Astromanie – Dein Wegweiser durch die Welt der Astrologie cover art

Astromanie – Dein Wegweiser durch die Welt der Astrologie

Astromanie – Dein Wegweiser durch die Welt der Astrologie

By: Martin Sebastian Moritz
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Astromanie – Astrologie, aber spicy 🔥 Warum begegnen wir immer wieder denselben Mustern? Warum überfordern uns Krisen, obwohl sie uns wachsen lassen könnten? Und wie entdecken wir unser verborgenes Potenzial? Ich bin Martin Sebastian Moritz – Astrologe, Trendforscher & Psychotherapeut – und hier bekommst du Astrologie mit Tiefgang, Humor & ohne Klischees. Geburtshoroskope, Planetenzyklen & psychologische Muster – für Astronerds & alle, die tiefer eintauchen wollen in biografische Rhythmen, kollektive Entwicklungen & die Magie der Deutung.Martin Sebastian Moritz Hygiene & Healthy Living Psychology Psychology & Mental Health
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  • Folge 32: Chiron, der verwundete Heiler - Trost und Intimität im Horoskop
    Jan 3 2026

    Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Astromanie. Heute geht es um Chiron. Um den verwundeten Heiler. Und vor allem darum, wie ich mit Chiron im Horoskop arbeite. Nach meinem Verständnis hat Chiron sehr viel mit Intimität zu tun. Mit Trost. Und mit der Frage, wie wir mit unseren Wunden leben – und wie nah wir anderen Menschen mit ihnen kommen dürfen.Warum also Chiron? Zum einen, weil im Januar im Rahmen meiner Astro-Lounge eine dreiteilige Chiron-Reihe startet. Zum anderen, weil ich bei berühmten Persönlichkeiten immer wieder sehe, wie deutlich Chiron biografisch wirkt. Ein aktuelles Beispiel ist Brigitte Bardot.Sie wird bis heute als Ikone gefeiert: schön, sinnlich, unvergessen. Gleichzeitig war sie zutiefst verbittert, homophob, voller Hass, politisch radikalisiert. Auch die Beziehung zu ihrem einzigen Sohn war von Ablehnung geprägt. Und dennoch engagierte sie sich mit großer Hingabe für den Tierschutz. Im Horoskop finden wir Chiron im sechsten Haus – unter anderem das Haus der Haustiere – auf ihrem Zwillingsmond. Diese Verschiebung von Fürsorge auf einen Bereich und radikale Abwendung von Menschen begegnet mir immer wieder. Tiere als Projektionsfläche für Liebe, weil die Enttäuschung über Menschen zu groß geworden ist.Damit sind wir beim Mythos Chiron. Entdeckt wurde er 1977, in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche. Mythologisch ist Chiron ein Zwitterwesen, halb Mensch, halb Pferd. Gezeugt von Kronos, der sich in Pferdegestalt einer Nymphe näherte. Diese schämte sich für das Kind und verstieß es. Chiron wuchs zurückgezogen auf, entwickelte heilerische Fähigkeiten, wurde Lehrer vieler Helden – und blieb doch selbst unheilbar verwundet. Seine Wunde heilte nie vollständig. Sie wurde immer wieder aktiviert.Astrologisch zeigt Chiron genau dort im Horoskop eine Verletzung, die tief sitzt. Eine Wunde, die oft nicht offen sichtbar ist, sondern kompensiert, überdeckt oder verleugnet wird. Gerade in einer Leistungsgesellschaft ist wenig Raum für Schwäche. In meiner Arbeit frage ich deshalb immer: Wie wurde mit dieser Wunde in der Kindheit umgegangen? Gab es Trost oder Scham? Mitgefühl oder Verdrängung?Ich sage oft: Dort, wo Chiron steht, liegt das größte Potenzial für Intimität. Und Intimität hat nichts zwangsläufig mit Sexualität zu tun. Man kann Sex haben und dabei vollkommen unberührt bleiben. Intimität entsteht dort, wo man sich zeigen darf – mit Unsicherheit, mit Narben, mit Dingen, für die man sich schämt. Ohne bewertet zu werden. Ohne Mitleid. Sondern mit echtem Mitgefühl.In der Paartherapie arbeite ich genau damit. Hinter Reizbarkeit, Bissigkeit oder Rückzug liegt fast immer ein Gefühl von Hilflosigkeit oder Angst. Wenn Menschen sich trauen, diese Ebene zu zeigen, entsteht Verbindung. Besonders dann, wenn sich ähnliche Chiron-Themen begegnen. Ich nenne das gern: gemeinsam Wunden lecken. Wie Tiere es tun, wenn sie verletzt sind. Oder wie Narben, die verheilen – oder manchmal noch einmal geöffnet werden müssen, damit sie richtig zusammenwachsen.Chiron steht zwischen Saturn und Uranus. Zwischen Körper und Geist. Seine Umlaufzeit beträgt etwa 50 Jahre, seine Bahn ist hoch elliptisch. Er ist ein Grenzgänger – astrologisch wie symbolisch.Je nach Element zeigt sich die Wunde unterschiedlich: In Feuerzeichen geht es um Identität und Selbstwert, oft überkompensiert durch Stärke. In Erdzeichen um Sicherheit, Körperlichkeit und Halt. In Luftzeichen um Nähe, Distanz und Verstehen. In Wasserzeichen um tiefe emotionale Verletzungen, Angst vor Verlust oder Ohnmacht.Zum Schluss noch der Hinweis auf meine dreiteilige Chiron-Reihe in der Astro-Lounge: Am 10. Januar geht es um Chiron in den zwölf Häusern, am 14. Februar um Chiron-Aspekte und am 14. März um Chiron in Beziehungen. Alle Termine werden aufgezeichnet, man kann also auch später einsteigen. Alle Infos und die Anmeldung findet ihr auf meiner Webseite unterhttps://astro-via.com/astrologie-lerngruppe-astrolounge-horoskopdeutung/

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    35 mins
  • Folge 31: Neumond in Schütze - Neptunische Träume oder wonach wir uns wirklich sehnen
    Dec 20 2025

    Herzlich willkommen zu Folge 31. Warum ist dieser letzte Neumond des Jahres 2025 ein bisschen bittersüß? Weil er zwar im optimistischen Zeichen Schütze stattfindet, aber ein unbequemes Quadrat von Neptun bekommt. Der Schütze will höher, schneller, weiter, er will glauben, hoffen, planen, wachsen. Neptun dagegen bringt Sehnsucht, Vernebelung, Illusion und Desillusionierung. Und genau dieses Spannungsfeld nehmen wir heute unter die Lupe.

    Jupiter steht für Visionen, Sinn, Weite und das Glücksversprechen, dass es „schon gut gehen wird“. Beim Schützen passt das perfekt. Da ist dieses Bild vom Zentauren mit Pfeil und Bogen: Der Pfeil fliegt ins Universum, wir sehen nicht, wo er ankommt, und manchmal geht es genau darum. Nicht um das Ziel, sondern um die Reise. Feuer muss brennen. Es gibt in diesem Zeichen eine Selbstverständlichkeit, fast so ein „Die Welt ist meine Auster“. Und zugleich ist in diesem Optimismus immer auch die Möglichkeit von Ernüchterung eingebaut.

    Fische ist feiner, ambivalenter, widersprüchlicher. Es sind zwei Fische, die in entgegengesetzte Richtungen schwimmen und doch verbunden bleiben. Da ist der Wunsch nach Auflösung, nach dem Entkommen aus dem Alltag, nach Erlösung. Fische hat viel mit Träumen, Visionen, Kreativität und Mitgefühl zu tun, aber auch mit Selbstaufgabe. Neptun verstärkt diese doppelte Bewegung: Verzauberung und Enttäuschung liegen nah beieinander. Täuschung und Enttäuschung sind zwei Seiten derselben Münze. Und genau das ist die Botschaft dieses Quadrats: Pass auf, wo du dich zu leicht verführen lässt. Pass auf, wo Hoffnung unrealistisch wird.

    Ich kenne diese Dynamik auch persönlich. In meinem Horoskop steht Neptun im Quadrat zu Jupiter, und mein Vater hat mich als Kind oft „Traumtänzer“ genannt. Ich konnte wunderbar abdriften, in Hörspiele, Filme, Fantasiewelten. Und ehrlich gesagt: Das machen wir alle. Wir tauchen ein, wir projizieren, wir knüpfen an Bilder Gefühle. Und in meiner Arbeit als Paartherapeut und astrologischer Berater sehe ich täglich, wie stark dieses Thema ist. Menschen kommen mit Plänen, Sehnsüchten, Hoffnungen.

    In Beziehungen zeigt sich Jupiter-Neptun oft als Idealbild: die große Liebe, der Seelenverwandte, dieses „bis dass der Tod uns scheidet“. Aber je größer das Ideal, desto größer die Fallhöhe. Enttäuschungen entstehen manchmal aus winzigen Situationen. Einer sagt: „Ich habe dir doch den Tisch repariert, ich war einkaufen, ich habe mich da durchgequält, nur dir zuliebe.“ Und der andere denkt: „Ich will nicht, dass du es mir zuliebe machst, ich will, dass du es gern machst.“ Oder jemand kündigt eine Überraschung an, und am Ende ist es etwas Banales. Gut gemeint, aber schlecht gelesen. Dann kippt Liebe in Frust, weil Erwartungen nicht übereinstimmen.

    Was hilft in diesem neptunischen Gelände? Selbstklärung. Ich arbeite gern mit Schulz von Thun: Jede Nachricht hat mehrere Ebenen. Besonders wichtig ist die Selbstkundgabe. Statt „Guck mich nicht so böse an“ lieber: „Ich werde unsicher, wenn ich deinen Blick nicht deuten kann.“ Das ist weniger Angriff und mehr Verbindung. Es entwirrt den Kuddelmuddel, bevor er sich festzieht.

    Und genau deshalb passt dieser Neumond so gut ans Jahresende. Wir sind oft ausgelaugt, zwischen Weihnachten und Silvester schwingen Hoffnung und Müdigkeit gleichzeitig. Wir ziehen Bilanz: Was war schön? Was war bitter? Wo habe ich mich getäuscht? Was ist trotzdem kostbar gewesen? Vielleicht ist das die stille Einladung dieses Neumonds: Träume nicht wegwerfen, aber sie erden. Ideale nicht verteufeln, aber sie entkleben. Und die kleinen, echten Dinge mitnehmen, die uns wirklich tragen.

    Zum Schluss noch einmal der Hinweis auf den Astro Evolution Kongress vom 2. bis 11. Januar. Kostenlos während des Kongresses, und wer möchte, kann den Premiumzugang für 59 Euro buchen. Ich spreche über den Deszendenten und seinen Herrscher. Link in den Show Notes. Ich wünsche euch viel Freude beim Zuhören.



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    32 mins
  • Folge 30: Vollmond in Zwillinge - Ist doch alles in Ordnung, oder?
    Dec 6 2025

    Vollmond in Zwillinge – „Ist doch eigentlich alles gut, oder?“
    Der Vollmond in Zwillinge fällt in die Schütze-Zeit und bringt damit eine Achse ins Bewusstsein, die zwischen Klagen und Hoffnung, zwischen Neugier und Übertreibung, zwischen Ambivalenz und Begeisterung pendelt. Daher der Titel: „Ist doch eigentlich alles gut, oder?“ Diese Frage ist gleichzeitig ernst gemeint und ein bisschen ironisch. Typisch Zwillinge-Schütze. Zwillinge ist kritisch und neugierig holt alles ins Bewusstsein, was stört, irritiert oder Fragen aufwirft, während Schütze sofort mit dem Impuls reagiert, alles größer, heller und euphorischer zu machen. Die Herausforderung liegt darin, weder in Zynismus noch in einen 'Alles wird toll' -Film zu rutschen, sondern sich selbst im eigenen Fokus wiederzufinden.

    Zwillinge-Mond, Schütze-Sonne und Vorweihnachtsglück im Glühweinformat
    Der Vollmond wirft grelles Licht auf mentale Zwillinge-Muster, Bewertungen, Kommunikation und kleine Gedankenreflexe, die sonst untergehen. Genau in diese Stimmung fällt die Vorweihnachtszeit mit langen Nächten, kurzen Tagen und Glühweinmomenten, die wärmen, schmecken und sich am nächsten Tag rächen. Der Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei in Berlin Prezlauer Berg mit seinen Backsteinmauern, dem Duft nach Tanne und Strömen von Alkohol wird zu einem Beispiel dafür, wie gesellschaftliche Erwartungen funktionieren. Wer nicht mittrinkt, muss sich rechtfertigen. Manche trinken aus Vorweihnachts-Ritual, manche aus Freude, manche, weil es dazu gehört. Andere fliehen vor dem Weihnachtsrummel gleich ganz in den Süden und sagen: „Das ist mir alles zu viel Kommerz.“ Schütze lässt grüßen – die Suche nach Sinn, nach Weite, nach etwas, das nicht so überfrachtet ist mit Erwartungen.

    Hinterhofchor
    Mitten in diese Zwillinge-Schütze-Stimmung fällt meine Teilnahme an einer Chorgruppe in einem gemütlichen kleinen Hinterhof, der eigentlich ein Frauenchor ist – bis plötzlich ein Mann in der Tür steht, nämlich meine Wenigkeit. Ein kurzer irritierter Blick, dann der Satz: „Warum nicht?“ Und schon entsteht ein Moment, der alles in Bewegung bringt. Ein Bariton zwischen drei- und vierstimmigen Frauenstimmen, ein Gefühl von „Das macht richtig Freude“, ein Raum, der warm wird, weil Menschen bereit sind, jemanden spontan aufzunehmen. Zwillinge ergreift diese Gelegenheit, etwas skeptisch: "Mal sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist?", Schütze bringt die große Freude.

    Dieses Zwillinge-Schütze-Spiel begegnet mir auf auf überfüllten Bahnsteigen und im Speisewagen der Deutschen Bahn. Ein Kellner, der sagt, Suppen seien „Urschleim“ und gingen immer, verwandelt Chaos in ein kleines Kabaret. Selbst die quäkige Stimme einer Mitreisenden im Flugzeug – nervtötend bis zur Schmerzgrenze – führt dazu, dass Fremde sich wortlos verbünden und anfangen zu lächeln. Zwillinge registriert die Reize, Schütze bricht den Bann.

    Zwillinge-Kritik, Schütze-Funken und ein Weltbild im Wandel
    Parallel dazu verändert sich die Welt spürbar: Selbstbedienungskassen, QR-Code-Restaurants, künstliche Stimmen, Gesichter mit Lotus-Effekt auf neuen Fernsehern, Bilder, die nichts Echtes mehr haben. Der Begriff „Entmenschlichung der Gesellschaft“ bekommt Gewicht, gerade wenn Sinnlichkeit und Wahrnehmung so stark reagieren wie bei einem Stier mit Jungfrau-AC. Gleichzeitig entsteht ein Gegentrend: der Wunsch nach echten Stimmen, echten Gesichtern, echtem Kontakt. Selbst ein Manuskript, das aus Versehen von KI verfälscht wurde und komplett neu geschrieben werden musste, erinnert daran, dass Authentizität mehr ist als ein Stil – es ist ein Bedürfnis. Zwillinge sieht, was bröckelt. Schütze erkennt, was bleibt.

    Kleine Funken
    Zwischen Kritik und Zuversicht entsteht ein Alltag, der nur mit einem bewussten inneren Fokus zu meistern ist. Kleine Gesten wie ein Kompliment im Supermarkt, ein kurzer Blickwechsel, eine Stimme, die berührt, werden zu Gegenpolen zum mentalen Dauerfeuer.

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    31 mins
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