Ich weiß, dass ich bald weg bin. Aber noch bin ich nicht weg.“ – Mario Basler „Lebbe geht wieder.“ – Dragoslav Stepanović „Da lach ich mir doch den Arsch ab!“ – Thomas Doll „Ich sage nur ein Wort: Vielen Dank!“ – Horst Hrubesch
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    1 hr and 9 mins
  • UGHW: Filmfest
    Dec 10 2025
    Auch unser Leben bekommt mit Traditionen, Bräuchen und Riten eine Struktur, die wenig aneckt und millionenfach ausprobiert wurde. Wir Deutschen haben, wie jedes andere Volk, unsere eigenen Traditionen ausgebildet. So wird kaum jemand die Reihenfolge Taufe, Konfi, Abiball, Hochzeit, Leichenschmaus durcheinanderbringen. Ob es nun praktiziert wird oder nicht. Wir können es einordnen und darauf rausgeben. Wenn wir wissen, wo es langgeht und alle gehen mit, ist eine Menge geschafft. Kein Fest hat so viele Riten wie Weihnachten. Das Fest der Traditionen. Da gehen wir weit über unsere Schmerzgrenzen. Stichwort: Würstchen mit Kartoffelsalat. „Aber Papa, ich bin Veganer.“ „Nicht heute, Kind. Nicht an Weihnachten!“ Natürlich ist bei Weihnachten inzwischen nicht mehr jeder bibelfest. Fest der Liebe. Ja, ok. Aber warum nun ganz genau ihr Kinderlein in der stillen Nacht, heiligen Nacht zum Oh Tannenbaum oder zur Krippe in Bethlehems Stall kommen sollten, ist nicht mehr ganz klar. Eventuell ist ein Ros entsprungen. Egal. Hauptsache Driving home for Christmas. Yeah! Irgendjemand muss Oma holen. Ich nicht, ich war last Christmas dran. Was aber tun, wenn die organisierte Religion als Eventplaner, als Taktgeber ausfällt? Wer weiß schon noch, dass Christmette recht wenig mit Hackfleisch zu tun hat. Und was, wenn sich im Adventskalender nur 24 köstliche Bierspezialitäten aus aller Welt verstecken? Wer gibt Weihnachten den Sinn, die Struktur? Wie so oft: Das gute alte Fernsehen! Puh. Glück gehabt. Linear und – wir sind bei den Eltern – analog. Eventuell sogar terrestrisch. Zumindest bis wir den Router eingerichtet haben. Wir haben eine große Zahl von Weihnachtsfilmen, die seitens der Rezipienten immer noch ein wenig in Ost und West unterteilt sind. In den frischen Bundesländern ist Aschenbrödel der tradierte Festgottesdienst. Aschenbrödel ist, wenn Tschechen in den 1970ern – als die DDR noch einwandfrei war – im sächsischen Moritzburg Märchenfilme drehen. Und so sieht es dann auch aus. Aber wenn man viele Jahre im Dresdner Stollen verbracht hat, mag man das. Und im Westen? Sissi. Aber da ist jedes Wort zuviel. Keine Sorge, wir haben ja noch ein paar mehr Filme zur Auswahl: Tatsächlich… Liebe, der Grinch, Die Geister, die ich rief, Eine schöne Bescherung, Das Wunder von Manhattan undsoweiterundsoweiter. Das Grundrauschen der klassischen Weihnachtsfilme funkt eigentlich immer auf der gleichen Frequenz: Kaltherzige, egoistische Menschen erfahren rund um das Fest der Liebe unter Zuhilfenahme von reichlich Glöckchenmusik, was Familie, Freundschaft und Zusammenhalt bedeuten. Alle zusammen, alle glücklich. Beim Happy End wird abgeblendet. Das ist wirklich schön! Klingt aber auch ein wenig nach Sozialismus. Apropos Weihnachtsfilme: Wir überwinden ja gerade das postheroische Zeitalter. Daher braucht es Weihnachtsfilme, die andere Werte in den Vordergrund stellen. Grundidee: Weihnachten als individuelle Herausforderung, als Kampf des Einzelnen gegen finstere Mächte. Und Gewalt als Lösung. Klar, es sterben rechts und links ein paar Teilnehmer, aber am Ende steht der Held strahlend unterm Weihnachtsbaum. Versprochen ist versprochen lassen wir in dem Zusammenhang da mal als konsumkritische Komödie durchgehen. Aber bei Tödliche Weihnachten hört der Spaß auf. Und bei Stirb langsam hat er nie angefangen, Schweinebacke. Das sind natürlich keine Filme für die ganze Familie. Also braucht es eine kindgerechte Erzählweise. Und schon ist Kevin allein zu Haus. Die Parallelen zu Stirb langsam sind wirklich verblüffend. Tausche Plastiksprengstoff gegen die Farbeimerschaukel. Uzi gegen Murmeln. Aber sonst? Der Held stemmt sich gegen Schicksal und Schurken. Wenn alles und alle erledigt sind, darf auch die nichtsnutzige Verwandtschaft noch kurz ins Bild. Oh Gott, wir sind filmreif. Frohes Fest! Dies – und vieles mehr – in der 42. Folge von: Ungefährliches Halbwissen – The Last Missing Podcast
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    1 hr and 7 mins
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