• #10 Staffelfinale: Was muss man beachten, wenn die Transformation gelingen soll?
    Mar 9 2026

    In dieser finalen Folge der 1. Staffel blicken wir das, was sich über die unterschiedlichen Unternehmen und Perspektiven hinweg als gemeinsame Muster gezeigt hat.

    Anjas Beobachtung: Für eine erfolgreiche Transformation muss man die Logik von Software ernst nehmen

    1. Software verändert nicht nur Produkte, sondern auch Geschäftsmodelle. Wenn Software ernst genommen wird, braucht es andere Kennzahlen und Bewertungsmaßstäbe – etwa wiederkehrende Umsätze statt einmaliger Verkäufe.

    2. Transformation muss beginnen, bevor das bestehende Geschäft unter Druck gerät. Organisationen müssen in neue Modelle investieren, während das alte Modell noch erfolgreich ist.

    3. Hardware und Software folgen unterschiedlichen Entwicklungslogiken. Die „First Time Right“-Logik der Hardware trifft auf die „Release First, Patch Later“-Logik der Software – beide sind rational innerhalb ihres Systems.

    Judiths Beobachtung: Man muss Führung und Hierarchie klug organisieren.

    1. In neuen Feldern braucht es Führung vor der Struktur. Wenn es noch keine etablierten Routinen gibt, entsteht Orientierung durch Personen, die neue Wege ausprobieren.

    2. In stark verstrukturierten Organisationen braucht es Führung gegen die Struktur. Gerade erfolgreiche Routinen können Innovation blockieren, wenn niemand Impulse setzt, die sie infrage stellen.

    3. Transformation braucht Strukturen, die Führung ermöglichen. Organisationen müssen gezielt Räume schaffen, in denen Konflikte zwischen alten und neuen Logiken produktiv verhandelt werden können.


    Wie geht es weiter? Die zweite Staffel ist schon in Planung! Wenn du selbst ein spannendes Thema an der Schnittstelle zwischen Soft- und Hardware vor der her treibst, dann melde dich bei uns: Schreib z.B. Andreas via andreashermwille@metaplan.com


    Wenn du den Start der 2. Staffel oder das Erscheinen vom Buch von Anja und Judith nicht verpassen möchtest: Schau auf bitsundbolzen.info vorbei und abonniere unseren Newsletter.

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    31 mins
  • #9 Wie man sein Lieblingsproblem findet - B&B Backend
    Feb 23 2026

    Wie eine Organisation geformt ist, so werden auch ihre Produkte geformt sein. Das ist grob die Aussage von Convey's Law.


    In dieser Bits & Bolzen Backend Folge sprechen Anja Hendel, Judith Muster und Andreas Hermwille darüber

    - wie sich Convey's Law im Konflikt zwischen Hard- und Softwarelogiken auswirkt,

    - wie andere Organisationsgestalter:innen von Michäas Sutter übers Brücken bauen und lokale Rationalitäten lernen können.

    - was es heißt, wenn Konflikte nach unten statt nach oben eskalieren

    - und wieso man sich nicht für ideale Lösungen, sondern immer für Lieblingsprobleme entscheiden muss.

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    34 mins
  • #8 Wie überbrückt man die Lücken zwischen den Arbeitswelten? Mit Michäas Sutter, Infineon Technologies
    Feb 16 2026

    In dieser Folge ist Michäas Sutter zu Gast. Er arbeitet für den Halbleiterhersteller Infineon Technologies. Halbleiter sind ein unverzichtbares Element in der digitalisierten Gesellschaft. Von Fahrzeugelektronik, über Energienetze zu Sensor- und Konnektsystemen sind Halbleiter überall da drin, wo wir als Laie drauf schauen und Dinge auch einfach Magie sein könnten. Infineon ist mit 57.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 14.7 Milliarden Euro einer derweltweit führenden Anbieter.

    Michäas schaut dabei aber nicht aufeinen einzelnen Bereich, sondern aufs Vernetzen der Strukturen. Als Head of Strategic Organization Design ist seine Aufgabe genau das, was wir spannendfinden: Das Herstellen und Absichern guter Kommunikation, mittels klug angelegter Strukturen.

    Spannend ist dabei auch, dass Michäas selbst weder Software noch Ingenieurswesen als Hintergrund hat, sondern einen organisationstheoretischen: Er ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler mit einem Schwerpunkt darauf, wie Wissen in Organisationen weiter gegeben wird.


    Michäas hat uns drei Thesen über die Lücke zwischen Soft- und Hardwarewelt mitgebracht:

    1. Die üblichen Lösungsversuche setzen bei Mindset-, Kultur- oder Leadership-Defiziten an, was deutlich zu kurz springt.
    2. Weiter kommt man, wenn man die "lokalen Rationalitäten" der Akteure betrachtet und sich fragt, wie man zwischen ihnen Brücken bauen kann.
    3. Aber als kluge Organisationsgestalter:innen müssen wir hinnehmen, dass es manche Dilemmata immer gehen wird.

    Darum ist die wichtigste Aufgabe als Gestalter:in von Strukturen: Man muss die Entscheidungen treffen, die für alle anderen das weiter entscheiden möglich machen.

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    42 mins
  • #7 Wieso es kein volles Verschmelzen der Industriewelten geben wird - Bits & Bolzen Backend
    Feb 3 2026

    In dieser Folge besprechen Anja, Judith und Andreas die Erkenntnisse, die sie aus dem Gespräch mit Christoph Hartung mit genommen haben.


    Eine seiner Thesen war: Soft- und Hardwarewelt werden nie ganz eins werden können. Wie schauen Anja und Judith darauf?

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    29 mins
  • #6 Wie ändert "das Device auf Rädern" die Produktionslogik? - mit Christoph Hartung, Bosch
    Jan 26 2026

    In dieser Folge von Bits & Bolzen geht es um das Zusammenspiel von Hardware- und Softwarelogik in der Automobilindustrie. Am Beispiel von Bosch diskutieren wir, wie sich Mobilität im Übergang zur softwaredefinierten Welt organisatorisch, technologisch und kulturell verändert.


    Christoph Hartung und Bosch

    Christoph Hartung ist Präsident des Bosch-Geschäftsbereichs Cross-Domain Computing Solutions, der zentrale Rechnerplattformen, Software und Elektronik für moderne Fahrzeuge verantwortet. Er arbeitet seit über zwei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Automobilindustrie und Softwareentwicklung. Bei Bosch treibt er die Transformation hin zu softwaredefinierter Mobilität voran.

    • Das Auto als „Device auf Rädern“
      Wie verändert sich Mobilität, wenn Fahrzeuge zunehmend wie digitale Endgeräte gedacht, genutzt und weiterentwickelt werden?

    • Clash von Hardware- und Software-Entwicklungslogiken
      Was passiert, wenn jahrelange Hardware-Vorlaufzeiten auf kurze Software-Iterationszyklen und kontinuierliche Updates treffen?

    • Komplexität durch Steuergeräte vs. integrierte Rechnerarchitekturen
      Wie lässt sich die historisch gewachsene Komplexität von Steuergeräten durch zentralere, leistungsfähige Rechnerplattformen reduzieren?

    • Führungs- und Entscheidungsfragen in der Transformation
      Welche Entscheidungen müssen Führungskräfte heute anders treffen, um Hardware- und Softwarewelten produktiv zusammenzubringen?

    • Lernen von Tesla und chinesischen Herstellern
      Welche organisatorischen und architektonischen Ansätze anderer Hersteller zeigen, wie softwaredefinierte Mobilität schneller Realität wird?


      Glossar

    • ADAS – Advanced Driver Assistance Systems; Fahrerassistenzsysteme

    • E/E-Architektur – Elektrik-/Elektronik-Architektur eines Fahrzeugs

    • OEM – Original Equipment Manufacturer; Fahrzeughersteller

    • SOP – Start of Production; Produktionsstart/Serienanlauf

    • Tier 1 – System- oder Modullieferant direkt an den OEM

    • Tier 2 – Zulieferer für Tier-1-Lieferanten

    • SDV – Software-Defined Vehicle; softwaregetriebenes Fahrzeugkonzept

    • PEP – Produktentstehungsprozess; Entwicklungs- und Industrialisierungsprozess

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    52 mins
  • #5 Nach außen immer konsequent, nach innen immer zweifelnd: Die Backend-Folge zu Sabine Erlinghagen und Siemens Grid Software
    Jan 12 2026

    In dieser Folge analysieren Judith Muster und Anja Hendel die zentralen Erfolgsfaktoren von Sabine Erlinghagen beim Aufbau von Siemens Grid Software und was sich daraus über Softwareorganisationen in industriellen Konzernen lernen lässt.

    Zentrale Fragen der Folge:

    • Wie gelingt Veränderung in einem großen, traditionsreichen Industrieunternehmen?

    • Welche Bedeutung haben Startvoraussetzungen wie Organisationsalter, Erwartungsdichte und eigene Machtposition?

    • Warum ist eine klare Zielsetzung (KPIs, ARR) entscheidend, um Software als eigenständiges Geschäft zu etablieren?

    • Was unterscheidet Software als Dienstleistung von Software als Produkt – organisatorisch und wirtschaftlich?

    • Wie lassen sich klare Orientierung nach außen und kontinuierliches Zweifeln an den eigenen Mitteln miteinander verbinden?

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    34 mins
  • #4 Erfolgreich "eine Zumutung sein" - mit Sabine Erlinghagen, Siemens Grid Software
    Jan 5 2026

    1. Um welche Organisation geht es?
    Es geht um Siemens Grid Software, den Softwarebereich von Siemens für Stromnetze. Die Einheit entwickelt Softwareprodukte, mit denen Netzbetreiber komplexe, dezentrale Energiesysteme steuern, planen und stabil betreiben können – eine zentrale Voraussetzung für die Energiewende.

    2. Wer ist der Gast?
    Zu Gast ist Sabine Erlinghagen, CEO von Siemens Grid Software. Sie verantwortet seit rund sieben Jahren den Aufbau und die strategische Neuausrichtung des Softwaregeschäfts für Stromnetze innerhalb des Siemens-Konzerns.

    3. Welche Rolle spielt Sabine beim Verbinden von Software- und Hardwarelogik?
    Sabine hat den Softwarebereich bewusst von der klassischen Hardware- und Automatisierungslogik getrennt und als eigenständiges Software-Business aufgebaut:

    • Trennung von Energieautomatisierung (Hardware als Selbstzweck) und Grid Software (Software als Selbstzweck).

    • Aufbau eigener KPIs, Managementsysteme und Organisationsstrukturen für Software.

    • Ausbruch aus der Siemens-Matrix, um zentrale, globale Softwarelogik zu ermöglichen.

    • Konsequente Fokussierung auf Software-Revenue und später Annual Recurring Revenue (ARR).

    • Schutzräume für Softwareentwicklung, u. a. durch einen separaten Inkubator auf der „grünen Wiese“.

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    54 mins
  • #3 Mut zum Zeit nehmen: Das Transformationsgeheimnis von Riese & Müller
    Dec 22 2025

    In dieser Folge analysieren Anja, Judith und Andreas entlang der Regler des Mischpult des Managements, wieso "die Digitalisierung des Rades" bei Riese & Müller anscheinend so gut und geräuschlos vorangeht.


    Welche Rolle spielt Rainer de Mey als Personalprämisse?

    Wie wichtig ist, dass es um ein inhabergeführtes Unternehmen geht, dass sich wie ein Familienunternehmen anfühlt?

    Wie können sich die digitalen Themen, der Chip, die App, in der Organisation relevant machen - ohne dabei störend zu wirken?

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    29 mins