OUT OF THE ZNÜNI-BOX Spiel- und Lernprojekte für Kindergarten / Schule cover art

OUT OF THE ZNÜNI-BOX Spiel- und Lernprojekte für Kindergarten / Schule

OUT OF THE ZNÜNI-BOX Spiel- und Lernprojekte für Kindergarten / Schule

By: Andrea Eichmüller Ursula Flammer Petra Mächler
Listen for free

About this listen

Wie sieht ein Unterricht aus, in dem Kinder mitdenken, mitplanen und mitgestalten dürfen? In diesem Podcast spricht Schulleiterin Petra Mächler mit den beiden Kindergartenlehrpersonen Ursula Flammer und Andrea Eichmüller über projektartiges Arbeiten im Zyklus 1. Die beiden bringen konkrete Beispiele aus ihrem Unterricht mit und zeigen, wie sich Spiel- und Lernprojekte lebendig und alltagsnah umsetzen lassen. Im Zentrum steht dabei ein Perspektivenwechsel: weg vom lehrpersonenzentrierten Unterricht – hin zu einer kindzentrierten Lernkultur. Eine Kultur, in der Kinder ernst genommen werden, Verantwortung übernehmen und in einer Umgebung lernen, die an ihren Interessen, Kompetenzen und ihrem Entwicklungsstand anknüpft. Weitere Folgen von "Out of the Znüni-Box" widmen sich Themen wie Willkommensgesprächen, Elternabende, gelingenden Übergängen oder der Präsenz der Lehrperson im Schulalltag. Out of the Znüni-Box – raus aus dem Gewohnten. Auf dem Weg zu einer Schule, die Kinder (und Eltern) stärkt. Relationships Social Sciences
Episodes
  • 32. Neurodiversität – Anders, nicht falsch! Teil2
    Mar 22 2026
    Als Lehrpersonen lohnt es sich, einen genaueren Blick auf Neurodiversität zu werfen, also darauf, dass Kinder alle auf ihre eigene Art denken, lernen und reagieren. Wer das versteht, kann Verhalten viel entspannter einordnen und die Kinder passend, respektvoll und unterstützend begleiten. In dieser Folge vertiefen wir das Thema Neurodiversität und richten den Fokus auf den Schulalltag: Wie können unterschiedliche Denk-, Lern- und Wahrnehmungsweisen so berücksichtigt werden, dass möglichst viele Kinder davon profitieren? Wir sprechen darüber, warum Wissen über neurodivergente Kinder für Lehrpersonen zentral ist – und weshalb Haltung oft entscheidender ist als Methode. Denn der Unterschied zwischen „Das Kind will nicht“ und „Das Kind kann gerade nicht“ verändert den gesamten Blick auf Verhalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis von Stress- und Schutzreaktionen (Fight, Flight, Freeze, Fawn) und der Rolle der Amygdala. Wenn wir verstehen, was im Gehirn unter Belastung passiert, wird klar: Verhalten ist oft keine bewusste Entscheidung, sondern eine Reaktion auf Überforderung. Sicherheit, Beziehung und klare Strukturen sind deshalb die Grundlage für Lernen. Wir erzählen, wie der Schulalltag so gestaltet werden kann, dass er Sicherheit gibt statt Stress auszulösen: – klare Start- und Endpunkte – überschaubare Aufgaben („Mini-Missionen“) – transparente Strukturen – Sprache, die unterstützt statt beschämt – und: Bewegung als Form der Selbstregulation Unser Fazit: Ein Schulalltag, der auf neurodiverse Kinder abgestimmt ist, hilft nicht nur einzelnen, sondern allen. Wenn wir Unterschiede als normal betrachten, entsteht ein Lernumfeld, in dem Kinder sich sicher fühlen und ihr Potenzial entfalten können. Anders sein ist nicht falsch – anders ist normal. Buch: „Lily, Ben und Omid – Drei Kinder machen sich auf den Weg, ihren sicheren Ort zu finden“ Hier findest du die passenden Filme dazu und den Erklär-Film von Marianne Herzog: „Was geht in meinem Kopf ab - Psychoedukation über hirnorganische Vorgänge unter Belastung» https://www.marianneherzog.com/filme/ https://share.google/rMdvwFg61nOoZQocN https://www.youtube.com/watch?v=dWEIJrl8fSc Weiterbildung ADHS im Schulkontext: www.andersdenkenhatstil.ch
    Show More Show Less
    57 mins
  • 31. Neurodiversität - Anders, nicht falsch! Teil1
    Feb 8 2026
    Marco bekommt einen Schreianfall, weil er aufräumen soll. Anna ruft im Sitzkreis ständig dazwischen. Ahmed verliert ein Spiel und wirft vor Wut einen Stuhl um. Mala verweigert jeden Auftrag. John sucht noch einen Platz, während alle anderen längst arbeiten. Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du mitten im Thema dieser Folge. Petra spricht mit Ursula und Andrea darüber, was hinter solchen Situationen stecken kann und warum wir Verhalten oft falsch deuten, wenn wir nur auf das schauen, was sichtbar ist, nicht aber auf das, was im Gehirn passiert. Was bedeutet Neurodiversität? Neurodiversität beschreibt die Vielfalt aller Gehirne. Jeder Mensch hat: • eine eigene Art zu denken • eine eigene Art zu lernen • eine eigene Art, Reize und Gefühle wahrzunehmen Das ist Vielfalt – Vielfalt ist normal. Eine Klasse ist also nicht gleich – sie ist vielfältig. Und was heisst neurodivergent? Damit sind Kinder gemeint, deren Wahrnehmung und Informationsverarbeitung vom Durchschnitt abweichen, zum Beispiel bei ADHS, Autismus, Hochsensibilität, Hochbegabung, Lese- oder Rechenschwierigkeiten. Wichtig: Anders, nicht falsch! Ausserdem zeigt die Forschung immer deutlicher: Wir bewegen uns in Spektren, nicht in starren Schubladen. Warum ist „Das Kind will nicht“ oft ein Irrtum? Weil Verhalten ein Ausdruck von inneren Prozessen ist. Ein Kind, das: • reinruft, ist meist nicht respektlos • nicht beginnt, ist selten faul Häufig stecken Stress, Überforderung oder fehlende Regulationsmöglichkeiten dahinter. Viel besser: Das Kind kann gerade nicht. Neurodivergente Kinder brauchen Passung. Wir sprechen unter anderem über: - Motivation & Dopamin: Warum „Du solltest jetzt“ oft nicht reicht - Time Blindness: Wenn es nur „jetzt“ oder „später“ gibt - Reizfilter: Wenn alles gleichzeitig wichtig ist - Impulsivität & die „Gehirnbremse“ - Hyperaktivität als Versuch der Selbstregulation - Stimming: Warum Wippen oder Summen helfen kann - Schwierigkeiten in Empathie unter Stress – und Überempfindsamkeit bei Hochsensibilität - Emotionale Ausbrüche und geringe Frusttoleranz - Rejection Sensitivity: Kritik fühlt sich wie Ablehnung an - Masking: funktionieren nach aussen, erschöpft sein innen - Hyperfokus als riesige Stärke Stressreaktionen oder Überlebens- bzw. Schutzreaktionen des autonomen Nervensystems: Freeze, Flight, Fawn oder Fight: Wenn das Nervensystem übernimmt Freeze – Erstarren Das Kind wirkt blockiert oder wie abgeschaltet. Es sagt nichts mehr, bewegt sich kaum oder kann nicht handeln. Das Nervensystem zieht die Notbremse. Flight – Flucht Das Kind geht aus der Situation. Es zieht sich zurück, läuft weg, vermeidet oder macht nicht mehr mit. Abstand soll Sicherheit bringen. Fight – Kampf Das Kind geht in den Widerstand. Wut, Trotz, Diskussionen oder Aggression können auftreten. Kontrolle soll die Gefahr verringern. Fawn – Anpassen / Gefallen wollen Das Kind versucht, durch Harmonie sicher zu bleiben. Es beruhigt, stimmt zu, hilft, wirkt lieb und kooperativ und stellt eigene Bedürfnisse zurück. Sicherheit durch Anpassung. Neurodiversität bedeutet auch Ressourcen. Viele dieser Kinder bringen mit: • enorme Kreativität • ungewöhnliche Lösungswege • intensives Denken • grosse Ausdauer bei Interesse • feines Wahrnehmen Wenn Beziehung, Umgebung und Aufgabe passen, entstehen beeindruckende Fähigkeiten. Und dann trifft das auf Schule… • Starre Zeitstrukturen • Viele Reize • Schnelle Wechsel • Hohe Anforderungen an Selbstorganisation, Impulskontrolle und soziale Interpretation Für manche Kinder ist das täglicher Hochleistungssport. Unser Ziel dieser Folge Verstehen statt bewerten. Einordnen statt bestrafen. Unterstützen statt beschämen.
    Show More Show Less
    22 mins
  • 30. Es wurde schon immer so gemacht – aber warum eigentlich? oder: Wenn Loslassen Entwicklung ermöglicht. Teil 2
    Jan 4 2026
    Dies ist der zweite Teil zu diesem Thema, weil wir gemerkt haben, dass all eure und unsere Gedanken, Erfahrungen und Beispiele nicht in eine einzige Folge passen. Vieles bewegt uns – und euch – wenn es ums Loslassen im Schulalltag geht. In der Schule halten wir an vielen Gewohnheiten fest. Nicht, weil sie helfen, sondern weil sie vertraut sind und uns Sicherheit geben. Auch in dieser Folge sprechen wir darüber, was wir loslassen können und sollten, weil es nicht mehr zeitgemäss ist, nicht mehr funktioniert oder vielleicht noch nie funktioniert hat. Loslassen ist manchmal unbequem. Aber es schafft Raum für Neues. Inspiriert durch zahlreiche Rückmeldungen aus Instagram und Facebook greifen wir konkrete Beispiele aus der Praxis auf und ergänzen sie mit unseren Erfahrungen. Themen dieser Folge u. a.: • Freispiel anders gestalten • Geburtstage feiern: Jahreszeiten-Geburtstage statt langer Einzelrituale • Elternarbeit neu gestalten • Kreissequenzen verkürzen – selbstbestimmtes Lernen stärken • Znüni neu gedacht: ein freiwilliges Bistro statt gemeinsamer Essenszeit • Warum wir auf manche Spiele, Regeln, Themen und Materialien verzichten • Lernen ohne Einheitsaufträge, Arbeitsblätter oder „Osterhasenpädagogik“ • Offene Fragen, offene Aufgaben, offene Lernwege • Beziehung, Autonomie, Relevanz und Selbstwirksamkeit als Grundlage für Lernen Manches darf bleiben. Manches darf gehen. Und manches entsteht erst, wenn wir den Mut haben, Platz zu machen. Eine Folge über das Loslassen im Schulalltag und darüber, wie dadurch neue Möglichkeiten für Lernen und Entwicklung entstehen.
    Show More Show Less
    32 mins
No reviews yet
In the spirit of reconciliation, Audible acknowledges the Traditional Custodians of country throughout Australia and their connections to land, sea and community. We pay our respect to their elders past and present and extend that respect to all Aboriginal and Torres Strait Islander peoples today.