Episodes

  • Mehr Demokratie statt autoritäres Playbook
    Feb 15 2026
    Die autoritäre Rechte weltweit arbeitet zusammen und sie lernen voneinander. Die illiberalen Muster, mit dem sie vorgehen können als eine Art Drehbuch verstanden werden. Diese Muster zu kennen, hilft, um sich zu organisieren und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, Resilienz zu erreichen.
    Die Strategie-Campaignerin Victoria Gulde hat hierzu mit Daniel Mulde ein spannendes Paper geschrieben mit dem Titel: "Das autoritäre Playbook verstehen - Demokratie organisieren". Darüber hinaus interviewten die Beiden in Europa und den USA zivilgesellschaftlich Engagierte zu ihrem Engagement gegen autoritäre Rechte. Die Berichte und Schlussfolgerungen sind zusammengefasst im Paper: "Engagement unter autoritären Bedingungen. Erfahrungen aus den USA und Europa".
    Mit pragmatischem Optimismus spricht sie über Solidarität gegen Mutlosigkeit und internationale Lernerfahrungen. Und sie macht deutlich, was die Progressiven von den Autoritären lernen könnten: Pragmatismus in der Akzeptanz von Differenzen, um sich auf das Hauptziel zu konzentrieren - Mehr Demokratie.
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    51 mins
  • Rechte Politik in Betrieben
    Feb 8 2026
    Sie nennen es „alternative Gewerkschaft“. Tatsächlich ist „Zentrum“ ein AfD-nahes Projekt mit Verbindungen zur extremen Rechten. Statt Beschäftigte zu stärken, richtet sich diese Fake-Gewerkschaft gegen die DGB-Gewerkschaften, gegen Tarifverträge und gegen Mitbestimmung. Die Strategie ist bekannt: Nähe zu Arbeiter:innen inszenieren, die IG Metall angreifen – und über die realen Probleme der Transformation, über Jobverluste, Umbau der Industrie und soziale Sicherheit schweigen. Dazu hat Daphne Weber eine spannende Studie veröffentlicht: "Gewerkschaftliche Kampagnen von rechts".

    Gleichzeitig wächst in vielen Betrieben die Zustimmung zu rechten Positionen. Warum unterstützen ausgerechnet Arbeiter:innen Parteien und Projekte, die ihre eigenen Rechte schwächen? Welche Rolle spielen Unsicherheit, Abstiegsängste und das Gefühl, politisch nicht mehr gehört zu werden? Und wie gelingt es der Rechten, soziale Konflikte in kulturelle und nationale Gegensätze umzudeuten? Dazu spreche ich mit Gerd Wiegel, Referatsleiter beim Deutschen Gewerkschaftsbund und exzellenter Kenner der rechten Szene.
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    52 mins
  • AfD, Parteispenden und Rojava
    Feb 4 2026
    Die AfD-Bundestagsfraktion hat einen Job ausgeschrieben, dessen Zweck allein darin bestehen soll, die Zivilgesellschaft von rechts zu überwachen. Das ist ein weiterer Schritt der Rechtsextremen, die Arbeit von demokratischen Nichtregierungsorganisationen zu erschweren, zu delegitimieren und engagierte Menschen zu verunsichern. Darüber spricht Benjamin mit Timo Reinfrank, dem Geschäftsführer der Amadeu-Antonio-Stiftung. Die Finanzierung dieser Stiftung sollte übrigens, wenn es nach der AfD im Bundestag ginge, gestrichen werden.

    Wie es um die Parteifinanzen der rechtsextremen AfD selbst bestellt ist und wie Großspenden, darunter rechtlich fragwürdige Spenden von sogenannten Strohmännern, an die Partei gehen, erläutert Aurel Eschmann von LobbyControl. Die Organisation setzt sich für die Deckelung von Großspenden generell ein und macht im Besonderen auf die Gefahren der Großspenden an die AfD aufmerksam.

    In den Nachrichten nur wenig Beachtung findet die Situation in den kurdischen Selbstverwaltungsgebieten Syriens. Diejenigen, ohne die der Terror des sogenannten Islamischen Staats (IS) nicht hätte gestoppt werden können, werden nun von den USA allein gelassen, von Syrien und der Türkei bedrängt, mit dem Ziel die Selbstverwaltung zu zerstören. Christopher Wimmer ist Autor des Buches "Alles muss man selber machen. Die Geschichte der Rätebewegung von der Pariser Kommune bis Rojava". Aufgrund der aktuellen Situation in Rojava dokumentieren wir einen Auszug aus dem Gespräch mit Christopher Wimmer, das hier in KUNST DER FREIHEIT in den nächsten Wochen erscheinen wird.
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    29 mins
  • Mehr Sozialstaat wagen
    Feb 1 2026
    Kaum eine Debatte wird so emotional und mit so viel Vorwürfen und Zuschreibungen geführt, wie die über den Sozialstaat. Katja Kipping ist die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes und eine der führenden Sozialstaatsexpert:innen dieses Landes. In dieser Folge von KUNST DER FREIHEIT spricht sie darüber, was bei der Reform des Sozialstaats falsch läuft und wohin es stattdessen gehen müsste. Ihr Credo: Mehr Sozialstaat wagen.
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    43 mins
  • Die 'Blätter' im Januar
    Jan 29 2026
    Die Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik erscheint seit 1956 monatlich. Annett Mängel ist deren Geschäftsführer und stellt das jeweils aktuelle Heft im Gespräch mit Katrin vor.
    Diesmal geht es um Mascha Kaléko, die Deals der Bundesregierung mit dem Taliban-Regime und um die Notwendigkeit einer Massenbewegung gegen Trump.
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    14 mins
  • Die neue Lust auf links
    Jan 25 2026
    Der renommierte Journalist Daniel Bax veröffentlichte nach dem furiosen und unerwarteten Wahlerfolg der Linkspartei das Porträtbuch "Die neue Lust auf links". Der Titel gab auch dieser Folge ihren Namen. Im Gespräch mit Benjamin erläutert Daniel Bax worin aus seiner Sicht die Gründe für das Comeback der Linken nach dem Austritt der umstrittenen Frontfrau Sahra Wagenknecht gelegen haben: langfristig angelegte Strategie, u.a. in den sozialen Medien, echte Teamarbeit, klare Kante in der Sozialpolitik und gegen die AfD sowie Nahbarkeit als Kümmererpartei.
    Die Parteivorsitzende Ines Schwerdtner sieht Daniel Bax als "Sahra Wagenknecht - aber erfolgreich, weil sozial kompetent" und in Berlin hält er einen Wahlsieg der Linken und Elif Eralp als künftige Regierende Bürgermeisterin für möglich.
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    39 mins
  • Spur der Steine
    Jan 18 2026
    Wohnen, bauen und planen waren politische Dauerbrenner in der DDR. Davon zeugen zahlreiche Filme der DEFA. Prof. Dr. Michael Grisko hat dazu gemeinsam mit Günter Helmes das Buch "Auferstanden aus Ruinen. Planen, Bauen und Wohnen in Spiel- und Dokumentarfilmen der DDR" herausgebracht, das im Herder Verlag erschienen ist.
    Im Potsdamer Kunsthaus DAS MINSK ist noch bis zum 8. Februar die Ausstellung "Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau" zu sehen. Sie widmet sich der Frage, wie die ostdeutschen Plattenbau-Siedlungen in der Kunst verhandelt werden. Teil des Kurator:innenteams war Kevin Hanschke, der mit Gastkurator Kito Neto das Begleitessay verfasste. Im Gespräch mit Benjamin zeigen Michael Grisko und Kevin Hanschke, das und wie das Wohnen in der DDR zum Beispiel Fragen von Individualität und Normierung oder von Klischee und Realität aufwirft – und zugleich den Blick auf gesamtdeutsche und gesamteuropäische Erfahrungen in Großsiedlungen richtet, nicht zuletzt, weil Wohnen eine zentrale soziale Frage des 21. Jahrhunderts ist.
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    52 mins
  • Wege aus dem Bahndesaster
    Jan 11 2026
    Das Chaos und die chronischen Verspätungen der Bahn gelten inzwischen als „treffendste Allegorie“ für die verfehlte Infrastruktur- und Verkehrspolitik. Als deren Maßgaben galten viel zu lange die Mythen der Privatisierungs- und Marktideologien. Zeit umzusteuern und das Gemeinwohl an erste Stelle zu setzen, meint Tim Engartner. Der Professor an der Universität zu Köln und forscht seit vielen Jahren zur Organisation öffentlicher Infrastruktur, insbesondere zu den Folgen von Privatisierung und Liberalisierung in Bereichen wie Bahn und Energie, aber auch zu Bildungsthemen.
    In dieser ersten Folge der Staffel 2 von KUNST DER FREIHEIT plädiert er für die Bürger:innenbahn und zeigt an europäischen Beispielen, dass Umsteuern in Richtung Gemeinwohlorientierung nötig aber vor allem auch möglich ist. Spannend nicht nur für Trainspotter, Pufferknutscher:innen und Fans der Modelleisenbahnen.
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    49 mins