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stadtvisionen – jung gedacht

stadtvisionen – jung gedacht

By: Aline Fraikin Anica Latzer-Schulte Jürgen Brecht
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In der Podcastreihe „stadtvisionen – jung gedacht“ werden spezifische Themen rund um die Umsetzung der Kinderrechte auf lokaler Ebene behandelt. Dafür führen wir Interviews mit einer Bandbreite an Akteur:innen durch, die ihre eigenen Perspektiven zu konkreten Handlungsfeldern von Städten und Landkreisen im Bereich der Kinderrechte aufzeigen. Relationships Social Sciences
Episodes
  • Auf Augenhöhe im Straßenverkehr
    Jan 8 2026
    Diese Folge befasst sich mit Kinderrechten im Bereich der Verkehrsplanung und dem Recht auf ein unversehrtes, sicheres Aufwachsen. Zu Gast ist die Stadt- und Verkehrsplanerin Katalin Saary, die betont, dass Kinder Anspruch auf angenehme Schulwege und lebenswerte Freizeitorte haben. Sie fordert den Wandel vom „verkehrsgerechten Kind“ zum „kindgerechten Verkehr“, also eine Stadtplanung aus Kinderperspektive. Dazu gehören nicht nur objektive Sicherheitsaspekte, sondern auch das subjektive Empfinden: Kinder reagieren sensibel auf Gerüche, Hunde oder zu enge Wege. Saary sieht aktuell einen „Rollback“, bei dem Autos wieder Vorrang erhalten. Größere Fahrzeugzahlen lassen Gehwege schrumpfen und gefährden die Vision Zero, zumal die Unfallzahlen auf Schulwegen steigen. Breite Wege, abgesenkte Bordsteine und längere Grünphasen wären nötig, scheitern aber oft an knappen Kassen und der Angst vor Parkplatzverlust. Saary fordert allgemein mehr Kinder- und Jugendbeteiligung in der Verkehrsplanung und die Erstellung von Schulmobilitätsplänen.
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    45 mins
  • Kernkurrikulum oder Herzenssache?
    Dec 5 2025
    Diese Folge beleuchtet die Kinderrechte in der Ausbildung von Verwaltungsfachkräften mit Prof. Jürgen Kegelmann, Experte für Verwaltungswissenschaften an der Hochschule Kehl. Prof. Kegelmann betont, dass Kinder die verletzlichste Gruppe sind, die aber gleichzeitig ein wichtiges Kreativitäts- und Innovationspotenzial in die Stadt und Verwaltung bringt. Da Verwaltungen stark rechtsorientiert sind, ist die gesetzliche Fixierung von Kinderrechten essenziell, um das Handeln der Verwaltung auszulösen,. Um Kinderrechte nachhaltig zu verankern, sind kulturelle und strukturelle Veränderungen notwendig: Es braucht Vision und Strategie, da Kinderrechte nahezu alle kommunalen Handlungsfelder betreffen. Wichtig ist die Schaffung klarer Zuständigkeiten und Rollen, wie z.B. Kinderbeauftragte,. Das häufig thematisierte Spannungsfeld zwischen knappen Kassen und Kinderrechten hält Kegelmann oft für einen Scheinkonflikt. Er fordert, dass Kommunen die langfristige Perspektive einnehmen und Kinder als Zielgruppe sehen, da Sparen an ihnen die Zukunft der Stadt verbaut. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Beteiligung von Kindern unerlässlich. Am Beispiel von Meckenbeuren zeigte sich, wie Kinder, die symbolhaft im Gemeinderatssaal gehört wurden, Verantwortungsgefühl für die Gemeinde entwickeln konnten. Abschließend empfiehlt der Experte Verwaltungsmitarbeitern, die „Kinderbrille“ aufzusetzen und eine Servicehaltung einzunehmen, um Kinder und Jugendliche als Ressource (Coproduktion) zu nutzen. Zudem sollten digitale Partizipationsmöglichkeiten für sogenannte Digital Natives stärker genutzt werden.
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    23 mins
  • UN-Kinderrechte: Grundpfeiler oder Nice-to-have?
    Aug 26 2025
    Diese Folge von „Stadtvisionen – jung gedacht“ widmet sich intensiv der UN-Kinderrechtskonvention. Aline Fraikin spricht mit Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Die Konvention von 1989, die über den Kinderschutz hinaus auch Beteiligungsrechte umfasst, ist in Deutschland bindendes Recht, obwohl dies vielen Rechtsanwender:innen nicht ausreichend bekannt ist oder als „Nice-to-have“ missverstanden wird. Deutschland muss alle fünf Jahre Bericht über die Umsetzung ablegen und erhält von den Vereinten Nationen ein „Hausaufgabenheft“ mit Empfehlungen. Aktuelle Kernbereiche für Nachbesserungen sind laut Ausschuss Gewaltprävention, inklusive Bildung und eine bedürfnisgerechte Unterbringung geflüchteter Kinder. Eine große Baustelle bleibt das Fehlen einer zentralen, kindgerechten Beschwerdestelle – das „Klingelschild“, an das sich Kinder bei Rechtsverletzungen wenden können. Obwohl der Bekanntheitsgrad der Rechte steigt, gibt es noch viel Luft nach oben bei der Umsetzung und der Nutzung der maximal verfügbaren Ressourcen für Kinder in Deutschland.
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    31 mins
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