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Grab The Glass | Einfach nur ein Whisky-Podcast

Grab The Glass | Einfach nur ein Whisky-Podcast

By: Grab The Glass
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About this listen

Am Anfang war der Whisky… Falls ihr denkt, dass jede gute Geschichte mit dieser Phrase beginnt, dann seid ihr bei uns garantiert richtig. Alles begann damit, dass wir wie jeden Freitagabend in trauter Runde saßen und Whisky tranken, bis die Frage aufkam: Wieso sollten wir unsere privaten “Tastings” nicht in ein Online-Format verpacken? So entstand der Podcast und die Idee zu GRAB THE GLASS in nur einer Nacht.
Episodes
  • Folge 207 – Mitgebracht & aufgemacht (aus Japan)
    Feb 27 2026
    Willkommen zu Folge 207! Heute verbinden wir das Gestern mit dem Morgen und die alte Whisky-Welt mit der neuen. Es wird fast schon philosophisch – zumindest so lange, bis wir darüber debattieren, ob man für Whisky aus Elefantendung wirklich auf eine Safari nach Namibia gehen sollte. Wir bleiben lieber bei Dingen, die einfacher zu finden sind: Es ist die große Mitbringsel-Folge, und wir haben zwei ganz besondere Flaschen aus Japan auf dem Tisch. Unser erster Kandidat ist der Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask) von der Kiuchi Brewing and Distilling. Ein japanischer Single Malt, dessen farbliche Einordnung uns direkt in eine hochkomplexe landwirtschaftliche Debatte stürzt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Heu und Stroh? Im Glas sorgt der Mix aus Bourbon-, Sherry-, Wein- und Rumfässern dann für weitere Verwirrung. Während Christian den Rum sucht, schmeckt Hendrik plötzlich Eisen. Ein milder Einstieg, der das japanische Geschmacksprofil definitiv erweitert. Nachdem wir unsere Gaumen fachmännisch mit rechtsrheinischem Kölner Leitungswasser (dem wahren Jungbrunnen) neutralisiert haben, kommen wir zu Silvis Geburtstagsgeschenk: Ein GlenAllachie 12 Jahre in Fassstärke, den Christian direkt aus Osaka mitgebracht hat. Die Farbe? Tiefes Mahagoni – oder, wie Silvi es liebevoll nennt: wie ein Stiefel, den man frisch aus dem Rhein geangelt hat. Diese wuchtige Sherry-Bombe entfacht eine wilde Diskussion über dunkle Schokolade, schokolierte Kaffeebohnen und die romantische Idee, seinem Whisky-Glas für den Abend am Kamin einen kleinen Pullover zu stricken. Schnappt euch ein Glas, trennt das Heu vom Stroh und genießt die Folge! Heute im Glas Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask)GlenAllachie 12 Jahre Cask Strength (Oloroso & Pedro Ximénez Finish) Hinomaru Whisky 2025 Edition (Four Cask) Aroma Hell fruchtighonigsüßes MalzEin Hauch ZitruszesteVanillecremeFeine florale Noten Geschmack Weich und ausgewogenBirnenkompottgoldene Rosinenkaramellisierte Nüssegetrocknete Aprikosenleichtes Toffee Abgang MittellangSanfte Eicheanhaltender Fruchtsüßton GlenAllachie 12 Jahre Cask Strength (Oloroso & Pedro Ximénez Finish) Aroma Dunkle Trockenfrüchten wie Feigen, Datteln und RosinenTiefe Oloroso‑NussigkeitSüße von Melasse und BackpflaumenNoten von dunkler Schokolade,Ein Hauch Espresso Geschmack Vollmundig und üppigSticky Toffee Puddingschwarze Kirschenreichhaltiger Kakaosaftige RosinenTabakblatt Abgang LangAnhaltende dunkle FrüchteSherryfüllebittersüße Schokolade Der Beitrag Folge 207 – Mitgebracht & aufgemacht (aus Japan) erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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    31 mins
  • Folge 206 – Glencadam: Ein kaltes Zuhause mit Apfelmus auf Leder
    Feb 20 2026
    Endlich geht es mal wieder nach Schottland! Hendrik hat sich zur Feier des Tages hinter zwei Whisky-Geschenkdosen (die Christian mitgebracht hat) verschanzt und packt direkt eine Geschichtsstunde aus, die sich gewaschen hat. Heute sind wir zu Gast bei Glencadam. Ein cooler Name (der laut Hendriks wilder Übersetzungskette übrigens von “cold home”, also dem kalten Zuhause, abstammt), aber brennt die Destille auch ordentlich was ab? Wir klären, warum ein findiger Kaufmann 1825 eine Brennerei gründet, nur um sie nach dem Bau der Infrastruktur direkt wieder zu verscherbeln. Das Ganze bringt uns zurück zum Excise Act von 1823 und der verzweifelten Eindämmung der Schwarzbrennerei. Außerdem feiert ein alter Bekannter sein Comeback: Charles Doig, der Erfinder der Pagodendächer. Und ja, wir reden von den markanten Abzügen auf der Brennerei, nicht von asiatischen Zierbauten in Nachbars Vorgarten. Wir staunen über eine Destille, die auch heute noch mit Zettel und Stift statt mit Großrechnern arbeitet, einen einfachen Erdboden zur Feuchtigkeitsregulierung im Lagerhaus nutzt und einst den Lieblingswhisky für König Edward VII. lieferte. Warum man den Namen hierzulande trotzdem kaum kennt, verrät der Blick in die jüngere, von Schließungen geprägte Geschichte. Im Tasting-Teil wird es dann farbenfroh. Wir vergleichen zwei Small Batch Abfüllungen, die beide unkompliziert mit 46 Prozent und ohne Farbstoff oder Kühlfiltration auskommen. Der Kandidat aus der grünen Dose bringt uns dabei völlig neue sensorische Bilder in den Kopf. Denn mal ehrlich: Wer serviert schon ein frisches Stück Leder, das großzügig mit Apfelmus bestrichen wurde? Dazu gibt es ein Mundgefühl, das uns die Geschmacksknospen geradezu trockenlegt. Das Gegenstück aus der roten Dose erinnert optisch hingegen verdächtig an einen naturtrüben Kräutertee. Ob das Ganze geschmacklich abholt oder ob hier hauptsächlich der Alkohol das Kommando übernimmt, klären wir in dieser Folge. Am Ende bewahrheitet sich wohl die wichtigste Regel im Straßenverkehr: Bei Grün sollst du trinken, bei Rot sollst du aufhören. Heute im Glas Glencadam Reserva de Porto Branco (White Port Cask Finish)Glencadam Reserva de Porto Tawny (Tawny Port Cask Finish) Glencadam Reserva de Porto Branco Aroma helle Trauben, Birne und ein Hauch QuitteHonig, Vanille und feines Gebäckflorale Noten (Blüten, etwas Wiesenkräuter)helle Steinfrucht (Pfirsich/Aprikose), eher zartleichte Eiche, frisch und zurückhaltend Geschmack cremig-weich, mit Vanille und heller Süßeweißer Port bringt Traube/Most und einen fruchtigen SchimmerBirne, Pfirsich, dazu eine Spur Zitruszestemilde Gewürze (weißer Pfeffer, etwas Muskat)zum Ende hin etwas nussig (Mandeln), ohne schwer zu wirken Abgang mittellang, sauber und fruchtbetonthelle Süße klingt nach (Honig/Vanille)feine Trockenheit von der Eicheleichte Würze bleibt auf der Zungeam Schluss ein frischer, „heller“ Fruchtnachhall Glencadam Reserva de Porto Tawny Aroma rote Beeren und dunklere Frucht (Kirsche, Pflaume)Rosinen, Feigen und ein Hauch Dattelnnussig-warm (Walnuss, Haselnuss)Karamell/Toffee, leicht sirupartigwürzige Eiche mit etwas Kakao Geschmack deutlich portiger: Trockenfrüchte, Pflaumenmus, Feigekaramellige Süße, dazu eine Spur dunkle Schokoladenussige Noten (Walnuss) geben TiefeGewürze werden präsenter (Zimt, etwas Nelke)Eiche sorgt für Struktur und eine leichte Tannin-Kante Abgang eher lang und wärmendTrockenfrüchte und Kakao bleiben am längstenwürzige Eiche, leicht trocknendzum Ende hin etwas herber, mit nussigem Nachhalleine dezente „weinige“ Note bleibt am Gaumen hängen Der Beitrag Folge 206 – Glencadam: Ein kaltes Zuhause mit Apfelmus auf Leder erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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    32 mins
  • Folge 205 – Whisky aus Reagenzgläsern?
    Feb 6 2026
    Es wird wieder amerikanisch, es wird weizig und vor allem wird es optisch verwirrend. Haben wir da Whisky auf dem Tisch oder bereiten wir uns auf den Chemieunterricht vor? Hendrik und Silvi haben aus Louisville Mitbringsel eingeschmuggelt, die verdächtig nach Reagenzgläsern aussehen – oder wie man es wohl edel nennt: Flacons aus Frankreich. Wir starten den Bunsenbrenner für den Bernheim Original. Ein Wheat Whisky, dessen Firmengeschichte aus mehr Bränden, Steuerstreitigkeiten und Abrissbirnen besteht als eine Staffel Dallas. Während Hendrik referiert, warum Heaven Hill plötzlich Bernheim ist, plant Silvi bereits das Abendessen: Aufgrund der deutlichen Paprikanote eignet sich dieser Tropfen anscheinend hervorragend für das nächste Chili con Carne. Danach wird es kriminell mit dem Larceny. Wir entlarven den Mythos um John E. Fitzgerald. Spoiler: Er war kein genialer Master Distiller, sondern ein durstiger Steuerbeamter mit einem Schlüssel zu den besten Fässern im Lagerhaus. Ein Whisky, benannt nach Diebstahl, der uns mit Noten von Kirschbonbons (die, die keiner wollte, oder doch?) in tiefste Kindheitserinnerungen stürzt und farblich an Prinzessin Peach erinnert. Außerdem erfüllen wir unseren Bildungsauftrag und klären endlich, warum Reagenzgläser unten rund sind. Das Labor-Lineup Bernheim Original Kentucky Straight Wheat WhiskeyLarceny Small Batch Kentucky Straight Bourbon Whiskey Bernheim Original Kentucky Straight Wheat Whiskey Aroma warmes Getreide, leicht „biskuitig“ (wie helle Kekse)Vanille und ein Schuss HonigToffee / Karamell, eher weich als schwerdezente Fruchtnoten (helle Beeren, ein Hauch Steinobst)trockenes Holz, sanft geröstete Eiche Geschmack cremig-süß, mit Vanille-Karamell als Grundtonweizige Brotkruste / helles Toast, mild und rundToffee, etwas Ahornsirup-Anklangleichte Würze (Zimt, ganz zart Muskat)fruchtige Nuance im Hintergrund (hell, nicht „saftig“) Abgang mittellang, warm und angenehmgeröstete Eiche wird präsenter, ohne bitter zu werdensüße Noten klingen nach (Honig/Toffee)feine Gewürzwärme bleibt am Gaumenam Ende etwas trockener, „holziger“ Ausklang Larceny Small Batch Kentucky Straight Bourbon Whiskey Aroma viel Süße direkt vorneweg: Honig und KaramellButterscotch / „Butterbonbon“-Vibefrisches Toastbrot bzw. helle BackwarenVanille und ein Hauch Orangenschaleleichte Eiche, sanft geröstet Geschmack butterig-weich, fast wie KaramellsauceHonig, Toffee, Vanille – klar dessertigdezente Würze (Zimt/Backgewürz), eher mildleichte Nussigkeit (geröstete Mandeln)Eiche hält das Ganze zusammen, ohne zu dominieren Abgang eher lang und „smooth“, mit anhaltender SüßeKaramell & Honig bleiben am längstenzum Ende hin etwas würziger (Backgewürz, minimal Pfeffer)sanfte Eiche/trockene Holznoten kommen nachwarmes, leicht süß-salziges Finale (ohne scharf zu werden) Der Beitrag Folge 205 – Whisky aus Reagenzgläsern? erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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