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Folge 205 – Whisky aus Reagenzgläsern?

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Es wird wieder amerikanisch, es wird weizig und vor allem wird es optisch verwirrend. Haben wir da Whisky auf dem Tisch oder bereiten wir uns auf den Chemieunterricht vor? Hendrik und Silvi haben aus Louisville Mitbringsel eingeschmuggelt, die verdächtig nach Reagenzgläsern aussehen – oder wie man es wohl edel nennt: Flacons aus Frankreich. Wir starten den Bunsenbrenner für den Bernheim Original. Ein Wheat Whisky, dessen Firmengeschichte aus mehr Bränden, Steuerstreitigkeiten und Abrissbirnen besteht als eine Staffel Dallas. Während Hendrik referiert, warum Heaven Hill plötzlich Bernheim ist, plant Silvi bereits das Abendessen: Aufgrund der deutlichen Paprikanote eignet sich dieser Tropfen anscheinend hervorragend für das nächste Chili con Carne. Danach wird es kriminell mit dem Larceny. Wir entlarven den Mythos um John E. Fitzgerald. Spoiler: Er war kein genialer Master Distiller, sondern ein durstiger Steuerbeamter mit einem Schlüssel zu den besten Fässern im Lagerhaus. Ein Whisky, benannt nach Diebstahl, der uns mit Noten von Kirschbonbons (die, die keiner wollte, oder doch?) in tiefste Kindheitserinnerungen stürzt und farblich an Prinzessin Peach erinnert. Außerdem erfüllen wir unseren Bildungsauftrag und klären endlich, warum Reagenzgläser unten rund sind. Das Labor-Lineup Bernheim Original Kentucky Straight Wheat WhiskeyLarceny Small Batch Kentucky Straight Bourbon Whiskey Bernheim Original Kentucky Straight Wheat Whiskey Aroma warmes Getreide, leicht „biskuitig“ (wie helle Kekse)Vanille und ein Schuss HonigToffee / Karamell, eher weich als schwerdezente Fruchtnoten (helle Beeren, ein Hauch Steinobst)trockenes Holz, sanft geröstete Eiche Geschmack cremig-süß, mit Vanille-Karamell als Grundtonweizige Brotkruste / helles Toast, mild und rundToffee, etwas Ahornsirup-Anklangleichte Würze (Zimt, ganz zart Muskat)fruchtige Nuance im Hintergrund (hell, nicht „saftig“) Abgang mittellang, warm und angenehmgeröstete Eiche wird präsenter, ohne bitter zu werdensüße Noten klingen nach (Honig/Toffee)feine Gewürzwärme bleibt am Gaumenam Ende etwas trockener, „holziger“ Ausklang Larceny Small Batch Kentucky Straight Bourbon Whiskey Aroma viel Süße direkt vorneweg: Honig und KaramellButterscotch / „Butterbonbon“-Vibefrisches Toastbrot bzw. helle BackwarenVanille und ein Hauch Orangenschaleleichte Eiche, sanft geröstet Geschmack butterig-weich, fast wie KaramellsauceHonig, Toffee, Vanille – klar dessertigdezente Würze (Zimt/Backgewürz), eher mildleichte Nussigkeit (geröstete Mandeln)Eiche hält das Ganze zusammen, ohne zu dominieren Abgang eher lang und „smooth“, mit anhaltender SüßeKaramell & Honig bleiben am längstenzum Ende hin etwas würziger (Backgewürz, minimal Pfeffer)sanfte Eiche/trockene Holznoten kommen nachwarmes, leicht süß-salziges Finale (ohne scharf zu werden) Der Beitrag Folge 205 – Whisky aus Reagenzgläsern? erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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