• "No Kings" und die bange Frage nach dem Danach
    Apr 1 2026

    "Niemand von uns müsste heute hier sein, wenn Amerika einfach den Frauen geglaubt hätte: Kamala, Hillary, den Epstein-Opfern." So stand es auf einem Schild bei einem der mehr als 3.300 "No Kings"-Proteste am vergangenen Samstag in den USA. In Saint Paul wurde nach den wochenlangen gewalttätigen Übergriffen von ICE-Beamten in der Nachbarstadt Minneapolis eine der größten Kundgebungen organisiert. Bruce Springsteen sang, Bernie Sanders, Jane Fonda und andere sprachen. Mehr als acht Millionen Menschen sollen nach Angaben der Organisationen bei diesem dritten Massenprotest gegen US-Präsident Donald Trump und seine Regierung auf den Straßen gewesen sein.

    Die große Frage nach diesen Kundgebungen aber ist: Kann die Opposition diese Energie nutzen und bei den Zwischenwahlen im November in Wahlerfolge umwandeln? Wir diskutieren darüber im US-Podcast.

    Außerdem: Vier Wochen Krieg im Iran und Trump spricht von „großen Fortschritten“ bei den Gesprächen mit dem iranischen Regime und warnt gleichzeitig, dass er im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen die Bombardierung iranischer Energieinfrastruktur anordnen würde. Immer mehr US-Militär wird im Nahen Osten zusammengezogen, eine Bodenoffensive ist nicht ausgeschlossen. Der innenpolitische Schaden, den der Präsident in diesem Krieg nimmt, wird größer. Dieser Krieg ist, sagt Trumps Ex-Sicherheitsberaterin Fiona Hill, einer der größten Fehler, den Trump je gemacht hat.

    Im get-out: March Madness im College Basketball und die Oscarfilme One Battle after Another sowie All die leeren Zimmer.

    Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Zudem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die einmal im Monat zu hören sind. Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de.

    Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg im Iran können Sie in unserem Liveblog verfolgen.

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    1 hr and 6 mins
  • Amerika auf dem Weg in den Faschismus?
    Mar 26 2026

    Angriffe auf die Opposition, Medien und die eigenen Bürger, eine willfährige republikanische Partei und ein Supreme Court, der dem US-Präsidenten zu Diensten ist: Seit Donald Trump 2025 seine zweite Amtszeit begonnen hat, wird in den USA über den Faschismusbegriff diskutiert.

    Es gibt dabei zwei Lager: Die einen, die sagen, dass man den Begriff im Zusammenhang mit Amerika 2026 noch nicht verwenden sollte. Die anderen argumentieren, dass es an der Zeit ist, diese Trumpsche Regierungsform entsprechend zu benennen. Im Mitschnitt der Livefolge des transatlantischen Podcasts, aufgenommen bei der Leipziger Buchmesse am 21. März 2026, diskutieren wir über Argumente für und gegen den Faschismusbegriff und sprechen über unterschiedliche Ebenen, über die man sich dieser Debatte nähern kann.

    Außerdem geht es um die Frage, ob dies der Moment in der transatlantischen Geschichte ist, in dem Europa Abschied nehmen muss von dem Amerika, dem es seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges so verbunden war. Und was das mit persönlichen Verbindungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten macht.

    Vor dem Mitschnitt der Livefolge hören Sie eine kurze Aktualisierung zu den aktuellen innenpolitischen Debatten in den USA.

    Im "get-out": die Bücher "American Struggle: Democracy, Dissent, and the Pursuit of a More Perfect Union" von Jon Meacham, "How Fascism Works" von Jason Stanley und "Strongmen" von Ruth Ben-Ghiat.

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    57 mins
  • Eskaliert Trump, um seinen Sieg im Iran zu erzwingen?
    Mar 19 2026

    Gehen oder bleiben? In der dritten Woche des Krieges im Iran steht US-Präsident Trump vor einer harten Wahl: Soll er weitermachen und die militärischen Schläge eskalieren, um die äußerst ehrgeizigen und multiplen Ziele zu erreichen, die er sich gesetzt hat? Oder wird der Präsident versuchen, sich aus einem sich ausweitenden und intensiver werdenden Krieg für ihn gesichtswahrend zurückzuziehen, auch wenn das iranische Regime nicht gestürzt wurde?

    Beide Optionen bergen für Trump innen- wie außenpolitische Risiken. Wir diskutieren darüber im US-Podcast. Und sprechen über die Drohungen, die Trump im Zusammenhang mit der andauernden Blockade der Straße von Hormus gegenüber den europäischen Nato-Verbündeten ausgesprochen hat.

    Außerdem: Brendan Carr, Chef der US-amerikanischen Medienaufsicht Federal Communications Commission, erhöht den Druck auf Amerikas Fernsehsender. Carr schrieb auf X, Sender müssten damit rechnen, ihre Lizenz zu verlieren, wenn sie "Fake News" oder verzerrte Berichterstattung verbreiteten. Noch hätten sie Zeit, ihren Kurs zu korrigieren – bis zu dem Zeitpunkt, an dem ihre Sendeerlaubnis zur Verlängerung ansteht. In den USA müssen Fernseh- und Radiosender alle acht Jahre eine solche Erneuerung beantragen.

    Im get-out: das Buch Ghost Stories von Siri Hustvedt und der Roman The Wilderness von Angela Flournoy.

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    46 mins
  • Der Kriegspräsident, der nicht von Krieg sprechen will
    Mar 12 2026
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth informiert die Öffentlichkeit in der zweiten Woche des Irankriegs regelmäßig über die militärischen Strategien, die die US-Regierung verfolgt. Seine Rhetorik ist aggressiv, die Botschaft eindeutig: Der US-Präsident bestimme das Tempo dieses Krieges, die USA hätten die Kontrolle. Donald Trump selbst wiederum erscheint weiterhin widersprüchlich: Mal erklärt er, der Krieg könne "sehr bald" enden. Kurz darauf droht er mit noch härteren Angriffen, falls der Iran den Tankerverkehr in der Straße von Hormus weiter behindere. Mal fordert er bedingungslose Kapitulation vom iranischen Regime, dann wiederum ist aus Sicht der USA bereits alles erreicht. Diplomatie spielt in diesen Tagen keine erkennbare Rolle. Niemand spricht ernsthaft über Verhandlungen. Im US-Podcast reden wir über die aktuellen Entwicklungen und diskutieren Thesen, was die USA im Iran und der Region vorhaben, und welche Folgen dieser Krieg international und innenpolitisch haben könnte. Außerdem: ein kurzes Gespräch mit Amy Gutmann, Ex-US-Botschafterin in Deutschland, über die Gefahr der zweiten Trump-Präsidentschaft und Europas Rolle. Im get-out: die Band Florence + the Machine mit ihrem aktuellen Album Everybody Screams und der britische Podcast The Rest Is Politics, der auch eine US-amerikanische Ausgabe hat. Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg im Iran können Sie in unserem Liveblog verfolgen. Ab dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "OK, America?" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf www.zeit.de/us-podcast, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    53 mins
  • Trumps Krieg ohne Ziel
    Mar 5 2026

    Dies sei "kein Regimewechselkrieg", sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth über den Krieg im Iran. Und fügte den bemerkenswerten Satz hinzu: "Aber das Regime hat gewechselt." Aber was bedeutet das politisch? Hat Präsident Donald Trump einen Plan für die Zeit nach den Angriffen? Als der Krieg begann, zeigte sich Trump der Öffentlichkeit nicht. Zurück im Weißen Haus äußerte er dann vor Reportern, lieferte aber keine konkreteren Aussagen, warum genau er jetzt die Angriffe gegen den Iran befehligt hat. Und sprach dann über den Fortschritt seines Ballsaals.

    Im US-Podcast sprechen wir darüber, warum Trump so viele unterschiedliche Begründungen für den Krieg liefert und was Israel mit seiner Entscheidung zu tun haben könnte. Zudem blicken wir auf die Maga-Basis, die diesen Krieg ihres Präsidenten nicht unterstützt, und ob das für Trump zum Problem werden könnte.

    Außerdem: der Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz im Oval Office.

    Im get-out: die Podcasts The Ex Files und The Global Story, der YouTube-Kanal von PBS und der Eröffnungsmonolog von Connor Storrie bei Saturday Night Live.

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    1 hr and 19 mins
  • "Epischer Zorn" und "Brüllender Löwe" – Trumps nächster Krieg
    Mar 1 2026

    US-Präsident Donald Trump hat sich entschieden, er hat gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Die Operationen „Epic Fury“ und „Roaring Lion“ begannen am Samstag. Irans Oberste Religionsführer, Ajatollah Ali Chamenei, und weitere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes wurden dabei getötet. Nach den ersten Luftangriffen von Israel und den USA startete der Iran seinen Gegenangriff.

    Trump sagte in einer Videobotschaft, "Bomben würden überall fallen" und rief das iranische Volk auf, sich die Regierung zurückzuholen. Gleichzeitig will der US-Präsident keinen langen Krieg, doch ob das zu kontrollieren ist, ist unklar. Das Risiko dieser Entscheidung ist innenpolitisch für Trump enorm hoch.

    In einer Sonderfolge des US-Podcasts sprechen wir darüber, welche Gründe Trump zu seiner Entscheidung bewogen haben, den Angriff zu starten. Außerdem über die Frage, warum er erneut nicht den US-Kongress, bei dem laut Verfassung die alleinige Befugnis zur Kriegserklärung liegt, oder die Vereinten Nationen mit in seine Pläne einbezogen hat. Und darüber, wie in den Vereinigten Staaten über diesen Krieg und die Zukunft des Iran diskutiert wird.

    Im get-out: die Berichterstattung zum Iran bei der ZEIT von Omid Rezaee und die Serie Teheran.

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    42 mins
  • Lang, länger: Trumps State of the Union
    Feb 26 2026

    Waren es nun 107 oder 108 Minuten, die der US-Präsident am Dienstag brauchte, um seine State of the Union vor dem versammelten Kongress zu halten? US-Medien stoppten die Uhr nach 107,7 Minuten, und Donald Trump brach damit seinen eigenen Rekord, den er im vergangenen Jahr bei der Ansprache im Kapitol aufgestellt hatte. Inhaltlich ging es vor allem um innenpolitische Themen wie die Wirtschaftslage und Migration, aber auch Angriffe auf die Demokraten, Lügen über Wahlmanipulation und außenpolitische Themen fehlten nicht.

    Im US-Podcast diskutieren wir über die wichtigsten Erkenntnisse von Trumps State of the Union.

    Außerdem: Der Supreme Court hat im Zollstreit ein Urteil gegen Donald Trump gefällt, was nicht nur für seine Handelspolitik von Bedeutung ist, sondern weit darüber hinaus geht. Wir sprechen über Reaktionen von Republikanern, Unternehmen und wie es die Politik des Präsidenten beeinflussen könnte.

    Und: die Lage im Iran und welche Faktoren eine Rolle in Trumps Entscheidung spielen, ob er das Land militärisch angreift oder nicht.

    Im get-out: der Podcast Conan O'Brien Needs a Friend und der Roman Wuthering Heights (Sturmhöhe) von Emily Brontë.

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    1 hr and 9 mins
  • Das System Epstein
    Feb 19 2026
    Der Kern des Epstein-Skandals bleibt unverhandelbar: Jeffrey Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter. Im Zentrum der Aufklärung müssen deshalb die Opfer stehen und die Aufarbeitung der Gräuel, die ihnen angetan wurden. Aber die neu veröffentlichten Dokumente bilden deutlich wie nie ab, wie groß der Zirkel um dieses jahrelang laufende Machtsystem war. Wie viele Mächtige und Eliten aus allen politischen Bereichen Epstein auch nach einer ersten Verurteilung 2008 weiter umkreisten. Im US-Podcast diskutieren wir über dieses System Epstein, welche Erkenntnisse sich aus den Dokumenten, Videos und Bildern ableiten lassen und ob die MeToo-Zeit im Angesicht dieses Grauens mehr war als nur ein kurzer Moment. Außerdem: Auszüge aus einem Interview mit Gavin Newsom. Kaliforniens Gouverneur war am vergangenen Wochenende bei der Münchner Sicherheitskonferenz dabei. Wir haben mit ihm über seine Präsidentschaftsambitionen, die Schwäche der Demokraten und Ratschläge für Europa gesprochen. Und auch über sein Trump-Trolling in sozialen Netzwerken, über kalifornischen Rotwein und TV-Serien. Und Holger Stark ist zu Gast, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Im Gespräch geht es um das transatlantische Verhältnis und wie Europa gegenüber den USA wirklich souveräner werden kann. Im get-out: Gavin Newsoms Memoiren Mein Leben für die Demokratie und das Buch The Correspondent (deutscher Titel: Die Briefeschreiberin) von Virginia Evans. Der Podcast erscheint in der Regel jeden Donnerstag. Zudem gibt es Bonusfolgen für Abonnenten, die künftig einmal im Monat zu hören sind. Sie erreichen uns per Mail an okamerica@zeit.de. Ab dem 15.1.2025 sind Teile des Archivs von "OK, America?" nur noch exklusiv mit einem Digitalabo der ZEIT zu hören – auf www.zeit.de/us-podcast, auf Apple Podcasts und auf Spotify. Ein kostenloses Probeabo können Sie hier abschließen. Wie Sie ihr Abo mit Spotify oder Apple Podcasts verbinden, lesen Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    1 hr and 5 mins