• Tankstellen und Pricing mit Steffen Bock: Warum die neue 12-Uhr-Regel nicht für einen günstigen Spritpreis sorgt? (#125)
    May 14 2026
    Benzinpreise sind politisch aufgeladen, medial präsent und für Millionen Menschen täglich relevant. Seit dem 1. April 2026 gilt in Deutschland die sogenannte Österreich-Regel. Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen, genau um 12 Uhr mittags. Senkungen sind weiterhin jederzeit möglich. Was als Verbraucherschutz vermarktet wird, ist aus Pricing-Sicht ein tiefer Eingriff in ein dynamisches Preissystem, das über Jahrzehnte gewachsen ist. In Folge 125 spricht Sebastian Voigt mit Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken, über die Mechanik hinter Tankstellenpreisen und darüber, warum die neue Regel den Markt ausbremst. Der Tankstellenmarkt folgt einer klaren Oligopollogik. Aral und Shell setzen Preiserhöhungen durch, kleinere Anbieter und Supermarkt-Tankstellen lösen die Senkungen aus. Historisch gab es im Schnitt 22 Preisänderungen pro Tag und Tankstelle, mit ausgeprägten Tief- und Hochpunkten, die Verbrauchern echte Sparmöglichkeiten boten. Seit der neuen Österreich-Regel fällt genau dieses Muster weg. Steffen Bock erklärt es in der Folge so: „Es ist keine Regelung oder keine Hilfe, sondern es ist eine Beruhigungspille." Clever Tanken zieht alle zwei Minuten rund 40.000 Kraftstoffpreise von der Markttransparenzstelle ab und hilft Verbrauchern seit 1999 über clevertanken.de und die App, Benzinpreise zu vergleichen und günstig zu tanken. Aktuell verzeichnet die App bis zu 700.000 Downloads im Monat, mehr als dreimal so viel wie in normalen Phasen. Über den Gast Steffen Bock ist Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken, das er 1999 in Nürnberg als Community-Projekt startete: Er fuhr selbst mit dem Motorrad Tankstellen ab und trug die Preise manuell in eine Datenbank ein. Aus dieser Idee entstand eine der reichweitenstärksten Mobilitäts-Apps in Deutschland. Bock ist Diplomkaufmann und heute gefragter Medienexperte für Kraftstoffpreise, unter anderem regelmäßig bei Stern TV.
    Show More Show Less
    50 mins
  • HRtech und Pricing mit Jenny Podewils: Warum KI bei Leapsome kein eigenes Preisschild bekommt (#124)
    May 7 2026
    Der HRtech-Markt ist 150 bis 180 Milliarden US-Dollar groß und wächst. Leapsome hat den Konsolidierungstrend früh antizipiert: Das Unternehmen startete als Talent-Management-Lösung, sammelte 60 Millionen Dollar mit US-Investor Inside Partners ein und ist heute mit rund 2.000 Kunden eine vollständige HR-Plattform, die in den USA mittlerweile schneller wächst als in Europa. Sebastian Voigt spricht mit Co-Founderin und Co-CEO Jenny Podewils über den Weg dorthin und die Pricing-Entscheidungen dahinter. Im Gespräch geht es um das modulare Per-User-Pricing von Leapsome, die bewusste Entscheidung KI tief in bestehende Module zu integrieren statt sie separat zu bepreisen, und warum Outcome-based Pricing perspektivisch interessant aber aktuell keine Priorität ist. Außerdem: Warum Engagement-Daten als Frühwarnsystem für Retention funktionieren und der Pricing Fail der Woche, Token-basiertes Pricing für KI-Präsentationstools. Über den Gast Jenny Podewils ist Co-Founderin und Co-CEO von Leapsome, einer HR-Plattform mit rund 2.000 Kunden weltweit. Sie gründete Leapsome vor fast zehn Jahren gemeinsam mit Kajetan Armansperg, lebt seit drei Jahren in New York und verantwortet von dort das US-Geschäft. Wer Interesse an Leapsome hat oder eine Stelle sucht, findet Jenny auf LinkedIn.
    Show More Show Less
    47 mins
  • Software-M&A und Pricing mit Mark Miller: Was entscheidet über den Preis einer SaaS-Company beim Exit? (#123)
    Apr 30 2026
    Der Software-M&A-Markt hat sich in den letzten Jahren deutlich ausdifferenziert. Während die Multiples nach dem Covid-Hype wieder auf das Niveau von 2014/15 zurückgekehrt sind, entscheidet heute nicht mehr nur Wachstum über die Bewertung, sondern zunehmend auch Effizienz, Churn-Kohorten und KI-Strategie. Sebastian Voigt spricht mit Mark Miller, Gründer und Managing Partner bei Carlsquare, über die Mechanismen hinter erfolgreichen Exit-Prozessen und was Unternehmer heute wirklich vorbereiten müssen. Im Gespräch geht es darum, warum Pricing eine der wirkungsvollsten Stellschrauben vor einem Exit ist, wie Investoren zwischen ARR-Multiples und EBITDA-Betrachtung abwägen und warum transactional-based Pricing gerade zum neuen Lieblingskind der Käuferseite wird. Und wie Mark bestätigt: „Wenn du einen Prozess machst ohne richtige Auktion, geht der Preis eher runter. Wenn du einen Prozess mit einer richtig gestalteten Auktion machst, dann geht er eher hoch." Außerdem in der Folge: Warum Preiserhöhungen besser im eigenen P&L stehen als im Information Memorandum. Wie ein progressives Erfolgshonorar Berater und Verkäufer auf dasselbe Ziel einzahlt. Und warum eine fehlende KI-Strategie heute zum echten Bewertungsrisiko wird. Über den Gast Mark Miller ist Gründer und Managing Partner bei Carlsquare, einer spezialisierten M&A-Beratung für Software- und Technologieunternehmen mit rund 200 Mitarbeitenden an zwölf Standorten in acht Ländern. Er begleitet seit über 25 Jahren Inhaber-geführte Unternehmen auf der Verkäuferseite durch komplexe Transaktionsprozesse. Erreichbar ist Mark am besten per LinkedIn oder E-Mail.
    Show More Show Less
    55 mins
  • Sparfochs und Pricing mit Frank Ochse: Was sind die besten Tricks des Sparprofis? (#122)
    Apr 23 2026
    Der deutsche Einzelhandel operiert in einem harten Verdrängungswettbewerb, in dem psychologische Preisschwellen und Intransparenz oft die Oberhand gewinnen. Während die Inflation offiziell sinkt, erleben Verbraucher an der Kasse durch „Shrinkflation“ oder dynamische Preisanpassungen oft eine andere Realität. Sebastian Voigt spricht mit Frank Ochse, dem Sparfochs von Bild, über seine Rolle als selbsternannter Anwalt der Leser. Mit einer Millionenreichweite deckt er unter anderem auf, wie Anbieter mit Preislogiken, Rabatten und Intransparenz arbeiten. Im Gespräch geht es darum, warum die Eigenmarken der Discounter oft die preisstabilere Alternative zu Markenprodukten sind. Außerdem erklärt Frank, weshalb transparente Kommunikation bei Preisänderungen häufig besser funktioniert als viele Unternehmen denken und wie Verbraucher mit den richtigen Routinen jedes Jahr spürbar sparen können. Über den Gast Frank Ochse alias der „Sparfochs“ ist einer der bekanntesten Verbraucherjournalisten Deutschlands. Er schreibt auf bild.de, in Newslettern und in Spiegel-Bestsellern über Schnäppchen, Verbraucherfallen und Preistricks. Er ist seit 2003 bei Axel Springer, war zunächst im Aufbau von Bild.de aktiv, später unter anderem Polizeireporter und ist heute Ressortleiter Sparfochs & Leserdialog bei BILD, Moderator und Autor. Und wer einen Preis-Fail, eine Verbraucherfalle oder einen starken Spartipp entdeckt hat, kann Frank gerne per Mail schreiben: sparfochs@bild.de
    Show More Show Less
    59 mins
  • Sonderfolge: Der hy MBO - mit Sebastian Herzog und Heike Löffler (#121).
    Apr 22 2026
    Die letzten Wochen waren bei hy vor allem eines: Management Buyout (MBO). Zwölf Monate Verhandlung, unzählige Fragen von Kunden, Partnern und dem Netzwerk, und jetzt, wo der Staub sich legt, nehmen sich Sebastian Herzog und Dr. Sebastian Voigt endlich die Zeit, den ganzen Prozess einmal offen zu erzählen. Diese Folge erscheint als Sonderfolge bei Pricing Friends und gleichzeitig bei unseren Kolleginnen von Return on Innovation. Und weil Sebastian Voigt bei Pricing Friends normalerweise selbst moderiert, dreht sich heute der Spieß um: Er sitzt gemeinsam mit Sebastian Herzog auf der anderen Seite des Mikros, bei Heike Löffler von Return on Innovation. Im Gespräch nehmen die beiden Geschäftsführer die Hörerinnen und Hörer mit durch zwölf Monate Verhandlung, erklären wie die Loslösung vom bisherigen Mehrheitseigentümer Axel Springer strategisch und operativ ablief, welche Rolle ein professioneller M&A-Partner dabei spielte und wo es wirklich heikel wurde. An konkreten Beispielen wie neuen Joint-Venture-Modellen und erfolgsbasierter Vergütung wird deutlich, was "Skin in the Game" für hy in der Praxis bedeutet. Und sie machen klar, warum dieser MBO für sie kein Exit ist, sondern ein Entry in eine neue Wachstumsphase, in der Internationalisierung, Verdopplung der Unternehmensgröße und der Erhalt der Firmenkultur gleichzeitig auf dem Spiel stehen. Über die Gäste Sebastian Herzog und Dr. Sebastian Voigt sind Geschäftsführer der Unternehmensberatung hy Consulting Group GmbH. Sebastian Herzog verantwortet, unter anderem mit Erfahrung aus der Lufthansa-Transformation, das Feld Strategie und Innovation, während der ehemalige Springer-Manager Sebastian Voigt den Bereich Pricing und Commercial Excellence leitet. Als partnergeführte Unternehmensberatung mit Sitz in Berlin arbeitet hy mit einem über 60-köpfigen Team an Wachstum, Skalierung und der Monetarisierung datengetriebener Geschäftsmodelle.
    Show More Show Less
    50 mins
  • Voice AI und Pricing mit Yanek Brinkmann: Wer tippt denn noch auf einer Tastatur? (#120)
    Apr 16 2026
    Die Welt der Audio-KI erlebt einen beispiellosen Boom. ElevenLabs hat innerhalb von nur einem Jahr den Sprung von einer auf elf Milliarden US-Dollar Bewertung geschafft, der Umsatz (ARR) ist in fünf Monaten von 200 auf 300 Millionen US-Dollar gestiegen. In dieser Folge spricht Sebastian Voigt mit Yanek Brinkmann, Go-To-Market Director DACH von ElevenLabs, über ein Unternehmen, das eigene Foundation-Modelle für Speech-to-Text, Text-to-Speech, Soundeffekte, Musik – und alles, was mit Audio zu tun hat – entwickelt. Während prominente Creators wie MrBeast oder Lex Fridman die Technologie nutzen, um Content vollautomatisiert in Dutzende Sprachen zu übersetzen, integrieren Konzerne wie die Deutsche Telekom oder Klarna die KI-Agenten in ihren Kundensupport. Im Gespräch geht es um das Preis-und Geschäftsmodell, das aus einer Credit- und Preis-pro-Minute-Logik besteht und ähnlich wie eine „In-Game-Currency“ funktioniert. Zudem erklärt Yanek, was es mit dem „Iconic Marketplace“ auf sich hat und wie Ihr James Dean oder Judy Garland für Eure nächsten Werbekampagne buchen könnt. Außerdem in der Folge: Wie ein Inkasso-Dienstleister durch automatisierte Outbound-Calls 30 Millionen Euro Zusatzumsatz generierte und wieso Yaneks Teamkollegen nur noch mit ihren Laptops sprechen, anstatt zu tippen. Und wer einen Preis-Fail, eine Verbraucherfalle oder einen starken Spartipp entdeckt hat, kann Frank gerne per Mail schreiben: sparfochs@bild.de . Über den Gast Yanek Brinkmann ist Go-To-Market Director DACH bei ElevenLabs und verantwortet den Ausbau des KI-Unternehmens im deutschsprachigen Raum. Zuvor war er bei Amazon Web Services im Startup-Team tätig und begleitete heutige Unicorns wie N26 oder Delivery Hero. Er sammelte zudem eigene Gründungserfahrung und war bei einem Corporate Venture Builder tätig.
    Show More Show Less
    51 mins
  • Sales, AI und Pricing mit Veronika Wax: Was passiert mit dem Seat-based Pricing, wenn KI-Agenten die Arbeit übernehmen? (#119)
    Apr 9 2026
    Die SaaS-Welt steht vor einem Umbruch, da KI-Agenten zunehmend Aufgaben übernehmen, die früher klassische Play-User Unternehmenssoftware waren. Sebastian Voigt spricht mit Veronika Wax, CEO von Demodesk, über die Herausforderungen neuer Nutzungsmodelle und wie das Unternehmen gerade live sein Pricing umbaut. Im Gespräch geht es um das klassische Seat-based Modell von Demodesk, für 49 Euro pro User pro Monat, und warum es zwar für den Kern des Produkts nach wie vor Sinn ergibt, aber das Modell für selbst gebaute KI-Agenten anders bepreist werden muss. Veronika erklärt auch, warum Outcome-based Pricing für sie kein Thema ist. Außerdem in der Folge: Warum Demodesk erst auf Real-Time-Coaching verzichtet hat, es jetzt aber wieder auf die Roadmap nimmt. Wie der KI-Coach aus aggregierten Call-Daten lernt und es ermöglicht, dass Kollegen voneinander lernen. Und was Veronika an einem ganz bestimmten Pricing-Modell wirklich nervt. Über den Gast Veronika Wax ist Co-Founderin und CEO von Demodesk, einer Sales-Intelligence-Plattform mit Sitz in München. Sie verfügt selbst über langjährige Erfahrung in der Sales- und Customer-Strategy. Unter anderem war sie als Case Team Leader bei Bain & Company. Sie studierte am Center for Digital Technology and Management (CDTM), einem Zentrum das für seine hohe Dichte an erfolgreichen Startup-Gründungen bekannt ist, bevor sie mit ihrem Team am Y Combinator im Silicon Valley teilnahm.
    Show More Show Less
    47 mins
  • Dienstrad-Leasing und Pricing mit Benedikt Kollmar: Wie berechnet sich eigentlich eine Leasingrate? (#118)
    Apr 2 2026
    Der deutsche Fahrradmarkt liegt stabil bei rund vier Milliarden Euro Jahresumsatz, und das, obwohl die Produktion rückläufig ist. Seit Corona sind es vor allem teurere Räder, die nachgefragt werden: E-Bikes, Lastenräder, Gravelbikes. Und ein Großteil davon wird nicht mehr gekauft, sondern geleast. Benedikt Kollmar ist Chief Commercial Officer bei Company Bike und mein-dienstrad.de, den beiden größten Bikeleasing-Anbietern Deutschlands. Sebastian Voigt spricht mit ihm über ein Geschäftsmodell, das nach außen simpel wirkt und bei näherer Betrachtung eines der komplexesten Pricing-Konstrukte im deutschen Konsummarkt ist: Arbeitgeber, Leasingbank, Versicherung, Händler und Arbeitnehmer spielen alle gleichzeitig eine Rolle bei der Preisfindung. Im Gespräch geht es um das Direktmodell von Company Bike, bei dem das Fahrrad ohne klassischen Händler-Verkaufspreis direkt vom Hersteller zur Leasingbank wandert, warum die monatliche Zahlung über die Gehaltsumwandlung dazu führt, dass sich Arbeitnehmer tendenziell teurere Räder holen als beim Direktkauf und wieso quasi 100 Prozent der Kunden das Rad am Ende der Laufzeit zum Restwert übernehmen. Benedikt erklärt, was das für den entstehenden Gebrauchtmarkt bedeutet und wie Restwert, Leasingrate, Saisonalität und Zinsentwicklung zusammen den Preis bestimmen, und warum Pricing im Bikeleasing-Markt lange kein Thema war. Außerdem in dieser Folge: Warum volle Lager bei Händlern gerade den Preiskampf befeuern und wann sich das wieder normalisiert. Wie saisonales Pricing zwischen Frühjahrsansturm, Black Bike Month und Zinsentwicklung funktioniert. Und welches neue Produkt innerhalb von 48 Stunden Soloselbständige aufs Rad bringt. Über den Gast Benedikt Kollmar ist Chief Commercial Officer bei Company Bike und mein-dienstrad.de, zwei der führenden Bikeleasing-Anbieter in Deutschland unter dem Dach der Green Mobility Holding. Den Einstieg fand er über seinen Marketinghintergrund und kann heute Hobby und Beruf vereinen. Für den täglichen Arbeitsweg nutzt er sein Dienstrad, fürs Wochenende ein Gravelbike. Eine Alpenüberquerung mit seinem Bruder hat er ebenfalls schon gemeistert.
    Show More Show Less
    51 mins