• #23B – Taucher jagen Geisternetze
    May 10 2026
    In dieser Episode von Michael’s Green World geht es um Geisternetze. Das sind verlorene oder aufgegebene Fischernetze, die weiter im Meer treiben, an Wracks hängen bleiben oder sich am Meeresboden verfangen. Unter Wasser können sie tatsächlich gespenstisch aussehen. Vor allem aber fangen, verletzen und töten sie weiter Fische, Schweinswale, Robben, Vögel und andere Meerestiere. Mein Gast ist Sabine Kerkau. Sie ist technische Wracktaucherin, Autorin, Fotografin und Videografin. Seit vielen Jahren leitet sie das Baltic Sea Heritage Rescue Project und engagiert sich mit dem deutschen Verein Baltic Sea Nature and Heritage Protection Association e.V. für den Schutz der Ostsee, historischer Wracks und der Meeresnatur. Mit ihrem Team hat sie in den vergangenen Jahren rund 30 Tonnen Geisternetze aus der Ostsee geborgen. Sabine verbindet in ihrer Arbeit mehrere Welten: anspruchsvolles technisches Tauchen, Wrack- und Kulturerbeschutz, Meeresnaturschutz, Dokumentation und praktische Bergungsarbeit. Sie ist Mitglied der Women Divers Hall of Fame und wurde 2026 als Fellow in den Explorers Club in New York aufgenommen. Wir sprechen darüber, wie Geisternetze unter Wasser aussehen, warum sie sich besonders häufig an Wracks verfangen, wie gefährlich solche Bergungen sind und weshalb diese Arbeit Erfahrung, Disziplin und sehr viel Respekt verlangt. Für Redes Fantasma ist diese Episode ein wichtiger Blick auf das Ende der Kette. Wenn Netze erst nach Jahren am Meeresboden gefunden und geborgen werden, ist der Aufwand enorm, das Risiko hoch und der ökologische Schaden oft längst geschehen. Genau deshalb brauchen wir neben der Bergung auch bessere Prävention, Ortung und schnelle Rückholung verlorener Fischereigeräte. Sabine Kerkau war am 24. April 2026 beim Redes Fantasma Symposium im Oceanário de Lisboa dabei. Ihre Botschaft war klar: Bergung bleibt notwendig. Aber je früher verlorene Netze gefunden werden, desto besser für die Tiere, die Meeresumwelt und die Menschen, die später unter schwierigen Bedingungen tauchen müssen. Der Verein finanziert seine Arbeit über Spenden und öffentliche Mittel. Unterstützt werden damit unter anderem die Suche, Bergung und fachgerechte Entsorgung von Geisternetzen sowie die Dokumentation und der Schutz historischer Wracks in der Ostsee. Spendenhinweis in den Shownotes.
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    41 mins
  • #22A Who Keeps the Power Grid Stable? (AI dubbed via elevenlabs)
    Apr 13 2026
    How does a power grid stay stable when thousands of producers feed electricity into it at the same time? A conversation with Tobias Andrist, CEO of EBL. Recorded at EBL headquarters in Liestal.
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    25 mins
  • #22B Wer hält das Stromnetz stabil?
    Apr 12 2026
    Wie bleibt ein Stromnetz stabil, wenn tausende Produzenten gleichzeitig einspeisen? Ein Gespräch mit Tobias Andrist, CEO der EBL. Aufgenommen am Hauptsitz in Liestal.
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    25 mins
  • #21B - Kein Green Premium – Wie Innovation Nachhaltigkeit marktfähig macht (Teil 2) {KI gedubbt}
    Feb 17 2026
    {TEIL 2} Ein Gespräch mit den IMD-Professoren Fréderic Dalsace und Goutam Challagalla über „No Green Premium“ und den Wandel von Nachhaltigkeit als Right to Play hin zu Innovation als Right to Win. Mit realen Unternehmensbeispielen und Einblicken in ihr im Harvard Business Review vorgestelltes Buch Clean Winners, das während der WEF-Woche 2026 in Davos lanciert wurde. Teil 1 beleuchtete die Compliance-getriebenen Vorteile. Teil 2 steht für Sustainability 2.0. Die zentrale Idee von Clean Winners ist: Nachhaltigkeit wird erst dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn sie Innovation antreibt, die Ressourcenallokation steuert und neuen Kundennutzen schafft. Solange sie primär als Reporting- und Compliance-Aufgabe verstanden wird, bleibt sie ein notwendiger Kostenfaktor – aber kein Differenzierungsmerkmal. Die meisten Unternehmen beginnen beim „Right to Play“: Reporting, Risikoreduktion und Reputation. Der nächste Schritt ist Effizienz – Energie sparen, Materialien reduzieren, Prozesse optimieren. Der eigentliche strategische Hebel entsteht jedoch erst, wenn Nachhaltigkeit zur Wachstumsplattform wird. In dem Moment, in dem Unternehmen verstehen, wie sich die Bedürfnisse ihrer Kunden verändern, und darauf mit neuen Lösungen und Geschäftsmodellen reagieren. Damit verschiebt sich auch die zentrale Managementfrage. Nicht mehr: „Wie werden wir compliant?“ Sondern: „Wo investieren wir unsere knappen Ressourcen so, dass durch Nachhaltigkeit zukünftiges Wachstum entsteht?“ Die grösste Chance liegt nahe beim Kunden – im Verständnis dafür, wie sich dessen Prozesse verändern und welche neuen Fähigkeiten und Lösungen künftig gebraucht werden. Deshalb gilt das Prinzip: beim Kunden beginnen, nicht beim Fussabdruck. Intern zu messen und zu optimieren ist notwendig – Differenzierung entsteht aber erst, wenn man den Kunden hilft, ihre eigene Transformation erfolgreich zu gestalten. Für Unternehmen im CSRD-Kontext ist die Konsequenz klar: Nachhaltigkeit schafft nur dann echten Wert, wenn sie in die Kernprozesse integriert wird – in Strategie, Innovation, Marketing und Vertrieb, Einkauf, Produktion und Lieferung, das After-Market-Geschäft und die Kapitalallokation. Wird sie als paralleler Reporting-Strang geführt, bleibt sie Compliance. Wird sie integriert, wird sie zum Treiber von Innovation, Wachstum und Resilienz. Die eigentliche Gefahr besteht darin, Nachhaltigkeit vollständig in einer Compliance-Logik zu verbrauchen. Das erzeugt viel Aktivität und viele Daten, aber wenig strategische Wirkung. Die Führungsaufgabe besteht darin, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig genügend Ressourcen und Fokus zu sichern, um Nachhaltigkeit in zukünftige Wertschöpfung zu übersetzen.
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    1 hr and 11 mins
  • #21A - No Green Premium – Sustainability Needs Innovation to Win Customers (Part 2)
    Feb 17 2026
    {PART 2} A conversation with IMD professors Frédéric Dalsace and Goutam Challagalla on “no green premium” and the shift from sustainability compliance as a right to play toward innovation as a right to win. Real-world business cases and insights from their HBR-published book Clean Winners, launched in Davos during 2026 World Economic Forum week. Part 1 focussed on compliance related benefits, Part 2 talks about Sustainability 2.0. The central idea behind Clean Winners is that sustainability becomes a competitive advantage only when it drives innovation, guides resource allocation, and creates new value for the customer. As long as it is treated mainly as a compliance and reporting exercise, it remains a cost of doing business — necessary, but not differentiating. Most companies begin with “right to play”: reporting, risk reduction, and reputation. The next step is efficiency — saving energy, reducing materials, improving processes. But real strategic impact starts when sustainability becomes a growth platform. That is the moment when companies understand how customer needs are changing and develop new solutions and business models in response. This shifts the key management question. It is no longer “How do we become compliant?” but “Where do we invest our scarce resources so that sustainability creates future growth?” The real opportunity is close to the customer: understanding how their processes are transforming and what new capabilities they will need. That is why the principle is to start from the customer, not from the footprint. Measuring and optimising internally is essential, but differentiation comes from helping customers succeed in their own transformation. For companies working with CSRD, the implication is clear. Sustainability creates value only when it is embedded in the core processes of the business — in strategy, innovation, marketing and sales, purchasing, manufacturing and delivery, the after-market, and capital allocation. If it is managed as a parallel reporting stream, it stays compliance. If it is integrated, it becomes a driver of innovation, growth, and resilience. The real risk is to consume sustainability in a purely compliance logic. That generates a lot of activity, but little strategic effect. The leadership challenge is to meet the regulatory requirements while preserving the resources and the focus needed to turn sustainability into future value creation.
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    1 hr and 11 mins
  • #20B - Kein Green Premium – Wie Innovation Nachhaltigkeit marktfähig macht (Teil 1) {KI gedubbt}
    Feb 11 2026
    Ein Gespräch mit den IMD-Professoren Frédéric Dalsace und Goutam Challagalla über „no green premium“ und den Wandel von Nachhaltigkeits-Compliance als 'right to play' hin zu Innovation als 'right to win'. Praxisnahe Business-Beispiele und Einblicke aus ihrem im Harvard Business Review veröffentlichten Buch Clean Winners, das während der World-Economic-Forum-Woche in Davos vorgestellt wurde. Die deutsche Version dieses englischen Podcast wurde mittels Dubbing auf ElevenLabs durchgeführt und nach bearbeitet.
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    50 mins
  • #20A - No Green Premium – Sustainability Needs Innovation to Win Customers (Part 1)
    Feb 9 2026
    A conversation with IMD professors Frédéric Dalsace and Goutam Challagalla on “no green premium” and the shift from sustainability compliance as a right to play toward innovation as a right to win. Real-world business cases and insights from their HBR-published book Clean Winners, launched in Davos during 2026 World Economic Forum week.
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    50 mins
  • #19A - A New Approach to Electrification – Removing Barriers, Engaging Communities (Dubbed)
    40 mins