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Die letzte Flasche

Die letzte Flasche

By: Clemens Hoffmann
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Jeder kennt sie, jeder hat sie: Die letzte Flasche! Eine, die noch im Keller herumgeistert oder im Weinregal verstaubt. Fast vergessen, aber aus bestimmten Gründen doch verwahrt. Weil Sie ein Geschenk einer lieben Person war, die "gute Flasche" zum Abitur, ein Erbstück oder die letzte Flasche aus einem legendären Jahrgang. Hier bekommen diese letzten Flaschen ihren großen Auftritt! Im Gespräch mit Clemens Hoffmann, Journalist aus Berlin mit einer großen Leidenschaft für gutes Essen und guten Wein, verkosten die Gäste ihre letzte Flasche, erzählen die Geschichte dahinter und sprechen über ihre Leidenschaft für den Genuss. Viel Spaß beim Hören und Genießen! Social Sciences
Episodes
  • #51: 51: Mit Jennie Kießling vom Mindful Drinking Club über inklusive Trinkkultur und Spaß im Glas ohne Promille
    Jan 8 2026
    Zum Auftakt des "Dry January" trifft Clemens Jennie Kießling in ihrem "Mindful Drinking Club". Der Concept-Store in Berlin bietet prickelnde und stille Wein-Alternativen, sogenannte Proxies, sowie alkoholfreie Aperitifs, Destillate und servierfertige Cocktails. Doch wonach schmeckt Achtsamkeit im Glas? Zum Beispiel nach Zitronenmelisse, Weidenröschen und Waldmeister. Zutaten, die in Jennies letzter Flasche des spritzig-schäumenden Proxie „ENG“ nach der ursprünglichen Rezeptur „01“ weiterleben. Damit bringen die Macherinnen von Villbrygg die Essenz einer norwegischen Wildblumenwiese direkt ins Glas. Clemens, sonst überzeugter Weintrinker, staunt über die erstaunliche Frische und die feinen Tannine. Weil Jennie täglich Kunden und Gastronomen berät, kreist das Gespräch schnell um den gesellschaftlichen Wandel rund ums Trinken. Jennie beobachtet, dass die Akzeptanz für Null Promille stetig wächst, auch wenn mancher Wirt damit noch etwas Nachhilfe braucht. Ihr Tipp: Schon beim Aperitif sollten Gastgeber und Bars alkoholfreie Alternativen anbieten. Das setze den Ton für den Abend – und schaffe ein Klima, in dem sich alle willkommen fühlen. Egal, was sie im Glas haben. Für Jennie ist achtsames Trinken keine Verzichtsübung, sondern Genusskultur. Auch darum sind ihr eigenständige Getränke-Kreationen lieber als entalkoholisierte Weine, die – da sind sich Clemens und sie einig – leider noch zu oft schmecken, als sei eine Dampfwalze darübergerollt. Und obendrein selten nachhaltig produziert sind. Zum Schluss gibt Jennie noch ein paar inspirierende Tipps für alkoholfreie Ergänzungen des heimischen Barschranks. Ein bewußtseins-erweiterndes Gespräch zum Jahresbeginn. Mit Leichtigkeit, Neugier – und völlig ohne Promille
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    58 mins
  • #50: Wein- und Genussjournalist Ulrich Amling über den Kulturkampf ums Weintrinken und wie Genießen wieder Spaß macht
    Dec 11 2025
    Die 50. Folge von „Die letzte Flasche“ wird gefeiert – mit einem besonderen Jubiläums-Gast: Wein- und Genussjournalist Ulrich Amling vom Tagesspiegel. Gemeinsam mit Clemens blickt er zurück auf fünfzig Folgen voller Genussmomente – und auf die großen Fragen des Kulinarik-Jahres 2025: Warum Wein plötzlich ein Kulturkampfthema ist, wie Gastronomen mit immer launischeren Gästen umgehen und was gutes Essen heute eigentlich bedeuten sollte. Ulrich hat eine letzte Flasche "Scheurebe Alte Reben 2018" im Gepäck, die er in der Corona-Zeit als Lohn für schweißtreibende Arbeitseinsätze in den Steillagen des fränkischen Weinguts "Am Stein" erhalten hat. Die beiden philosophieren über die Bewertungsmaßstäbe für Gastrokritiken, rätseln über den ersten alkoholfreien 100-Euro-Wein, und verabschieden sich von einer Berliner Delikatessen-Institution nach 97 Jahren. Für die Zukunft wünschen sie sich mehr Restaurants mit schmackiger Bistro-Küche, statt langatmiger Menüfolgen und überteuerter Weinkarten. Zum Schluss verrät Ulrich noch, dass er an die Renaissance der deutschen Küche glaubt, welche Restaurants er aktuell empfiehlt, und welcher Lieblingsmensch für ihn am ersten Weihnachtstag den Kochlöffel schwingt.
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    1 hr and 16 mins
  • #49: Mit Winzerin Simone Adams über straffe Burgunder vom Kalk, deutsche Klonvielfalt und Biodynamie ohne Dogmen
    Nov 27 2025
    In Folge 49 trifft Clemens Simone Adams, eine der spannendsten Winzerinnen Rheinhessens, die auf dem Familienweingut in Ingelheim eine ganz eigene Handschrift entwickelt hat. Simone ist eine Frau mit Mut und Ideen, die sich nicht scheut, eigene Wege zu gehen – mit viel Gefühl fürs Terroir bringt sie berührende Burgunder-Weine auf die Flasche, die dank des Kalkbodens eine unverwechselbare Frische ausstrahlen. Besonders freut sich Clemens über Simones Spätburgunder aus der Premium-Lage „Pares“ – 2020 ist ihr erster Jahrgang aus diesem lange vernachlässigten Filetstück, das sie mit den besten deutschen Pinot-Noir-Klonen neu bestockt hat. Dass Simone heute kompromisslos und leidenschaftlich Winzerin ist, war nicht vorhersehbar: Eigentlich wollte sie Jura in Berlin studieren, hat dann aber in Geisenheim promoviert und stand plötzlich nach dem Tod ihres Vaters 2010 vor der Entscheidung, das Familienweingut weiterzuführen. Simone beschreibt sich selbst als „zäh“ – halbe Sachen gibt es für sie nicht. Ihr größtes Ziel: Die Reben in eine natürliche Balance bringen – ohne Dogmen, mit Blick aufs Wesentliche. Biodynamische Prinzipien sind ihr wichtig, aber noch wichtiger ist, dass die Reben produzieren dürfen, was sie wollen und können. Bei ihren Lagenweinen setzt sie auf Ganztraubenpressung. So holt sie noch mehr Herkunftscharakter über die Rappen in den Keller – das Ergebnis sind elegante, komplexe und trotzdem strahlend frische Weine. Simone verrät auch, warum ihre Weine regelmäßig beim VOX-Dating-Format "First Dates" zu sehen sind, warum sie in ihrer neuen Sektcuvée mit Frühburgunder experimentiert und welche anderen Ingelheimer Weine sie besonders schätzt.
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    51 mins
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