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Frisch an die Arbeit

Frisch an die Arbeit

By: DIE ZEIT
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Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-aboZEIT ONLINE Economics
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  • Wie resilient muss eine Kinderärztin sein, Victoria Lieftüchter?
    May 5 2026
    »Die Arbeitsbelastung in meinem Beruf ist sehr hoch, ich schaffe es nur, weil er mir so viel Freude macht«, sagt Victoria Lieftüchter im Podcast »Frisch an die Arbeit«. Als Kinderärztin arbeitet sie nicht nur auf der Intensivstation des LMU-Klinikums in München, sondern ist auch regelmäßig als Kindernotärztin mit einem Team der Rettungsstelle im Einsatz. Lieftüchter, 40, muss häufig am Wochenende oder nachts arbeiten. Obendrauf kommen mindestens 24 Arbeitsstunden im Monat für den Kindernotdienst. »Ich liebe diesen Job. Denn ich kann Kindern helfen, die für mich das Wertvollste sind, was wir haben«, sagt Lieftüchter. Oft wird sie als Kindernotärztin zu schweren Unfällen gerufen. Manchmal reagieren die Eltern aber auch über und wählen grundlos den Notruf. »Genervt bin ich trotzdem nie, denn die Eltern haben uns ja nicht aus Spaß angerufen, sondern weil sie sich Sorgen gemacht haben«, sagt Lieftüchter. Dennoch glaubt sie, dass sich viele Eltern von Chatbots oder Google verunsichern lassen und zu Hause falsche Diagnosen stellen. Lieftüchter ist Mutter einer achtjährigen Tochter und arbeitet Vollzeit. »Natürlich habe ich oft zurückgesteckt. Ich musste Geburtstage von Freunden absagen oder konnte selten das ganze Wochenende mit meinem Kind verbringen«, sagt Lieftüchter. Ihr oberstes Ziel motiviert sie: Kinder an allen Kliniken sollen von Spezialisten behandelt werden können, auch über den Notruf. Dafür setzt sie sich auch als Vorstandsmitglied in der Fachgesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin ein. In vielen Bundesländern ist das bislang nicht so. Im Podcast erzählt Lieftüchter, wie ein Einsatz als Kindernotärztin abläuft, womit sie ihre Resilienz stärkt und mit welchen Argumenten sie junge Kollegen für den Job begeistert. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    36 mins
  • Arbeiten Sie gerne im Gefängnis, Stephanie Pfalzer?
    Apr 21 2026
    »Ich wollte keinen einfachen Job – das hat funktioniert«, sagt Stephanie Pfalzer im Podcast »Frisch an die Arbeit«. Sie ist stellvertretende Leiterin der Justizvollzugsanstalt München und verantwortet unter anderem eine Therapieabteilung für Sexualstraftäter. Pfalzer, 50, studierte Rechtswissenschaften und Rechtsphilosophie in Augsburg und Edinburgh. Seit 2011 gehört sie zum Leitungsteam der JVA München. In ihrer Einrichtung sind vor allem Menschen in Untersuchungshaft untergebracht. Anders als in einer JVA mit langen Haftstrafen sei es hier noch möglich, Perspektiven für die Inhaftierten zu entwickeln. »Bei uns haben die meisten Gefangenen noch Hoffnung und blicken nach vorne«, sagt Pfalzer. Viele glaubten, ihre Unschuld beweisen zu können oder mit einem milderen Urteil davonzukommen. Wenn neue Inhaftierte ankommen, geht es oft zuerst um praktische Fragen. »Manchmal ist das nur die zurückgelassene Katze, um die sich jemand kümmern muss«, sagt Pfalzer. Viele würden direkt aus ihrem Alltag heraus verhaftet. Ab und zu führt das zu absurden Situationen, etwa wenn ein Inhaftierter seinen Verwandten sein plötzliches Verschwinden erklären will. »Ein Gefangener hat seinen Kindern etwa erzählt, er arbeite auf einer Ölbohrplattform und könne deshalb nicht nach Hause kommen«, sagt Pfalzer. Er habe gewollt, dass einer unserer Mitarbeiter das bestätigt. »Aber an Lügen beteiligen wir uns natürlich nicht«, sagt Pfalzer. Der Alltag in einer Justizvollzugsanstalt ist streng organisiert. Handys sind nicht zugelassen, weil die Kommunikation kontrolliert werden muss. Brillen oder Hörgeräte sind nach einer Kontrolle erlaubt, Eheringe nur bis zu einem bestimmten Wert. »Ich habe aber nie das Gefühl, dass ich nur Regeln umsetze – ich kann auch viel von meinen Überzeugungen einfließen lassen«, sagt Pfalzer. Mit den Jahren habe sich ihr Blick auf Täter verändert. »Straffällig werden Menschen außerhalb der Mauern, nicht hinter Gittern.« Lebensumstände seien oft entscheidend, gerade auch Suchterkrankungen, auch wenn jede Tat eine eigene Entscheidung bleibe. Im Podcast erzählt Stephanie Pfalzer außerdem, warum die JVA für manche Gefangene auch eine Rettung ist, weshalb Ausbrüche selten geworden sind und wie Angehörige und Freunde mit Gefangenen umgehen sollten. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    41 mins
  • Haben Sie schon mal Ihren Einsatz verpasst, Michael Leopold?
    Apr 7 2026
    "Mein Job kann körperlich sehr anstrengend sein", sagt Michael Leopold im Podcast Frisch an die Arbeit. Er ist Schlagzeuger bei den Münchner Philharmonikern und braucht für das Spielen von Trommeln, Becken, Donnerblechen oder Gongs viel Kraft und muss oft lange stehen. "Dafür ist es auf der anderen Seite auch ganz entspannt", fügt er hinzu. Zum Beispiel, wenn bei der 7. Sinfonie von Bruckner nur ein einziger Schlag im ganzen Stück anstehe. Den dürfe man dann allerdings auf keinen Fall verpassen, "das wäre sonst sehr peinlich". Seit fast zehn Jahren spielt der 35-Jährige verschiedene Perkussionsinstrumente bei den Philharmonikern. Oft sitzen bei den Konzerten mehr als 100 seiner Musikerkollegen auf der Bühne. Die Hierarchien seien dabei klar geregelt. "Die Chefs sind die ersten Geiger und der Dirigent, bei den Rhythmusinstrumenten hinten gibt auch der Paukist den Ton an", sagt Leopold. Mit den Bläsern kämen Schlagzeuger wie er besonders gut klar, "denn die haben oft denselben Hintergrund. Die meisten haben wie wir in kleinen Blaskapellen auf dem Land angefangen und sind dann erst zur klassischen Musik gewechselt." Er selbst habe erst gar nicht gewusst, dass er die Musik zum Beruf machen wollte, fast wäre er Profi-Fußballer geworden. Aber dann verlief sein Weg recht geradlinig über sein Studium an der Musikhochschule München und viele Stationen an Theatern, Orchestern und der renommierten Akademie der Philharmoniker. "Ich bin sehr dankbar, dass ich so ein Glück hatte", sagt Leopold. Von allen Stücken möge er die Sinfonien von Gustav Mahler am liebsten, da er als Schlagzeuger da viel zum Einsatz komme. Auch an eher unscheinbaren Instrumenten. "Es macht einen Unterschied, wie man zum Beispiel Triangel spielt", sagt er. "Man kann schon eine kleine Wissenschaft daraus machen: Wo klingt dieses Dreieck am schönsten, wo sind die Obertöne am klarsten." Im Podcast erzählt Leopold, welche Pannen er auf der Bühne schon mal erlebt hat, warum er nebenbei immer noch sehr gerne in Oktoberfest-Kapellen spielt und wie er junge Leute für klassische Musik begeistern will. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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    41 mins
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