KopfSprung und KopfNuss - Die AWO-Podcasts cover art

KopfSprung und KopfNuss - Die AWO-Podcasts

KopfSprung und KopfNuss - Die AWO-Podcasts

By: AWO Kreisverband Harz e.V.
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Wie kann und muss sich Pflege in den nächsten Jahren entwickeln, damit Pflegekräfte und Gepflegte eine Perspektive haben? Genau diese Fragen mit all ihren Facetten werden wir im Pflege-Podcast „KopfSprung“ thematisieren. In "KopfNuss" geben wir Menschen mit seelischer oder psychischer Beeinträchtigung eine Stimme. Sie reden über ihre Diagnose, Erlebnisse sowie alltägliche Hindernisse und Barrieren. Die Gesellschaft, die Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen gern mit klischeebehafteten Vorurteilen zur Seite schiebt – genau diese muss umdenken.AWO Kreisverband Harz e.V. Social Sciences
Episodes
  • Depressionen und Psychosen bestimmten Sylvias Alltag
    Jan 28 2026

    Vor drei Jahren hat Sylvia einen Ort gefunden, der ihr half, wieder Fuß zu fassen – die AWO-Tagesstätte "Hoffnung" in Quedlinburg.

    Hier bastelt sie, lacht, redet, hört zu. Besonders die Ergotherapie gibt ihr Kraft.

    Nach einem schweren Schicksalsschlag war nichts mehr, wie es einmal war.Depressionen und Psychosen bestimmten ihren Alltag. Selbst das Fahren mit dem Bus wurde unmöglich. Der Weg in die Tagesstätte war nicht leicht – vor allem das erste Gespräch. Aber heute weiß Sylvia: Es war der richtige Schritt.

    Sie hat dort nicht nur neue Menschen kennengelernt, sondern auch verstanden, dass sie mit ihren Problemen nicht allein ist. »Man lernt, dass es nicht nur um die Krankheit geht, sondern um den Menschen dahinter.«

    Etwas ist ihr dabei aufgefallen: Noch immer kommen deutlich mehr Frauen als Männer in die Tagesstätte. »Vielleicht fällt esMännern schwerer, sich Hilfe zu suchen«, meint sie nachdenklich.

    Heute schaut Sylvia wieder mit Zuversicht nach vorn.

    Ihre Wohnung, ihr Umfeld, ihr Blick aufs Leben – alles hat sichverändert.

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    9 mins
  • Mias Geschichte: „Ich kann einfach nicht mehr“
    Jan 16 2026

    2014 bricht für Mia die Welt zusammen.


    Nach Jahren harter Arbeit als Teamleiterin ist sie völlig erschöpft.Statt Verständnis zu bekommen, wird sie gemobbt.

    Eines Tages geht gar nichts mehr – Zusammenbruch, Klinik, Diagnose: Depression.

    Mia kämpft. Vor allem gegen das Unverständnis in ihrer eigenen Familie.

    Immer wieder hört sie: „Warum kannst du nicht mehr?“

    Diese Fragen verletzen sie tief. Denn Mia will – sie kann nur nicht mehr.

    Heute ist sie 64 und besucht zweimal pro Woche die Tagesstätte Hoffnung in Quedlinburg.

    Dort erlebt sie etwas, das sie lange nicht kannte: ehrliches Zuhören, Verständnis, echte Wärme.

    Langsam wagt sie wieder Nähe, knüpft Freundschaften und findet Stück für Stück zu sich zurück.

    👉 „Es ist mein Leben, meine Krankheit. Ich bin niemandem eine Erklärung schuldig“, sagt sie heute.

    Und sie möchte anderen Mut machen: Sucht euch Hilfe. Ihr seid nicht allein.

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    16 mins
  • „Endlich verstanden werden“ – Stefanies Weg aus der Unsichtbarkeit
    Nov 14 2025

    Stefanie war erst sieben Jahre alt, als sie ihre erste Therapiebegann. Zuhause herrschte Chaos: Der Vater war heroinabhängig, die Mutter kaum interessiert. Schon früh zeigte Stefanie Verhaltensauffälligkeiten – Aggressionen, Wut, Hilflosigkeit.

    Mit acht Jahren verlor sie ihre Schwester. In der Schule wurde siedanach gemobbt. Lehrkräfte sahen weg, manchmal gaben sie ihr sogar die Schuld.Sogar ihre beste Freundin verbreitete falsche Gerüchte über sie.

    „Ich hätte mir gewünscht, dass jemand mal fragt, wie es mir geht“, sagt Stefanie heute.

    Sie ist überzeugt: Frühe Aufklärung über psychische Erkrankungen könnte helfen, Kinder und Jugendliche besser zu schützen – und Lehrkräfte zu sensibilisieren.

    Trotz allem kämpfte sie sich durch. Realschulabschluss geschafft, Ausbildung begonnen – doch die Angststörungen wurden zu stark. Erst Jahre später bekam sie endlich eine Diagnose: kombinierte Persönlichkeitsstörung.

    So schmerzhaft das war – für Stefanie war es auch eine Erleichterung.

    „Ich wusste endlich, warum ich so bin, wie ich bin.“

    Heute findet sie Halt in der AWO-Tagesstätte "Hoffnung", wo sie sichakzeptiert und respektiert fühlt.

    Sie sagt:

    „Ich komme wieder raus, ich werde als Mensch wahrgenommen. Das ist mein größter Gewinn.“

    Und sie macht anderen Mut:

    ✨ „Ihr seid nicht allein.Es gibt immer jemanden, der hilft. Hört nicht auf die, die euch nicht ernst nehmen – jeder Mensch ist es wert, geliebt zu werden.“ ✨

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    16 mins
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