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Die Produktwerker

Die Produktwerker

By: Tim Klein Dominique Winter Oliver Winter
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About this listen

Im Podcast der Produktwerker besprechen wir Themen rund um die Rolle des Product Owners. Dazu tauschen wir uns nicht nur untereinander aus, sondern sprechen auch mit interessanten Gesprächspartnern aus allen möglichen Themenbereichen von Product Ownern. Die Produktwerker sind Tim Klein (@produktwerkCGN), Oliver Winter (@oliwin) und Dominique Winter (@designik). Als Experten für Produktentwicklungen haben wir uns in der agilen Community Kölns kennen und schätzen gelernt. Wir drei wollen die Kompetenz von Product Ownern und Produktorganisationen fördern, bessere Produkte und Services zu entwickeln. Wir freuen uns über Euer Feedback auf produktwerker.de, per Mail an podcast@produktwerker.de oder via Twitter an @produktwerker.Tim Klein, Dominique Winter, Oliver Winter Career Success Economics Management Management & Leadership
Episodes
  • Was sollten Scrum Master über agiles Produktmanagement wissen?
    Apr 27 2026
    In dieser Podcast Folge spricht Jan Neudecker von der Agile Academy mit Tim darüber, was Scrum Master über agiles Produktmanagement wissen und in der Zusammenarbeit mit Product Ownern wirksam vermitteln können sollten. In vielen Teams zeigt sich ein wiederkehrendes Muster. Im Refinement entstehen gute Ideen, im Sprint Planning wird viel diskutiert, doch Entscheidungen bleiben liegen. Genau hier wird klar, warum Scrum Master agiles Produktmanagement Wissen brauchen. Wenn ein Product Owner zögert, weil Freigaben fehlen oder weil Unsicherheit besteht, verlangsamt sich nicht nur die Umsetzung, sondern vor allem das Lernen im Produkt. Jan beschreibt aus seiner eigenen Erfahrung als Scrum Master, Product Owner und Certified Scrum Trainer sehr klar, woran man starke Product Owner erkennt. Für ihn treffen sie Entscheidungen, wenn sie gebraucht werden, und sie verstehen die Realität ihrer Nutzer. Beides entsteht nicht zufällig. Es braucht ein Umfeld, das genau diese Verantwortung ermöglicht. Und hier liegt ein zentraler Beitrag des Scrum Masters. Er arbeitet nicht nur an Prozessen und fürs Team, sondern sorgt dafür, dass Entscheidungsfähigkeit des Product Owners überhaupt entstehen kann. Das bedeutet, Hindernisse im Umfeld sichtbar zu machen und gemeinsam mit Organisation und Stakeholdern daran zu arbeiten, dass Verantwortung wirklich beim Product Owner ankommt. Gerade in der täglichen Zusammenarbeit wird deutlich, wie eng Scrum Master bzw. Agile Coaches und Product Owner verbunden sind. Wenn ein Team verschiedene Lösungsoptionen erarbeitet und der Product Owner keine klare Richtung vorgibt, entsteht Unsicherheit im Team. Diese Situation lässt sich nicht durch Moderation allein lösen. Ein Scrum Master, der agiles Produktmanagement Wissen mitbringt, erkennt, dass hier kein Methodenproblem vorliegt, sondern ein fehlender Entscheidungsrahmen. Statt nur das Meeting zu strukturieren, unterstützt er den Product Owner dabei, Optionen zu bewerten, Konsequenzen zu verstehen und Entscheidungen vorzubereiten. Gleichzeitig hilft er dabei, die Perspektive der Nutzer stärker einzubringen. Denn ohne ein echtes Verständnis für den Nutzungskontext entstehen schnell Lösungen, die technisch sauber sind, aber am Bedarf vorbeigehen. Diese Verbindung aus Entscheidungsfähigkeit und Nutzerfokus macht den Unterschied im Alltag. Oft sehen wir Teams, in denen beide Rollen noch wenig Erfahrung haben. Dann wird agiles Arbeiten schnell zu einer Abfolge von Meetings, ohne dass echte Produktverantwortung entsteht. Genau hier wird die Rolle des Scrum Masters anspruchsvoll. Wer als Scrum Master agiles Produktmanagement Wissen hat, beschränkt sich nicht auf die Einhaltung von Scrum Regeln, sondern arbeitet aktiv daran, Produktdenken im Team zu verankern. Das zeigt sich in kleinen Situationen. In einem Review, in dem nicht nur Ergebnisse gezeigt werden, sondern echtes Feedback eingeholt wird. Oder in Gesprächen mit Stakeholdern, in denen Erwartungen geklärt werden, bevor sie Druck auf das Team ausüben. Diese Arbeit ist oft unsichtbar, hat aber direkten Einfluss auf die Wirksamkeit des Product Owners und damit auf den Erfolg des Produkts. Folgende ältere Episoden empfiehlt Tim im Gespräch: Dein Freund der Scrum Master Erfolgreich mit User Stories arbeiten Nutze Story Mapping, um mit Stakeholdern über Outcome zu sprechen Wenn ihr Kontakt zu Jan Neudecker aufnehmen möchtet oder weitere Fragen an ihn habt, erreicht ihr ihn am besten über sein LinkedIn-Profil. Im Gespräch erwähnt gibt Jan Neudecker eine ganze Reihe von sehr erfolgreichen Zertifizierungstrainings für Scrum Master und Product Owner. Die Übersicht zu seinen offenen Trainings findet ihr auf der Seite der Agile Academy. Im Gespräch hat Tim zudem folgende Bücher empfohlen: - Teresa Torres: Continupus Discovery Habits - Bruce McCarthy: Aligned - Stakeholder Management for Product Leaders
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    49 mins
  • Manchmal ist nicht zu entscheiden die beste Entscheidung als Product Owner
    Apr 20 2026
    In dieser Folge sprechen Tim und Oliver darüber, wie Product Owner mit dem Druck umgehen, jederzeit eine Entscheidung treffen zu müssen und warum genau dieser Reflex oft zu kurz greift. In vielen Teams gilt Schnelligkeit als Zeichen von Stärke. Wer zögert, wirkt unsicher. Wer entscheidet, wirkt handlungsfähig. Doch diese Gleichung geht im Alltag der Produktentwicklung nicht immer auf. Eine Entscheidung gewinnt nicht an Qualität, nur weil sie schnell getroffen wird. Entscheidend ist der Moment, in dem sie fällt, und die Informationen, die zu diesem Zeitpunkt vorliegen. Eine gute Entscheidung bewertet man nicht anhand ihrer Folgen und Ergebnisse im Nachhinein, sondern aus der Situation heraus, in der sie getroffen wird. Genau hier liegt eine der größten Herausforderungen im Produktalltag. Product Owner bewegen sich ständig in Unsicherheit. Sie kennen selten alle Fakten, müssen aber trotzdem Verantwortung übernehmen. Wer in solchen Situationen vorschnell entscheidet, läuft Gefahr, wichtige Informationen zu übersehen oder sich von scheinbarer Dringlichkeit treiben zu lassen. Oft wird Druck von außen aufgebaut, obwohl die eigentliche Entscheidung noch Zeit hätte. Diese Dynamik zu erkennen, verändert den Blick auf die eigene Rolle spürbar. Nicht zu entscheiden ist dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern selbst eine bewusste Entscheidung. Es geht darum, den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Wenn Unsicherheit hoch ist oder relevante Informationen fehlen, kann es sinnvoll sein, innezuhalten und gezielt Kontext aufzubauen. Gleichzeitig zeigt sich hier ein Spannungsfeld, das viele Produktmenschen kennen. Wer zu lange wartet, riskiert Stillstand. Wer zu schnell entscheidet, riskiert Fehlentscheidungen. Diese Balance bewusst zu gestalten gehört zur eigentlichen Verantwortung eines Product Owners. Hinzu kommt, dass auch nicht jede Entscheidung in die Hände des Product Owners gehört. Teams können und sollten viele Entscheidungen selbst treffen. Wenn jede Frage nach oben eskaliert wird, entsteht Abhängigkeit statt Ownership. Eine kluge Entscheidung besteht dann darin, bewusst nicht zu entscheiden und Verantwortung dort zu lassen, wo sie hingehört. Das stärkt Teams langfristig mehr als jede schnelle Antwort. Gleichzeitig entstehen durch Nicht Entscheiden auch Kosten. Offene Fragen führen zu Wartezeiten, zu Unsicherheit im Team oder dazu, dass an Themen gearbeitet wird, die wenig Wert liefern. Diese Entscheidungskosten sind im Alltag oft unsichtbar, wirken aber stark auf die Produktentwicklung. Deshalb reicht es nicht, einfach nur abzuwarten. Es braucht ein bewusstes Abwägen zwischen Dringlichkeit, Unsicherheit und möglichem Impact. Genau hier entwickelt sich die Qualität von Entscheidungen. Am Ende geht es weniger um die Frage, ob entschieden wird, sondern ob jetzt entschieden werden sollte. Dieses kleine gedankliche Innehalten verändert viel. Es schafft Raum für bessere Entscheidungen und verhindert reflexartiges Handeln. Wer beginnt, das eigene Entscheidungsverhalten zu reflektieren, erkennt schnell Muster. In welchen Situationen entscheide ich zu schnell. Wann warte ich zu lange. Welche Informationen fehlen mir regelmäßig. Diese Klarheit ist der erste Schritt, um die eigene Entscheidungspraxis weiterzuentwickeln. Diese älteren Folgen wurden in der Episode erwähnt: - Kluge Entscheidungen treffen mit Decision Poker - Biases und wie ich als Product Owner damit umgehen kann - Product Principles Weitere Bücher, auf die Tim und Oliver Bezug nehmen: - Annie Duke: Thinking in Bets: Making Smarter Decisions When You Don't Have All the Facts - Daniel Kahneman: Schnelles Denken, langsames Denken Wie gehst du mit diesem Spannungsfeld um? Entscheidest du oft (zu) schnell oder wartest du manchmal (zu) lange, bevor du eine Entscheidung triffst? Entscheide dich doch dazu, deine Gedanken und Erfahrungen mit uns und der Community auf unserer LinkedIn-Seite.
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    47 mins
  • Value Proposition Canvas
    Apr 13 2026
    Dominique und Tim sprechen in dieser Folge über das Value Proposition Canvas und zeigen, wie Produktteams wieder näher an echte Probleme ihrer Zielgruppe kommen, um ein besseres Kundenverständnis zu entwickeln. Das Value Proposition Canvas dient dabei als Denkwerkzeug, das den Blick bewusst von der eigenen Lösung weglenkt und stattdessen auf die Situation der Menschen richtet, für die ein Produkt oder Service erstellt wird. Genau dieser Perspektivwechsel macht in vielen Teams einen spürbaren Unterschied, weil Diskussionen nicht länger von Features dominiert werden, sondern von echten Bedürfnissen und Erwartungen. Dabei muss man sich fragen, welche Aufgaben Menschen wirklich erledigen wollen und welche Hürden dabei entstehen. Das Value Proposition Canvas hilft, diese sogenannten Customer Jobs greifbar zu machen (neben Functional Jobs auch Emotional Jobs, Social Jobs und Basic Needs). Gerade die letzteren Aspekte werden im Alltag oft übersehen, obwohl sie Entscheidungen stark beeinflussen. Wer nur funktionale Anforderungen betrachtet, verpasst wichtige Hinweise darauf, warum Produkte genutzt oder ignoriert werden. Das gemeinsame Arbeiten am Canvas schafft dabei ein geteiltes Verständnis im Team, das über einzelne Meinungen hinausgeht. Spannend wird es, wenn aus diesen Erkenntnissen konkrete Ansatzpunkte für Lösungen entstehen. Das Value Proposition Canvas zwingt dazu, nicht sofort in fertige Features zu springen, sondern erst zu überlegen, wie genau Probleme reduziert oder positive Effekte verstärkt werden können. Dadurch entstehen klarere Hypothesen, die sich später gezielt überprüfen lassen. Statt vorschnell zu bauen, entsteht ein strukturierter Weg von Annahmen zu überprüfbaren Ideen. Genau hier zeigt sich die Stärke des Canvas als Brücke zwischen Problemraum und Lösungsraum. Gleichzeitig bleibt das Value Proposition Canvas ein lebendiges Arbeitsmittel und kein einmal erstelltes Artefakt. Neue Erkenntnisse aus Gesprächen, Tests oder Beobachtungen fließen kontinuierlich ein und verändern das Bild. Teams, die das Canvas regelmäßig nutzen, treffen Entscheidungen bewusster und können Prioritäten besser begründen. Der eigentliche Wert entsteht nicht durch das fertige Ergebnis, sondern durch die Gespräche, die währenddessen geführt werden und das gemeinsame Verständnis, das daraus wächst. Diese früheren Episoden werden im Gespräch referenziert und empfohlen: - Mit Customer Journey Maps arbeiten - Mit "Jobs to Be Done"-Interviews zum besseren Kundenverständnis - Warum Personas für Product Owner wertvoll sind - Mit dem Kano-Modell Kundenbedürfnisse besser verstehen
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    48 mins
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