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  • Ideenklau in der TGI? Inspiration, Copyright & Zusammenarbeit in der tiergestützten Intervention
    Apr 22 2026

    24. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir über ein Thema, das viele Fachkräfte beschäftigt: Ideenklau, Inspiration und Zusammenarbeit in der tiergestützten Intervention (TGI).

    Während Katrin und Marie im Urlaub in Slowenien sind, nehmen sie sich Zeit für Themen, die sie in letzter Zeit besonders bewegt haben. Es geht um die Frage: Wann ist etwas Inspiration und wann wird daraus Ideenübernahme ohne Anerkennung?

    Wir sprechen über Copyright und Urheberrecht, darüber, wann wir Inhalte, Methoden oder Worte anderer verwenden dürfen und wann es wichtig ist, den Ursprung sichtbar zu machen.

    Ein zentraler Gedanke dabei: Weiß ich eigentlich noch, wo meine Inspiration herkommt?

    Gleichzeitig geht es um unsere Haltung als Fachkräfte: Wir möchten inspirieren, Wissen teilen und unsere Ideen in die Welt tragen. Und wir freuen uns, wenn diese in der Praxis aufgegriffen werden – verbunden mit dem Wunsch nach Wertschätzung und Anerkennung.

    Wir geben Einblicke in unsere Offenheit gegenüber Interviews, Hospitationen und Facharbeiten und sprechen darüber, wie wir Wissen weitergeben, ohne dass Inhalte einfach übernommen werden.

    Dabei wird deutlich: Kommunikation ist der Schlüssel.
    Im Austausch bleiben, Quellen benennen, sich gegenseitig vernetzen und unterstützen – statt Konkurrenzdenken.

    Diese Folge ist auch ein Appell an die TGI-Community:
    Für mehr Miteinander, Achtsamkeit und Zusammenarbeit. Denn wenn wir als Fachkräfte gemeinsam arbeiten, uns unterstützen und vernetzen, können wir langfristig auch stärkere Strukturen und bessere Rahmenbedingungen schaffen.

    Gleichzeitig sprechen wir darüber, gut auf uns selbst zu achten: Nicht jede Energie muss in Veränderung fließen – manches ist bereits gut so, wie es ist.

    Ein besonderer Moment in der Folge ist ein Herzmoment von Daria vom Wagerenhof in der Schweiz, der zeigt, wie wertvoll internationale Verbindungen sein können. Mehr dazu unter: https://www.wagerenhof.ch

    Zum Abschluss stellen wir eine Methode für die tiergestützte Praxis vor, die sich direkt in den eigenen Arbeitsalltag übertragen lässt.

    Eine Folge über Haltung, Austausch, Grenzen und die Frage, wie wir gemeinsam die tiergestützte Intervention weiterentwickeln können.

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    30 mins
  • BTI, Mitgliedschaft & TGI-Praxis: Marianne Lüke über Wege, Methoden und Entwicklung
    Apr 15 2026

    23. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir mit Marianne Lüke, erster Vorsitzenden des Bundesverbands für tiergestützte Intervention (BTI).

    Marianne gibt Einblicke in ihre praktische Arbeit – unter anderem im Bereich der Gerontologie und berichtet ausführlich über den Bundesverband für tiergestützte Intervention (BTI): Welche Aufgaben übernimmt der Verband? Wie kann man Mitglied werden? Und welche Vorteile bietet eine Mitgliedschaft für Fachkräfte in der tiergestützten Intervention?

    Darüber hinaus sprechen wir über einen zentralen Aspekt der TGI: den Druck rausnehmen. Denn in der Arbeit mit Tieren verläuft vieles nicht nach Plan – und genau darin liegt oft die größte Chance. Wege entstehen im Tun, durch Begegnung und durch die Fähigkeit, sich auf das einzulassen, was im Moment passiert.

    Marianne bringt außerdem eine konkrete Methode aus der tiergestützten Praxis mit, die zum Weiterdenken anregt.

    Persönlich wird es auch: Marie erzählt von ihrem Weg von einer geplatzten Pädagogikbegleithundeprüfung bis hin zur Übernahme eines Hofes für tiergestützte Intervention. Katrin gibt Einblicke in ihre Arbeit mit Ponys und zeigt, wie vielfältig TGI in der Praxis aussehen kann.

    Eine Folge über Fachlichkeit, Entwicklung, Umwege und darüber, wie tiergestützte Arbeit oft genau dann entsteht, wenn wir aufhören, alles kontrollieren zu wollen.

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    42 mins
  • Körperkontakt in der TGI: Müssen Tiere sich streicheln lassen? Grenzen, Consent & Gewaltprävention
    Apr 8 2026

    22. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir über ein Thema, das viele kennen und oft falsch eingeschätzt wird: Körperkontakt mit Tieren in der tiergestützten Intervention.

    Ausgangspunkt ist eine Alltagssituation: Katrin wird auf einem Geburtstag gefragt, warum sich ihre Hündin Feeli „so verhält“ – schließlich sei sie doch ein Therapiehund. Dahinter steckt eine weit verbreitete Annahme: Tiere im pädagogischen oder therapeutischen Setting müssten sich anfassen, streicheln oder knuddeln lassen.

    Wir sprechen darüber, warum diese Erwartung nicht nur auf Hunde zutrifft, sondern auf viele Tierarten übertragen wird und warum sie problematisch ist. Denn jedes Tier ist ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Ausdrucksformen.

    Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf der Frage: Wie sagen Tiere eigentlich „Nein“?
    Und warum ist dieses „Nein“ oft wertvoller als ein erzwungenes „Ja“?

    Wir zeigen, wie wir als Fachkräfte mit solchen Erwartungen umgehen, wie wir Grenzen unserer Tiere klar kommunizieren und welche Rolle wir als Dolmetscher*innen der Tiere einnehmen.

    Darüber hinaus geht es um einen wichtigen gesellschaftlichen Aspekt: Gewaltprävention und Consent im Kindesalter. Tiere können uns dabei helfen, Kindern zu vermitteln, dass Körperkontakt immer ein Einverständnis braucht und dass auch sie selbst Grenzen setzen dürfen.

    Diese Folge richtet sich nicht nur an Fachkräfte der tiergestützten Intervention, sondern an alle, die sich mit Fragen rund um Körperkontakt, Grenzen und respektvolles Miteinander beschäftigen – zwischen Menschen und im Kontakt mit Tieren.

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    22 mins
  • Cornelia Drees über Haltung in der TGI: Vertrauen, Beziehung und Tierwohl
    Apr 1 2026

    21. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir mit Cornelia Drees, die seit über 26 Jahren als Fachkraft für tiergestützte Intervention arbeitet und als Dozentin zahlreiche angehende Fachkräfte geprägt hat. Auch heute inspiriert sie die tiergestützte Szene mit ihrer Haltung und Erfahrung.

    Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie entsteht Haltung in der tiergestützten Intervention (TGI)? Und wie bauen wir Vertrauen auf – in uns selbst, in unsere Tiere und in die Klient*innen?

    Wir sprechen über Beziehung als Grundlage der TGI, darüber, wie wir Tiere wahrnehmen, ihre Bedürfnisse erkennen und daraus Sicherheit im Setting entwickeln. Dabei teilen wir auch Erfahrungen, in denen unsere Tiere uns überrascht und gezeigt haben, was ihnen wirklich Freude bereitet.

    Ein weiterer Fokus liegt auf freien Begegnungen im tiergestützten Setting: Wie können wir den Druck vom Tier nehmen und echtes Miteinander ermöglichen? Und wie gestalten wir insbesondere im mobilen Einsatz Settings, in denen Empathie, Respekt und soziale Kompetenzen gefördert werden – bei gleichzeitigem Fokus auf Tierwohl?

    Wir reflektieren außerdem unsere Rolle als Dolmetscher*innen der Tiere und sprechen darüber, wie wir Herausforderungen im Setting als Entwicklungschancen nutzen können.

    Das Thema Enrichment ist ebenfalls Teil des Gesprächs – nicht als Zusatz, sondern im Kontext eines komplexen, artgerechten Lebens unserer Tiere.

    Ein zentraler Gedanke: Tiere brauchen Fürsorge, aber keine Vermenschlichung – sondern Anerkennung als eigenständige Persönlichkeiten auf Augenhöhe.

    Erwähnte Bücher in der Folge:
    Was machst du mit einem Problem? von Kobi Yamada
    Der kleine Hirtenjunge von Regina Linke

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    37 mins
  • Rückblick, Herzmomente & Zukunft der TGI – unsere Jubiläumsfolge 20
    Mar 25 2026

    20. Folge: In dieser besonderen Folge feiern wir ein kleines Jubiläum: 20 Folgen von der tiergestützte Podcast.

    Wir nehmen euch mit auf einen persönlichen Rückblick – unter anderem zur IEMT-Fachtagung in Basel (Schweiz), bei der wir mit unserem Podcast den Posteraward gewinnen durften. Ein Moment, der uns sehr bewegt hat – genauso wie die vielen Herzmomente, die wir durch den Podcast sammeln konnten.

    Auch in dieser Folge darf ein Herzmoment nicht fehlen: Wir hören einen Beitrag von Karin Hediger und lassen uns von ihrer Perspektive berühren.

    Für unsere Jubiläumsfolge haben wir uns etwas Besonderes überlegt: Wir spielen das Spiel "Darf ich dich das fragen?" vom Podcast Hotel Matze und stellen uns gegenseitig Fragen aufgeteilt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

    Wir sprechen darüber:
    • welche Tiere und Erlebnisse uns in unserer Kindheit geprägt haben
    • warum uns manche Dinge vielleicht aus anderen Perspektiven „merkwürdig“ erscheinen
    • worauf wir stolz sein dürfen
    • wie wir zu unserem Unternehmensnamen gekommen sind
    • was uns in Zukunft erwartet und worauf wir uns freuen
    • und was oder wer uns immer wieder glücklich macht

    Eine sehr persönliche Folge über Entwicklung, Haltung und die Verbindung zu unseren Tieren – damals, heute und in Zukunft.

    Danke, dass DU uns auf diesem Weg begleitest 💛

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    27 mins
  • IAHAIO & tiergestützte Intervention weltweit: Ethik, Netzwerke und Zukunft der TGI
    Mar 18 2026

    19. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir erneut mit Michael Kaufmann – diesmal mit einem klaren Fokus auf die internationale Vernetzung der tiergestützten Intervention.

    Michael ist Interimspräsident der IAHAIO (International Association of Human-Animal Interaction Organizations)und gibt uns einen umfassenden Einblick in die Arbeit dieser weltweiten Organisation. Wir sprechen darüber, welche Rolle IAHAIO für die Entwicklung und Professionalisierung der tiergestützten Arbeit spielt und welche Bedeutung die internationalen White Paper für fachliche Standards haben.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der ethischen Grundhaltung der IAHAIO sowie auf den Möglichkeiten, sich selbst weiterzubilden – zum Beispiel durch kostenlose Webinare, die auch für Einzelpersonen zugänglich sind.

    Michael bringt zudem viele Beispiele aus seiner internationalen Arbeit mit und zeigt auf, wie unterschiedlich die Rahmenbedingungen für tiergestützte Intervention in verschiedenen Ländern und Kontinenten sein können – und welche Auswirkungen das auf die praktische Arbeit hat.

    Gleichzeitig wird deutlich: Trotz wachsender Professionalisierung bleibt die finanzielle Situation im Bereich der tiergestützten Arbeit eine große Herausforderung.

    Zum Abschluss richten wir den Blick nach vorne: Es geht um die Frage, wie wir als Fachkräfte weltweit stärker zusammenarbeiten können. Statt Unterschiede in den Vordergrund zu stellen, plädieren wir dafür, uns auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen und das internationale Netzwerk weiter zu stärken – für eine TGI, die global vernetzt ist und voneinander lernt.

    Eine Folge über Ethik, Austausch, internationale Perspektiven und die gemeinsame Zukunft der tiergestützten Intervention.

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    26 mins
  • Tiergestützte Therapie in den USA: Michael Kaufmann über Green Chimneys, Natur & Tiere
    Mar 11 2026

    18. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast ist Michael Kaufmann zu Gast. Er lebt und arbeitet in den USA und ist seit über 20 Jahren Leiter von Green Chimneys im Bundesstaat New York – einer Einrichtung, die Schule, Natur und tiergestützte Arbeit miteinander verbindet.

    Michael nimmt uns mit auf seinen persönlichen Weg zur tiergestützten Arbeit und erzählt, wie sich dieses Arbeitsfeld in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Als er begann, stand tiergestützte Therapie noch am Anfang – heute eröffnet sie viele neue Möglichkeiten in pädagogischen und therapeutischen Berufsfeldern.

    Wir sprechen über die Geschichte und die Strukturen von Green Chimneys, über den Schulalltag der Kinder, die dort betreut werden, und über die verschiedenen Formen der Unterstützung, die sie erhalten. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Verbindung von Natur, Tieren und Menschen: Auf der Farm leben zahlreiche Tiere, die in die pädagogische Arbeit einbezogen werden.

    Michael berichtet außerdem über die große Bedeutung von Vertrauen zwischen Mensch und Tier, über die Entscheidung, bei Green Chimneys nicht mehr mit Pferden zu reiten, und über seine besondere Arbeit mit einer außergewöhnlichen Tierart: Trampeltieren.

    Wir sprechen auch über Verantwortung – gegenüber den Kindern, den Mitarbeitenden und den rund 300 Tieren, die auf der Farm leben. Dazu gehört auch die schwierige Entscheidung, sich von Tieren zu trennen, die sich im tiergestützten Setting nicht wohlfühlen oder für die Arbeit mit Kindern nicht geeignet sind, und ihnen ein gutes neues Zuhause zu ermöglichen.

    Ein weiterer Einblick gilt der Finanzierung der Einrichtung, die zu großen Teilen durch Spenden unterstützt wird und so die Versorgung der Tiere und die pädagogische Arbeit ermöglicht.

    Wenn ihr mehr über Green Chimneys erfahren oder mit Michael Kaufmann in Kontakt treten möchtet, könnt ihr ihn direkt erreichen unter:
    mkaufmann@greenchimneys.org

    Eine spannende Folge über tiergestützte Arbeit, Naturpädagogik und die besondere Verbindung zwischen Mensch, Tier und Umwelt.

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    42 mins
  • Hund in der Kita: Chancen und Herausforderungen der hundegestützten Pädagogik
    Mar 4 2026

    17. Folge: In dieser Folge von der tiergestützte Podcast sprechen wir über den Einsatz eines Kitabegleithundes im Kita- und Krippenalltag. Zu Gast ist Lisa, staatlich anerkannte Erzieherin und mit ihrer Hündin Ava als Kitabegleithundeteam tätig. Außerdem befindet sie sich in der Weiterbildung zur Fachkraft für tiergestützte Intervention.

    Lisa erzählt, wie sie zur tiergestützten Arbeit gekommen ist und warum sie den Einsatz eines Hundes in der Kindertagesstätte als besonders wertvoll erlebt. Wir sprechen über die kleinschrittige Eingewöhnung von Ava in den Kita-Alltag, über Reizgewöhnung, klare Regeln, Abläufe und Rituale – und über die Bedeutung von Rückzugsbereichen sowie festen Rückzugsräumen außerhalb des Geschehens.

    Auch Marie berichtet von der Eingewöhnung ihres Pädagogikbegleithundes Miro im Kita- und Krippenkontext. Gemeinsam vergleichen wir zwei Wege: mit Hund fest angestellt in der Kita arbeiten oder als externe Fachkraft für hundegestützte Einsätze gebucht werden.

    Wir beleuchten die Herausforderungen, die das System Kita für Fachkräfte mit Hund mit sich bringt, sprechen über Belastungen, strukturelle Grenzen und unterschiedliche berufliche Entscheidungen. Gleichzeitig geht es um die enorme Chance früher Hundebegegnungen: Kinder lernen Körpersprache zu deuten, Bedürfnisse zu erkennen und sicher im Umgang mit Hunden zu werden – ein wichtiger Beitrag zur Unfallprävention.

    Eine ehrliche, praxisnahe Folge über Struktur, Verantwortung, Systemfragen und die besondere Wirkung hundegestützter Pädagogik im frühen Kindesalter.

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    36 mins